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Zahl der Arbeitslosen geht weiter zurück

Quelle: Bergsträßer Anzeiger 04.11.2016

Langzeitarbeitslose: Zahl auf Rekordtief

Quelle: Starkenburger Echo 04.11.2016

Bessere Arbeitsmarktchancen für Menschen mit Behinderung

Mit zahlreichen Maßnahmen unterstützt Neue Wege Schwerbehinderte auf der Suche nach einem Job oder einer Ausbildung.
Auch in 2016 laufen die Bemühungen des Eigenbetriebs Neue Wege Kreis Bergstraße – Kommunales Jobcenter – für den betroffenen Personenkreis weiter. Ein umfangreicher Maßnahmenkatalog zur Vermittlung und Unterstützung von schwerbehinderten, gleichgestellten und von Behinderung bedrohter Menschen steht nach wie vor zur Verfügung. Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung haben einen ungleich schwereren Zutritt zum Arbeitsmarkt. Hier hat sich der Eigenbetrieb Neue Wege eine klare Aufgabe gestellt: Die Verbesserung der Arbeitsmarktchancen und die daraus resultierende berufliche Integration am ersten Arbeitsmarkt. Ein ganzes Maßnahmenbündel wurde hierfür geschnürt. Es umfasst die persönliche Beratung und Unterstützung bei allen Fragestellungen rund um Arbeits- oder Ausbildungsplatzsuche, Qualifizierungsmaßnahmen und passgenaue Förderangebote, Arbeitsplatzvermittlung, Begleitung zum Arbeitsplatz, Nachbetreuung und vieles mehr.
Mit der mobilen Beratungsstelle BerT – Beratungsstelle für Behinderte und von Behinderung bedrohter Menschen – bietet das Jobcenter in Kooperation mit dem Bildungswerk Neckargemünd GmbH einen ganz besonderen Service. BerT berät und unterstützt betroffene Menschen in den unterschiedlichsten Problemlagen. Die Mitarbeiter halten Informationen zu speziellen Hilfsangeboten, Qualifizierungs- und berufsvorbereitende Maßnahmen, Unterstützung bei der Eingliederung in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt, Beratung von Menschen, die sich bereits in einem Arbeitsverhältnis befinden und deren Arbeitsverhältnis gefährdet ist oder Unterstützung bei der Kommunikation mit Ämtern und Behörden. Es ist als offenes Projekt angelegt und kann von allen Ratsuchenden, Betroffenen und Unternehmen in Anspruch genommen werden.
„Wir arbeiten intensiv daran, Hürden abzubauen und Brücken zu potentiellen Arbeitgebern in der Region aufzubauen“, betont Betriebsleiter Stefan Rechmann. „Wir wollen noch mehr sozial engagierte Betriebe gewinnen, um den Betroffenen eine Chance zu bieten.“ BerT ist im ganzen Kreis Bergstraße aktiv und bietet diesen Beratungs- und Unterstützungsservice vor Ort an, ob in den Kommunalen Jobcentern oder im Bedarfsfall auch an einem individuell vereinbarten Ort. Direkte telefonische Kontaktaufnahme für alle Interessierte oder Betroffene ist unter der Telefonnummer 0174 82 85 964 oder per E-Mail francesco.giordano@bbw.srh.de möglich. Unter dem Motto „Perspektiven entwickeln – punktgenau vermitteln“ gibt es ein Angebot zur Vermittlung von Schwerbehinderten oder von Behinderung bedrohter ALG II-Beziehern in den ersten Arbeitsmarkt. Dies wird in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Bergstraße angeboten.

An zwei Standorten – Bensheim und Rimbach – stehen insgesamt 25 Plätze dafür bereit. Erstellen von Fähigkeits- und Leistungsprofilen, Bewerbertraining, Hilfe bei dem Erstellen von Bewerbungsunterlagen sind nur einige der Angebote. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Diakonischen Werks bereiten die Menschen auf betriebliche Praktika und neue Arbeitsplätze vor. Wenn nötig begleiten sie die Teilnehmer anfänglich auch schon mal zum Arbeitsplatz. Das Projekt bietet zusätzlich auch Nachbetreuung an. Das kommt gut an. Bietet sie doch mehr Sicherheit für alle Akteure: Arbeitssuchende und Arbeitgebern. Konkret bedeutet es: Hilfe und Unterstützung während der Probezeit oder auch bei einem schon länger bestehenden Beschäftigungsverhältnis. Bahnen sich Probleme an, die eine Weiterbeschäftigung gefährden oder gar einen Abbruch riskieren, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Stelle und helfen. Beiden Seiten. „Diese beiden Beispiele stehen stellvertretend für das vielfältige Angebot des Eigenbetriebs Neue Wege“, so der Hauptamtliche Kreisbeigeordnete Matthias Schimpf als zuständiger Dezernent. „ Sie ergänzen optimal die zur Umsetzung des Inklusionsprozesses wichtige Arbeit der drei Arbeitskreise Beschäftigung, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit innerhalb der Kreisteilhabekonferenz“.

Neue Wege: Spezialisten betreuen zukünftig Langzeitarbeitslose

Die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales finanzierte Initiative „Perspektive 50plus“, mit Ziel der Arbeitsmarktintegration von Frauen und Männern über 50 Jahren, ist zum 31.12.2015 ausgelaufen. Dieser Beschäftigungspakt, der in vielen Regionen, so auch an der Bergstraße, zu einer gezielten Beratung und Förderung der über 50-Jährigen aktiv eingesetzt wurde, läuft in der bisherigen Form nicht weiter. Zukünftig arbeiten die gut geschulten und sehr erfahrenen Fallmanager des Projekts 50plus bei Neue Wege im Bereich der Langzeitleistungsbezieher. „Ich finde es toll, dass die Kollegen trotz Ablauf des Projekts ihr profundes Wissen weiterhin sinnvoll und zielgerichtet einsetzen können. Es wäre wirklich schade, wenn dieses Know-how verloren gegangen wäre“, erklärte Kreisbeigeordneter Matthias Schimpf.

Das Projekt 50plus wurde zu 100 Prozent durch Bundesmittel finanziert. Der Eigenbetrieb Neue Wege Kreis Bergstraße hatte dieses Angebot aufgegriffen und 6 Jahre erfolgreich in der Region umgesetzt. Besonders geschulte Fallmanager betreuten und berieten die Menschen in den vier Jobcentern des Eigenbetriebs in Heppenheim, Viernheim, Mörlenbach und Bürstadt. Insgesamt konnten in diesem Zeitraum 1300 über 50-Jährige in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt werden. Es gelang außerdem 1800 Frauen und Männer für Fördermaßnahmen zur Wiedereingliederung zu aktivieren, damit sie ebenfalls in für sie passende Maßnahmen vermittelt werden können.

Zusätzliche Vorteile des 50plus-Projektes gegenüber anderen Programmen waren intensives Coaching, individuelle Betreuungsmöglichkeiten, ganzheitliche Hilfe und Förderung. „Wir haben sehr viel positive Resonanz von unseren Teilnehmern erhalten“, so Betriebsleiter Stefan Rechmann von Neue Wege Bergstraße. Weiter meint er: „Es lag mit Sicherheit an den gezielten Angeboten und Fördermöglichkeiten mit denen wir arbeiten konnten. Natürlich spielten auch unsere speziell geschulten Fallmanager eine wichtige Rolle“. Für einige Arbeitssuchende dieser Gruppe war es oftmals ein längerer und intensiverer Veränderungsprozess. Die Wechselwirkung von Kompetenz, Biographie, Gesundheit, sozialem Umfeld und persönliche Ziele spielen immer eine wichtige Rolle. Fallmanager Norbert Mischler erzählt unter anderem von einem Teilnehmer, der so erfolgreich von diesem Programm profitiert hat, das er gerne seine Erfahrungen an Interessierte oder Betroffene weiter geben möchte. Beispielsweise in Form eines mündlichen Erfahrungsberichtes. „Es ist viel menschliche Aufbauarbeit nötig. Zuversicht, Motivation und Selbstvertrauen ist besonders wichtig bei der Gruppe der über 50-Jährigen“ weiß der Fallmanager weiter zu berichten.

Für Neue Wege war es auch bei diesem Projekt ganz wichtig eng mit Arbeitgebern zusammen zu arbeiten und diese mit Rat und Tat zu begleiten. Viele Unternehmen haben mittlerweile erkannt, dass altersgemischte Teams erfolgreicher sein können als altershomogene Arbeitsgruppen und haben gerade deshalb das Angebot gerne angenommen.