Noch nie wurden mehr Arbeitslose vermittelt

 

Quelle Foto/Beitrag: Bergsträßer Anzeiger vom 04.01.2018

Arbeit und Behinderung: Allen Beteiligten die Scheu nehmen

Quelle: Bergsträßer Anzeiger 02.12.2017

 

 

 

Etliche Job-Absagen für Rollstuhlfahrer

Landespreisverleihung durch Hessischen Minister für Soziales und Integration Stefan Grüttner am 08.11.2017.

 

 

 

 

 

Quelle Foto/Beitrag: Bergsträßer Anzeiger vom 09.11.2017

PAuL macht seinen Weg

Arbeiten und lernen im Handwerk: Mit PAuL machen Geflüchtete ihren Weg

 

Perspektive Arbeit und Lebensqualität, kurz PAuL, ist ein integrationsorientiertes Beschäftigungs- und Lernprojekt für Flüchtlinge und Asylbewerber, aufgebaut in drei Phasen. Diese Fördermaßnahme mit Standort Bensheim erfolgt in Kooperation mit dem Amt für Soziales / Sachgebiet Flüchtlinge des Kreises Bergstraße, dem Eigenbetrieb Neue Wege -Kommunales Jobcenter- und der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main. Es wird im Auftrag des HSMI über das Arbeitsmarktbudget des Landes Hessen zu 50 % aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. Weitere 50 % bringen die genannten Kooperationspartner als Eigenmittel ein. PAuL wurde im Herbst 2015 unter Federführung des BTZ (Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main) auf den Weg gebracht.

 

Zielgruppe des Projektes PAuL sind Flüchtlinge, die eine gewisse Affinität zu handwerklich orientierten Tätigkeiten und eine berufliche Vorbildung haben. Ziel ist es, den geflüchteten Menschen eine neue Perspektive aufzuzeigen, sie in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft zu integrieren und sie auf ihrem Weg zur eigenen Existenzsicherung und somit zu mehr Lebensqualität zu unterstützen. Die nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt ist das oberste Erfolgskriterium.

 

Kürzlich konnten drei junge Flüchtlinge in ein festes Ausbildungsverhältnis vermittelt werden. Zwei davon erlernen den Beruf des Maler und Lackierers, einer wird Metallbauer. Weitere 14 sammeln erste Erfahrungen durch ein Praktikum in den verschiedensten Berufsfeldern wie beispielsweise Metall, Elektro, Holz, Gastro oder dem Bäckerhandwerk.

 

PAuL startet in der ersten Phase mit der sorgfältigen Auswahl der potentiellen Teilnehmer durch das Amt für Soziales / Sachgebiet Flüchtlinge. In Phase II werden die Teilnehmer an fünf Tagen pro Woche von Ausbildern, Sozialpädagogen und Lehrkräften im BTZ Bensheim betreut. Hier lernen sie den Lebens- und Arbeitsalltag in Deutschland kennen. Sie üben und erlernen praktische handwerkliche Fähigkeiten, lernen erstmals betriebliche Abläufe kennen und bauen ihre Sprachkenntnisse aus. Dies sind alles gute Voraussetzungen, die für Phase III unbedingt erforderlich sind. In der dritten und letzten Phase übernimmt Neue Wege Kreis Bergstraße – Kommunales Jobcenter – das Projekt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bereich Arbeitgeberservice und Wirtschaftsförderung unterstützen die Teilnehmer durch gezielte Hilfe und Förderung bei der Integration in den ersten Arbeitsmarkt.

 

Ganz wichtig ist die bedarfsgerechte Betreuung beider Seiten – Teilnehmer und Handwerksbetriebe. Die Arbeitgeber werden bei all ihren Fragen und Anliegen beraten und unterstützt. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass die zukünftigen Arbeitnehmer passgenau ausgewählt und vermittelt werden, sondern fördert auch die Bereitschaft der Betriebe sich zu engagieren. Ein enges Netzwerk und die Pflege guter Kontakte zum Handwerk und zur Wirtschaft erweisen sich als überaus wertvoll und sind ein wichtiger Teil der Integrationsarbeit am Arbeitsmarkt. Partner und Förderer gehen einen erfolgreichen gemeinsamen Weg, damit „PAuL“ sein Ziel erreicht. Aktuell ist das Projekt bis Ende 2017 gesichert.

Teilhabe am Berufsleben als Ziel

Neue Wege stellt neues Konzept zur Förderung von Menschen mit Handicap vor

Kreis Bergstraße (kb.) ESB – Eingliederung schwerbehinderter Menschen – ist eine neue Fördermaßnahme von Neue Wege –Kommunales Jobcenter –, die Menschen mit Handicap auf dem Weg zu einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung unterstützt.

„Uns ist es wichtig, Menschen mit einer schweren Behinderung eine gleichberechtigte Teilhabe am Berufsleben zu ermöglichen. Eine erfüllende Arbeit zu haben ist ein Grundbedürfnis und muss auch Menschen mit Handicap zugänglich sein“, so die Erste Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernentin Diana Stolz. „Wir sind überzeugt, dass eine ganzheitliche Förderung der richtige Weg ist. Unser neues Konzept ist ideal auf die Situation von Menschen mit einer Behinderung abgestimmt. Wir nehmen unseren Auftrag, Inklusion am Arbeitsmarkt zu fördern, sehr ernst“, so Stolz weiter.

Die neue Maßnahme begleitet die Teilnehmenden über einen Zeitraum von 12 Monaten. Ein intensiver Betreuungsschlüssel bietet viel Raum für lange Einzelgespräche, ausführliche Potentialanalysen und Austauschmöglichkeiten mit den Betroffenen und interessierten Arbeitgebern. Ganz gezielt wurde eine 3-Phasen-Förderstruktur konzeptioniert: Feststellungsphase, Umsetzungsphase und, gegen Ende der Förderung, eine Integrationsphase.

In der Feststellungsphase erarbeitet ein interdisziplinäres Team zunächst durch eine Anamnese, eine Potentialanalyse und Orientierungsgespräche einen konkreten Arbeitsplan gemeinsam mit den Betroffenen. In der anschließenden Umsetzungsphase wird durch intensives und individuelles Coaching an der Umsetzung des Arbeitsplanes gearbeitet. Bei der dritten Phase – der Integrationsphase – sollen praktische Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt, wie zum Beispiel durch sogenannte Praxisjobs, gesammelt werden. Ist das Ziel einer erfolgreichen Integration, nämlich eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt, erreicht, betreut Neue Wege die neuen Arbeitnehmer auch noch einige Zeit weiter.

„Nach unserer Erfahrung ist eine Nachbetreuung eine sehr sinnvolles Angebot“, findet Betriebsleiter Stefan Rechmann. „Dient sie doch der Stabilisierung des neuen Beschäftigungsverhältnisses und bietet beiden Seiten, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die Möglichkeit der Unterstützung und des Austauschs im Bedarfsfall“, so der Betriebsleiter abschließend.

Lfd. Nr. 234/2017

Kreis Bergstraße weiterhin mit niedriger Arbeitslosenquote

Zahl der Arbeitslosen im Juli leicht angestiegen

Kreis Bergstraße (kb). Der Arbeitsmarkt zeigt sich im Monat Juli etwas weniger freundlich als in der ersten Jahreshälfte, was sich auf verschiedene Faktoren und nicht zuletzt auf die Ferienzeit zurückführen lässt. Insgesamt sind im Kreis Bergstraße aktuell 5.560 Menschen ohne Arbeit und damit 175 Personen mehr als im Vormonat.

Insgesamt bewegt sich der Kreis mit einer Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent auf einem weiterhin sehr niedrigen Niveau und liegt damit um einen Prozentpunkt unter dem südhessischen Durchschnitt (4,8 Prozent). „Dies ist ein erfreuliches Ergebnis und zeigt, dass unser Arbeitsmarkt weiterhin sehr stabil und aufnahmefähig ist“, so Landrat Christian Engelhardt.

Bei den SGB II-Empfängern ist ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Gegenüber Juni 2017, in dem 3.159 Menschen registriert waren, hat sich im aktuellen Monat die Zahl um 19 Personen auf 3.178 gesteigert. Im Vorjahr wurden im Vergleichsmonat 3.203 Hilfeempfänger, somit 25 Personen mehr, vom Jobcenter Neue Wege betreut.
„Angesichts der Tatsache, dass zunehmend Menschen mit Flüchtlingshintergrund anerkannt werden und sodann dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und sich bei den Jobcentern melden, ist die konstant niedrige Arbeitslosenzahl ein Ergebnis, das sich durchaus sehen lassen kann“, so die Erste Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernentin Diana Stolz abschließend.

In enger Zusammenarbeit für Arbeitsuchende

Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz und Leiter des Jobcenters Neue Wege Stefan Rechmann besuchen die Agentur für Arbeit Darmstadt

 Die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz (zweite von links) und Stefan Rechmann, Leiter von Neue Wege Kreis Bergstraße (links), mit der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Darmstadt, Birgit Förster (3.v.l.) sowie Alexandra Nütten, Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit Darmstadt und Herrn Berg, Bereichsleiter der Agentur für Arbeit Darmstadt.
 

Kreis Bergstraße (kb).

Jobcenter und Agentur für Arbeit haben das gemeinsame Ziel, Menschen in Arbeit zu bringen. Die regionalen Akteure wollen die gegenseitige Verbindung stärken, um Arbeitsuchende erfolgreich zu unterstützen.

Die Zusammenarbeit, die seit über zehn Jahren praktiziert wird, trägt zur niedrigen Arbeitslosenquote bei: Im Kreis Bergstraße liegt sie aktuell bei 3,7 Prozent, während in Hessen insgesamt eine Quote von 4,9 Prozent zu verzeichnen ist.

„Es ist über die Jahre gelungen, eine erfolgreiche Kooperation zwischen Arbeitsagentur und Neue Wege herzustellen, die wesentlich dazu beiträgt, dass der Arbeitsmarkt in unserem Landkreis so entspannt ist“, betonte die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz. „Für Arbeitsuchende und Arbeitgeber ist spürbar, dass hier zwei Institutionen in Bezug auf die Vermittlung an einem Strang ziehen. Die derzeitige Struktur der Zuständigkeiten von Bundesagentur und Kommunalem Jobcenter im Kreis Bergstraße hat sich bewährt.“

Die Arbeitsvermittlung stellt die zentrale Aufgabe beider Institutionen dar, die sie auf vielfältige Weise ausführen. Während die Agentur vom Bund gesteuert wird und die gesetzliche Arbeitslosenversicherung mit ihren zeitlich befristeten Ansprüchen organisiert, steht das Jobcenter in der Zuständigkeit der kommunalen Ebene, also des Landkreises, und finanziert seine Leistungen – insbesondere zur Sicherung des Lebensunterhalts – aus Steuermitteln.

Beispiele für die Zusammenarbeit sind Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit, die Kooperation beim Arbeitgeberservice und insbesondere die Absprachen beim Übergang von Personen von der Zuständigkeit der Arbeitsagentur zum Jobcenter.

Die Dezernentin Diana Stolz und der Leiter des Kommunalen Jobcenters Neue Wege Kreis Bergstraße, Stefan Rechmann, besuchten die Agentur für Arbeit in Darmstadt. Sie tauschten sich mit der dortigen Vorsitzenden der Geschäftsführung, Birgit Förster, über bestehende und zukünftige Kooperationen aus.

So finden mehrmals im Jahr gemeinsame Termine der U 25-Fallmanager von Neue Wege mit den Berufsberatern der Agentur für Arbeit statt, um sich über Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit auszutauschen.

Im Bereich des Arbeitgeberservices besteht ein ständiger Informationstransfer zu freien Stellen, die der jeweils andere Akteur nicht besetzen kann. Einmal im Jahr findet eine Zusammenkunft der Arbeitgeberservices statt. Zudem nehmen auf Wunsch von Arbeitgebern Neue Wege und die Agentur für Arbeit gemeinsam an Beratungsterminen teil, wenn sich Arbeitgeber an der Bergstraße ansiedeln wollen und auf Personalsuche sind oder Beratungen über Förderleistungen benötigen.
So können beide Arbeitsmarktakteure direkt einen Überblick über ihre Vermittlungs- und Förderinstrumente geben.

Im Bereich der Maßnahmenplanung finden in der Regel zwei Treffen im Jahr statt. Dabei werden Möglichkeiten der gemeinsamen Ausrichtung von Maßnahmen und Projekten erörtert oder Beteiligungen abgesprochen. Es werden neue Projekte gegenseitig vorgestellt und es gibt Einzelfallbesprechungen von Übergängen in Maßnahmen.

Im Netzwerk Arbeitsmarkt Bergstraße, das von Birgit Förster geleitet wird, ist Neue Wege neben allen lokalen Wirtschaftsförderern ständiges Mitglied. Themen des Netzwerks sind Arbeitsmarktbeobachtung, die Erörterungen von Problemen und die Durchführung von Veranstaltungen für Arbeitgeber.

Einmal im Monat finden in den Räumlichkeiten von Neue Wege sogenannte Übergängerinfos statt. Zielgruppe dieser Veranstaltung sind Bezieher von Arbeitslosengeld I, denen ein Wechsel in die Zuständigkeit von Neue Wege bevorsteht. In der gemeinsamen Veranstaltung geben Neue Wege und die Arbeitsagentur einen Überblick zu den Möglichkeiten, die bestehen, um vor dem Bezug von Leistungen nach dem SGB II die Arbeitslosigkeit zu beenden, beispielsweise durch eine Job- oder Weiterbildungsbörse oder durch Praktika. Neue Wege informiert bei diesem Termin über den Bezug von Arbeitslosengeld II und was dabei zu beachten ist.

Diana Stolz und Stefan Rechmann nutzten die Gelegenheit, um sich bei der Bundesagentur für Arbeit für die gute Zusammenarbeit zu bedanken. Diesen Dank konnte Frau Birgit Förster erwidern. Auch aus Sicht der BA besteht mit dem Eigenbetrieb Neue Wege bzw. dem Kreis Bergstraße eine gute Zusammenarbeit. Mit Birgit Förster verständigten sich die Vertreter des Kreises Bergstraße darauf, auch mit Blick auf die Nachqualifizierung Geringqualifizierter und die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt die Zusammenarbeit zu intensivieren.

Hintergrund:

Die Agentur für Arbeit Darmstadt erfüllt für die Bürgerinnen und Bürger umfassende Dienstleistungsaufgaben für den Arbeits- und Ausbildungsmarkt auf Grundlage des Dritten Buches Sozialgesetzbuchs (SGB III/Arbeitsförderung). Zu den wesentlichen Aufgaben gehören die Zahlung von Lohnersatzleistungen bei Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit oder Insolvenz (Arbeitslosengeld I), Vermittlung in Arbeits- und Ausbildungsstellen, Berufsberatung, Arbeitgeberberatung, Förderung der beruflichen Aus- und Weiterbildung und der beruflichen Rehabilitation.

Der Eigenbetrieb Neue Wege – Kommunales Jobcenter – nimmt im Kreis Bergstraße alle Aufgaben nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II/Grundsicherung fuer Arbeitsuchende) wahr und bietet Arbeitsvermittlung und Betreuung erwerbsfähiger Leistungsberechtigter aus einer Hand. Neben der Sicherung des Lebensunterhalts durch das Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) bei Hilfebedürftigkeit steht die Vermittlungsarbeit einschließlich umfangreicher Hilfs- und Förderangebote zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit im Vordergrund.

 

325.253 Euro in die Zukunft investieren

Jobcenter Neue Wege erhält Förderbescheid des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration / Projekt „Familien stärken – Zukunft sichern“ startet

Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel überreichte den Förderbescheid an Karin Weißhaar (l.) und Gundra Simon (r.) von Neue Wege.

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Kreis Bergstraße (kb.)

Der Eigenbetrieb Neue Wege Kreis Bergstraße – Kommunales Jobcenter – hat den Zuschlag für Fördermittel aus der Initiative „Kompetenzen entwickeln – Perspektiven eröffnen (KoPe)“ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration erhalten. Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel überreichte offiziell die Förderzusage an Karin Weißhaar, Produktmanagerin Förderinstrumente bei Neue Wege und an Gundra Simon, Teamleiterin des Bereichs Förderinstrumente. Aus dem Budget der Landesmittel erhält Neue Wege 325.253 Euro. Damit startet das kommunale Jobcenter das Projekt „Familien stärken – Zukunft sichern“, das für Familien im SGB II-Leistungsbezug ohne erwerbstätige Elternteile und deren Kinder entwickelt wurde.

„Mit dem Projekt „Familien stärken – Zukunft sichern“ verfolgen wir das Ziel, die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffenen Eltern noch besser zu unterstützen und zu begleiten, um dieser Personengruppe Chancen zu eröffnen und ihre soziale Teilhabe zu sichern“, erläutert die Erste Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernentin Diana Stolz.

Jeweils bis zu ein Jahr lang können bis zu 12 Familien Maßnahmen in den Bereichen „Aufsuchende Hilfe“, „Familien- und Vermittlungscoaching“, „Qualifizierung sowie Nachbetreuung“ in Anspruch nehmen. Zusätzlich dazu bietet Neue Wege Unterstützung bei familiären Anliegen an, wie beispielsweise Sucht- und Schuldnerberatung.

„Die Maßnahmen sollen die Eltern auf eine mittelfristige Rückkehr in den Arbeitsmarkt vorbereiten, während den Kindern Entwicklungschancen ermöglicht werden, die sie für ihre Zukunft stärken“, so Stolz abschließend.

Hintergrund:
Die Initiative „Kompetenzen entwickeln- Perspektiven eröffnen (KoPe)“ der Hessischen Landesregierung läuft von 2015 bis 2019 und hat das Ziel, Menschen, die seit mindestens zwei Jahren Leistungen nach SGB II empfangen, den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt und eine soziale Teilhabe zu ermöglichen. Das Projekt „Familien stärken- Zukunft sichern“ ist eins von sechs in diesem Jahr ausgewählten Projekten, die von der Initiative gefördert werden. Insgesamt sind in Hessen 17 Projekte verschiedener Institutionen an der Initiative beteiligt.

Betriebskommission beschließt neue Programme

Coaching und Hilfen – Betriebskommission beschließt neue Programme für Selbständige und Flüchtlinge

Kreis Bergstraße (kb.) Die Betriebskommission des Eigenbetriebs Neue Wege Kreis Bergstraße – Kommunales Jobcenter – hat in ihrer letzten Sitzung unter dem Vorsitz der Ersten Kreisbeigeordneten Diana Stolz wichtige Maßnahmen zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt beschlossen.

„Neue Wege steht in engem Kontakt mit den Arbeitgebern und hat den aktuellen Arbeitsmarkt im Blick. Bei der Entscheidung über Maßnahmen sind die Wünsche und Anforderungen der Betriebe ebenso ausschlaggebend, wie die Bedürfnisse der Menschen, die wir in Arbeit bringen wollen“, eröffnete die zuständige Dezernentin die dritte Sitzung in diesem Jahr.

Der Eigenbetrieb bietet ein spezielles Coaching-Programm für Selbständige an. Es richtet sich an Personen, die zwar seit einem Jahr hauptberuflich selbständig sind, aber noch nicht ausreichend verdienen, um auf SGB II-Leistungen verzichten zu können. Das Angebot soll den Weg in eine unabhängige Selbständigkeit ebnen. Ein weiteres Angebot ist „Neustart Bergstraße“, dass sich an geflüchtete Menschen mit Anspruch auf Sozialleistungen richtet und der beruflichen Erstorientierung dient. „Neustart Bergstraße“ beginnt am 1. September und ist auf ein Jahr ausgelegt. Sprachkenntnisse und das Kennenlernen des Lebensalltags in Deutschland stehen zunächst im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden können ihre Schlüsselkompetenzen erproben und eine berufliche Erstorientierung vornehmen, dabei werden auch Praktikumsplätze vermittelt. Mit so deutlich verbesserten Eingliederungschancen soll am Ende die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt stehen.

Um Sprachkenntnisse geht es auch bei einem neuen Angebot des Eigenbetriebs: Mit sprachkursbegleitenden Hilfen erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Integrationskursen, deren erfolgreicher Abschluss aber gefährdet ist, wirkungsvolle Unterstützung. Ab Juli wird in Bensheim, Lampertheim und Mörlenbach über einen Zeitraum von 6 Monaten Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache angeboten. Diese reicht von der klassischen Nachhilfe bis hin zur „Hilfe zur Selbsthilfe“. Am Ende soll es heißen: „Kursziel erreicht“.

„Auch die neuen Maßnahmen werden dazu beitragen, über Spracherwerb und Kontakt mit der Arbeitswelt die Ausgangslage für einen erfolgreichen beruflichen Einstieg spürbar zu verbessern. So kann letztlich die Integration in unserem Kreis gelingen, was unser oberstes Ziel ist“, erklärt Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz abschließend.