Bildungs- und Teilhabepaket: Dabei sein!

Gleich zum Schuljahresbeginn die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets nutzen

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Kreis Bergstraße (kb). Kinder und Jugendliche sollen die Möglichkeit haben, bei allen Aktivitäten ihrer Freunde dabei sein zu können. Selbst dann, wenn das Geld in ihren Familien aufgrund eines geringen Einkommens knapp ist oder sie Sozialleistungen beziehen. Dies ist eines der wichtigsten Ziele des Bildungs- und Teilhabepakets des Bundes (kurz BuT). Wir möchten, dass möglichst viele Leistungsberechtigte um diese Unterstützung wissen und die Angebote für Bildung und gesellschaftliche Teilhabe nutzen“, betont die Erste Kreisbeigeordnete und für den Eigenbetrieb „Neue Wege“ zuständige Dezernentin, Diana Stolz. „Daher ist es uns ein Anliegen, alle Bürgerinnen und Bürger nochmals auf das Bildungs- und Teilhabepaket aufmerksam zu machen. Bitte scheuen Sie sich nicht und melden sich bei Bedarf bei unserem Team für Bildung und Teilhabe.“

 

Das BuT bietet zum Beispiel finanzielle Unterstützung bei Klassenfahrten, Nachhilfeunterricht oder beim Mittagessen in den Schulmensen. Auch die Kosten für eine Mitgliedschaft in einem Verein oder für die Teilnahme an einer Freizeit können übernommen werden. Das BuT soll dabei möglichst vielen Leistungsberechtigten die Chance bieten, Dinge zu tun, die ihnen sonst aus finanziellen Gründen vielleicht nicht möglich gewesen wären.

 

Die Leistungen des BuT umfassen die gesamten Ausgaben für das gemeinschaftliche Mittagessen in Schule, Kindertagesstätte oder bei Tageseltern – und das ohne Eigenanteil der Eltern. Ebenso werden bei Leistungsberechtigten in der Sekundarstufe 2 die Kosten für Fahrkarten im Rahmen der Schülerbeförderung übernommen. Für Aktivitäten im Bereich Sport und Kultur, Musikunterricht sowie Hobbykurse oder die Teilnahme an Freizeiten stehen 15 Euro pro Monat zur Verfügung. Dieser Betrag wird dabei pauschal ausgezahlt. Darüber hinaus erhalten Leistungsberechtigte einen Pauschalbetrag, der für die Beschaffung von Schulmaterial zum Beginn des Schuljahres gezahlt wird. Aktuell erhalten leistungsberechtigte Schülerinnen und Schüler Euro pro Kalenderjahr insgesamt rund 155 Euro: 103 Euro zum Beginn des ersten Halbjahres und 51,50 Euro für das zweite Halbjahr. Der Betrag für den persönlichen Schulbedarf wird jährlich mit dem gleichen Prozentwert wie der Regelbedarf erhöht.

 

Während der Corona-Pandemie sind bei vielen Kindern Lernrückstände aufgrund der erschwerten schulischen Bedingungen entstanden, die es aufzuholen gilt. Damit Kinder aus Familien mit geringem Einkommen trotzdem ihre Bildungsziele erreichen können, benötigen diese Kinder und ihre Familien besondere Unterstützung. Dafür hat die Bundesregierung in diesem Jahr das Programm „Aufholen nach Corona“ aufgelegt. Dieses Programm stärkt zum einen die bereits vorhandenen schulischen Angebote und erleichtert gleichzeitig den Zugang zur Lernförderung über das Bildungs- und Teilhabepaket. So brauchen Leistungsberechtigte bis zum 31.12.2023 keinen gesonderten Antrag stellen, sie müssen nur die entsprechenden Nachweise über die Notwendigkeit der außerschulischen Förderung vorlegen. Dabei sind die schulischen Angebote weiterhin vorrangig.

 

Damit möglichst viele leistungsberechtigte Personen das BuT nutzen und um das Angebot möglichst niederschwellig zu gestalten, wurde das Verfahren für die Leistungsbeantragung bereits 2019 vereinfacht. So müssen Eltern und Erziehungsberechtigte, die Leistungen nach SGB II, SGB XII oder dem AsylbLG erhalten, keinen gesonderten Antrag mehr stellen. Zudem können Leistungen auch noch zu einem späteren Zeitpunkt geltend gemacht werden – etwa dann, wenn zum Schuljahresbeginn noch nicht feststeht, welche Angebote die Kinder und Jugendlichen nutzen wollen oder welche Ausgaben anfallen.

 

Berechtigt für Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket sind Kinder und Jugendliche, die Sozialgeld (SGB II), Sozialhilfe (SGB XII) oder Asylbewerberleistungen (AsylbLG) erhalten beziehungsweise deren Familien den Kinderzuschlag oder das Wohngeld beziehen. Die Bearbeitung der Anträge für alle genannten Anspruchsberechtigten erfolgt im Kreis Bergstraße zentral beim Eigenbetrieb des Kreises „Neue Wege Kreis Bergstraße – Kommunales Jobcenter“. Für Rückfragen steht das Team Bildung und Teilhabe unter der Hotline: 06252/15-6051 gerne zur Verfügung. Auch auf der Internetseite www.bildungspaket.neue-wege.org finden Interessierte weitergehende Informationen, auch in mehreren Fremdsprachen. Hier stehen zudem alle nötigen Formulare zum Download bereit.

 

 

erstellt am 12.08.2021

Mehr Unterstützung bei Sprachkursen

Betriebskommission Neue Wege hat getagt / Neue Maßnahmen werden vorgestellt

Die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz (vorne Mitte) und die Betriebsleiterin des Jobcenters Dr. Melanie Marysko (vorne rechts) mit den Mitgliedern der Betriebskommission.

Kreis Bergstraße (kb). Kürzlich trafen sich die Mitglieder der Betriebskommission des Eigenbetriebes Neue Wege Kreis Bergstraße –Kommunales Jobcenter zu ihrer konstituierenden Sitzung nach der Kommunalwahl im März. Durch die Sitzung führte die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, die auch in der 19. Wahlzeit den Vorsitz innehat.

 

Bei dieser Sitzung konnte sich die neue Betriebsleiterin des Jobcenters Dr. Melanie Marysko dem Gremium erstmals persönlich vorstellen, da die Sitzung coronabedingt nun wieder in Präsenzform stattfinden konnte.

 

Die Betriebskommission überwacht die Betriebsleitung und entscheidet gemäß der Satzung unter anderem über den Einkauf aller arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumente. Außerdem empfiehlt sie dem Kreisausschuss und dem Kreistag den Jahresabschluss und den Wirtschaftsplan als vorbereitendes Beschlussgremium. Allen Mitgliedern wird bei den Sitzungen die Möglichkeit für Rückfragen eingeräumt, um sich im Detail über einzelne Fördermaßnahmen und andere vordringliche Aufgaben des Jobcenters zu informieren.

 

Zur Abstimmung kamen zuletzt zwei neue Maßnahmen: Sprachkursbegleitende Unterstützung an den Standorten Bensheim und Viernheim. Diese wurden in den letzten Monaten von Mitarbeitenden aus dem Fachbereich Förderinstrumente des kommunalen Jobcenters neu entwickelt. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Teilnehmende der Integrationskurse, der Kurse der Verordnung der berufsbezogenen Deutschsprachförderung (DeuFöV) und der sonstigen Sprachkurse aus dem Kreis Bergstraße zu unterstützen, um einen erfolgreichen Abschluss zu gewährleisten. Das Angebot richtet sich an Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Sprachniveaus, bei denen das Erreichen der Kursziele, ein guter Prüfungsabschluss oder die Einstufung in das nächst höhere Sprachlevel gefährdet sind. „Es ist wichtig, Menschen, die sich weiterbilden wollen, bestmöglich zu unterstützen“, so die für das kommunale Jobcenter zuständige Dezernentin Diana Stolz, „die sprachkursbegleitende Unterstützung in Bensheim und Viernheim sind hierfür tolle neue Maßnahmen. Ich bin stolz, dass Neue Wege nie stillsteht, sondern kontinuierlich daran arbeitet, das Angebot sinnvoll zu erweitern.“

 

Das Gremium stimmte sämtlichen weiteren Beschlussvorlagen zu, so dass alle Maßnahmen, die zur Verlängerung anstanden, reibungslos fortgeführt werden können.

erstellt am 12.08.2021

Junge Menschen im Kreis weiter am Start? Klar!

Arbeitslosenzahlen im Kreis Bergstraße weiter stabil

 

Die Arbeitslosenzahlen im Kreis Bergstraße entwickeln sich weiter positiv. Die Arbeitslosenquote bleibt im Juli im Vergleich zum Vormonat unverändert. Sie liegt weiterhin bei 3,7 Prozent. Zudem liegt im Juli der Kreis Bergstraße mit einer Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent und 1,9 Prozent im SGB-II-Bereich erneut unter der südhessischen Durchschnittsquote von 4,9 Prozent beziehungsweise 2,9 Prozent im SGB-II-Bereich.

Mit ein Grund für die gute Beschäftigungslage ist die Tätigkeit des Jobcenters Neue Wege des Kreises Bergstraße mit seinen vielfältigen Angeboten – gerade auch für junge Arbeitssuchende. Eine solche Fördermaßnahme ist „Start? Klar!“. Die Maßnahme richtet sich speziell an junge Menschen zwischen 15 bis 27 Jahren im Kreis Bergstraße, die im SGB II-Bezug stehen. Gezielt werden diese Jugendlichen vom Jobcenter Neue Wege zur Ausbildungsreife geführt, d.h. es wird ihnen durch aktive Hilfe beispielsweise ermöglicht, den (qualifizierten) Hauptschulabschluss nachträglich zu erwerben: Das erhöht anschließend ihre Chancen für eine Ausbildung oder eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung deutlich. Finanziert wird diese Maßnahme über das Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget des Landes Hessen.

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Diese Fördermaßnahme umfasst eine umfangreiche sozialpädagogische Begleitung, die zum Ziel hat, Integrationshemmnisse in den Arbeitsmarkt durch Herstellung eine Grundstabilität der Betroffenen sowie das Erreichen eines positiven Lern- und Arbeitsverhaltens der Teilnehmenden zu erreichen. Insbesondere die Entwicklung und Förderung von Schlüsselkompetenzen sind für den Erfolg maßgebend. Die weiteren Bausteine sind Berufsorientierung, ggf. Sucht- und Schuldenprävention, allgemeiner Grundlagenbereich zur Verbesserung der bildungsmäßigen Voraussetzungen, Bewerbertraining, Vermittlung in Praktika, in Ausbildungsplätze und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

 

„Start? Klar!“ ist für uns ein wichtiges und erfolgreiches arbeitsmarktpolitisches Instrument zur Integration junger Menschen in den regionalen Arbeitsmarkt an der Bergstraße“, so die zuständige Dezernentin Diana Stolz und freut sich weiter: „So konnten in der aktuellen Staffel, die im September 2020 startete, trotz der schwierigen Umstände wegen der Pandemie, 11 von 12 Teilnehmenden ihren Hauptschulabschluss erfolgreich abschließen.“

 

Das Konzept der individuellen Beratung, der gezielten Förderung und die persönliche Begleitung bei beruflichen oder privaten Angelegenheiten zeigt Wirkung. So wird eine deutliche Motivationssteigerung bei den Jugendlichen erkennbar. Einige sind mutig geworden und haben sich jetzt noch den Realschulabschluss vorgenommen. Andere suchen fleißig nach einem Ausbildungsplatz.

erstellt am 29.07.2021

Wirtschaft kann wieder durchstarten

Arbeitslosenzahlen im Kreis Bergstraße fallen erneut

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Kreis Bergstraße (kb). Die Arbeitslosenzahlen im Kreis Bergstraße entwickeln sich weiter positiv. So ist die Arbeitslosenquote auch im Juni im Vergleich zum Vormonat weiter gesunken. Sie fiel von 3,8 auf 3,7 Prozent. Zudem liegt im Juni der Kreis Bergstraße mit einer Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent und 1,9 Prozent im SGB-II-Bereich erneut unter der südhessischen Durchschnittsquote von 4,9 Prozent beziehungsweise 2,9 Prozent im SGB-II-Bereich. „Dass die Arbeitslosenquote im Kreis Bergstraße trotz ‚Corona‘ auf einem stabilen, niedrigen Niveau bleibt, sind sehr gute Nachrichten“, betont Landrat Christian Engelhardt. „Ich hoffe sehr, dass sich die Zahlen auch in den kommenden Wochen und Monaten weiterhin positiv entwickeln werden. Denn durch die weiteren Lockerungen können nun endlich wieder alle wirtschaftlichen Bereiche durchstarten.“

Dem stimmt auch seine Kollegin, die Erste Kreisbeigeordnete und für das Kommunale Jobcenter des Kreises Bergstraße „Neue Wege“ zuständige Dezernentin, Diana Stolz zu: „Wir sind derzeit vorsichtig optimistisch, dass sich in der nächsten Zeit auch der SGB-II-Bereich weiter positiv entwickeln wird. Denn auch Saisonkräfte und Minijobber können ihre Beschäftigungen zum Beispiel in der Gastronomie sowie der Kultur- oder Veranstaltungsbranche wieder aufnehmen“, so Stolz.

Die Corona-Pandemie war für viele wirtschaftlichen Bereiche eine große Herausforderung. Mit am längsten von den damit einhergehenden Einschränkungen betroffen waren jedoch vor allem die Hotel-, Gastronomie- und Veranstaltungsbranche. „Der Kreis Bergstraße hat diese Bereiche in der besonders schwierigen Zeit daher nach Kräften unterstützt. – Etwa mit dem Einrichten einer Lieferdienstseite auf der Kreis-Homepage oder Hygienepaketen, die die Kreisverwaltung den Bergsträßer Gastronomen kostenlos zur Verfügung stellte“, hebt Engelhardt hervor. Darüber hinaus gab es vom Bund verschiedene finanzielle Förderprogramme, wie beispielsweise die Überbrückungshilfen. Aus diesen Förderprogrammen wurden alleine in Hessen insgesamt 3,4 Milliarden Euro ausgezahlt. Ein Teil der Gelder erhielten dabei Bergsträßer Unternehmen und Soloselbstständige. Um auch den Neustart für betroffene Unternehmen zu unterstützen, wurde das Förderprogramm „Überbrückungshilfen III“ bis September 2021 verlängert und sogar noch ausgeweitet. So gibt es nun die sogenannte „Restart-Prämie“, durch die Unternehmen einen höheren Personalkostenzuschuss erhalten können, um Beschäftigte aus der Kurzarbeit zurückzuholen oder neu einzustellen.

„Diese umfangreichen Förderprogramme und finanziellen Hilfen für Unternehmen und Soloselbstständige haben in den vergangenen Monaten dabei geholfen, die Corona-Pandemie zu überstehen. Wir als Kreis haben die Bergsträßer Betriebe nach Kräften mit zusätzlichen Maßnahmen unterstützt. Ich hoffe daher sehr, dass es in den kommenden Monaten zu keiner größeren Insolvenzwelle kommen wird“, so der Bergsträßer Landrat.

erstellt am 30.06.2021

 

 

Ideenreichtumg und Innovationswille senken Arbeitslosigkeit

Arbeitslosenzahlen im Kreis Bergstraße fallen erneut Kreis Bergstraße (kb). Die Corona-Pandemie stellt die Wirtschaft in Deutschland und weltweit auf eine harte Probe. Umso überraschender waren die Erkenntnisse aus der jüngsten Konjunkturumfrage der IHK Darmstadt bei Betrieben in Südhessen: So zeichne diese Umfrage laut Matthias Martiné, Präsident der IHK Darmstadt, ein differenziertes, aber gleichzeitig auch sehr robustes […]

Neu: Videoberatung hilft bei Jobsuche – ein erweitertes Beratungsangebot bei „Neue Wege“

Bei „Neue Wege“ wird Kundendialog großgeschrieben

Der kundenorientierte Erfolg einer Behörde.

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Kreis Bergstraße (kb). 2020 hat sich Vieles für uns alle geändert, doch manches ist tröstlicher Weise auch gleichgeblieben. Eine solche Konstante war der Kundendialog beim Bergsträßer Kommunalen Jobcenter „Neue Wege“. Dieser ist ein zusätzliches Dialogformat, wo Bergsträßerinnen und Bergsträßer Anregungen, Hinweise, Kritik, aber auch Lob zu den Arbeiten des Kommunalen Jobcenters abgeben können. Die Meldungen können per E-Mail, Telefon oder Post erfolgen. Der Kundendialog ist als neutrale Anlaufstelle für Rückmeldungen der Kundinnen und Kunden gedacht. Darüber hinaus haben auch die persönlichen Fallmanagerinnen und Fallmanager stets ein offenes Ohr für die Sorgen und Belange ihrer Kundinnen und Kunden. „In den inzwischen elf Jahren, die es den Kundendialog bereits gibt, hat sich dieser sehr gut als Anlaufstelle für Anregungen und Hinweise bewährt und wird seither rege genutzt“, betont die Erste Kreisbeigeordnete und für den Eigenbetrieb Neue Wege zuständige Dezernentin Diana Stolz. „Bei Neue Wege möchten wir unsere Arbeit immer weiter verbessern, um unsere Kundinnen und Kunden bestmöglich auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Dafür sind die Rückmeldungen, die wir über den Kundendialog erhalten, unglaublich wertvoll. Darum stand der Kundendialog von Neue Wege den Bürgerinnen und Bürgern auch in dem vergangenen Pandemiejahr wie gewohnt zur Verfügung.“

Der kundenorientierte Erfolg einer Behörde wird dabei an vielen Faktoren gemessen. Eine moderne Verwaltung muss sich stetig weiterentwickeln und somit hat der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern einen hohen Stellenwert bei Neue Wege. Es bedeutet viel mehr als nur das Abarbeiten von Beschwerden: Die Kundendialog-Mitarbeitenden beantworten alle Rückmeldungen schnellstmöglich, dokumentieren diese sorgfältig und werten sie aus. Jedes Jahr gibt es dann eine Gesamtauswertung in einem Bericht. Im Jahr 2020 mit erstaunlichen Ergebnissen. Für dieses besondere Jahr waren im Vergleich zu 2019 die Anzahl der Beschwerden um 34 Prozent zurückgegangen. Lag die Zahl der Eingaben in den ersten drei Monaten des Jahres 2020 noch auf üblichem Niveau, zeigte sich ab April ein starker Abfall der Eingaben. Die Zahl der Eingaben ist in den Frühlingsmonaten und im Frühsommer auf einen historisch niedrigen Stand zurückgegangen. Ab Ende des Sommers 2020 stieg die Zahl der Eingaben dann wieder nach und nach an, erreichten bis zum Jahresende jedoch nicht das Niveau der Vorjahre.

erstellt am 05.03.2021
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Kreis Bergstraße zeigt sich optimistisch

Arbeitslosenquote im Februar im Kreis Bergstraße deutlich gesunken

Kreis Bergstraße (kb). Die Corona-Pandemie ist mit den beiden Lockdowns an der Wirtschaft nicht spurlos vorbeigegangen. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) schrumpfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr um 5,3 Prozent. Da inzwischen weltweit gegen das Coronavirus geimpft wird, dürfte sich die Wirtschaftsleistung in absehbarer Zeit jedoch wieder etwas erholen. Aber auch wenn der Arbeitsmarkt in Deutschland bis jetzt relativ stabil geblieben ist, lässt die zweite Welle der Corona-Pandemie hier noch keine Erholung zu.Aktuell ist eine verlässliche Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung für die kommenden Monate allerdings nicht einfach. Es spielen viele schwer einschätzbare Faktoren eine große Rolle wie beispielsweise der weitere Verlauf der Pandemie und deren Maßnahmen zur Eindämmung. Aber auch die allgemeine Weltwirtschaftslage, das Konsum- und Sparverhalten der Bürgerinnen und Bürger und nicht zuletzt die Reaktionen der Finanzmärkte. Viele der von Wirtschaftsexperten veröffentlichten Prognosen und Analysen werden im Laufe des Jahres höchstwahrscheinlich korrigiert werden.

 

An der hessischen Bergstraße zeigt der Markt aktuell keine großen Berg- oder Talfahrten bei den Arbeitslosenzahlen im Bereich der SGB II-Beziehenden (Hartz IV), sondern ist relativ stabil. Dabei ist die aktuelle Arbeitslosenquote im Kreis Bergstraße im Vergleich zum Vormonat sogar von 4,5 Prozent auf 4,3 Prozent gesunken. „Wir sind glücklich, dass es trotz der aktuell immer noch geltenden Maßnahmen zu Eindämmung der Pandemie zu einem Rückgang der Arbeitslosenquote bei uns gekommen ist“, betont Landrat Christian Engelhardt. „Die geplanten schrittweisen Lockerungen und die sich daraus ergebenden Öffnungsperspektiven für viele Arbeitsbereiche geben mir Grund zur Hoffnung, dass es auch in den kommenden Wochen einen weiteren Rückgang geben könnte. Seit Beginn der Pandemie hat der Landrat einen Fokus nicht nur im Bereich des Gesundheitsschutzes sondern auch der Wirtschaftsförderung gelegt und gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft vielfältige Wege zur Unterstützung der Unternehmen beschritten: „Unser Anliegen ist, dass der Wirtschaftsstandort gut durch die Krise kommt und wir die Förderprogramme des Bundes und des Landes aber auch die Chancen unser guten Infrastruktur nutzen, die Wirtschaftsregion stark zu machen.“

 

Die Arbeitslosenquote im Kreis Bergstraße lag im Februar bei 4,3 Prozent – die südhessische Durchschnittsquote hingegen bei 5,5 Prozent. Dies lässt auch die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, die gleichzeitig die für den Eigenbetrieb „Neue Wege“ zuständige Dezernentin ist, der Zukunft des Bergsträßer Arbeitsmarkts zuversichtlich entgegenblicken. „Wir erleben nun die sichtbaren Folgen der Corona-Pandemie für den Arbeitsmarkt. Erfreulicherweise fallen diese für uns an der Bergstraße deutlich geringer aus, als wir im vergangenen Jahr noch gefürchtet haben“, so Stolz. „Dennoch ist die Zukunft voller Unwägbarkeiten. In dieser herausfordernden Zeit wollen wir für unsere Kundinnen und Kunden weiter da sein und eine schnelle Leistungsgewährung sicherstellen.“

 

„Die noch relativ starke Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes im Kreis Bergstraße und den benachbarten Metropolregionen bietet auch zukünftig gute Potentiale für die rasche Integration von arbeitsmarktnahen Kundinnen und für die arbeitsplatznahe Qualifizierung von aktivierten Kunden“, so schätzt Landrat Christian Engelhardt die momentane Lage ein. „Im Kreis Bergstraße gehen wir gerade im Lager- und Logistik-Bereich, in den Handwerksbereichen Elektro-, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie in den unternehmensnahen Dienstleistungen von einer verstärkten Fachkräftenachfrage und damit von guten Vermittlungsmöglichkeiten aus“, betont die für das Kommunale Jobcenter des Kreises Bergstraße „Neue Wege“ zuständige Dezernentin Diana Stolz.

erstellt am 02.03.2021
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Gesellschaftliche Teilhabe auch in Corona-Pandemie ermöglichen