Nachhaltig Jobs vermitteln.

Neue Betriebsleiterin des Eigenbetriebs Neue Wege vorgestellt / Dr. Melanie Marysko übernimmt Chefposten bei Bergsträßer Eigenbetrieb Kreis Bergstraße (kb). Dr. Melanie Marysko ist seit August die neue Betriebsleiterin des Eigenbetriebes Neue Wege Kreis Bergstraße – kommunales Jobcenter. Sie ist somit für die vier kommunalen Jobcenter mit den Standorten Heppenheim, Mörlenbach, Viernheim und Bürstadt zuständig. Die Erste […]

Stark. Sozial. Vor Ort.

Hessische Kommunale Jobcenter helfen in der Corona-Krise

Kreis Bergstraße (kb). Wie es ist, unverschuldet in finanzielle Not zu geraten und nicht zu wissen, wie der monatliche Lebensunterhalt sichergestellt und die Miete aufgebracht werden soll, erfahren während der Corona-Pandemie viele bislang uneingeschränkt Erwerbstätige. Insbesondere bei den sogenannten „Soloselbständigen“ brachen von einem auf den anderen Tag Aufträge und Einnahmen weg. Mit dem Sozialschutzpaket hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) übergangsweise die Möglichkeit eröffnet, unter erleichterten Bedingungen schnell und unkompliziert Grundsicherungsleistungen nach dem SGB II zu beantragen. Dass dieser Schritt für viele notwendig war und ist, bezeugt der weit überdurchschnittliche Anstieg der Neuantragszahlen in den Kommunalen Jobcentern.

Allein im Juli waren im Landkreis Bergstraße 6.584 Personen arbeitslos gemeldet, was einer Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent entspricht. Bei Neue Wege Kreis Bergstraße – Kommunales Jobcenter – wurden gegenüber dem Vergleichszeitraum Juli 2019 28% mehr Neuanträge auf Arbeitslosengeld II (umgangssprachlich auch „Hartz IV“ genannt) gestellt.

„Unser Kommunales Jobcenter und deren Mitarbeitende arbeiten motiviert und unermüdlich daran, den Bürgerinnen und Bürgern so schnell wie möglich zu helfen. Um diese Aufgabe zu bewältigen, haben die Verantwortlichen mit dem Lock-Down Mitte März „über Nacht“ interne Arbeitsprozesse an die neue Situation angepasst.“ so die für das Kommunale Jobcenter zuständige Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz. Da keine persönlichen Vorsprachen mehr stattfinden konnten, setzen die Kommunalen Jobcenter verstärkt auf Beratung per Telefon und E-Mail. Die Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktförderung, die Betreuung der Kunden im Zusammenhang mit der Eingliederung in den Arbeitsmarkt und auch die soziale Betreuung haben die Kommunalen Jobcenter teilweise unter verstärkter Zuhilfenahme digitaler Medien und Formaten wie Videokonferenzen aufrechterhalten. Nach dem Lock-Down galt es, Qualifizierungen und Maßnahmenangebote gemäß den Gesundheitsschutz-Richtlinien schrittweise wieder zu reaktivieren. Oberste Prämisse während der Corona-Krise war, dass kein Leistungsempfänger eines Kommunalen Jobcenters verloren geht bzw. seine Ansprüche nicht geltend machen kann.

„Neue Wege als Kommunales Jobcenter des Kreises Bergstraße konnte sehr schnell auf die neuen Herausforderungen der Krise reagieren. So hatte das Jobcenter schon vor der Corona-Pandemie die digitale Plattform NWdigital für ihre Kunden eingeführt, über die beispielsweise Unterlagen digital eingereicht werden können. Zudem bietet das Jobcenter auf der Neue Wege-Internetseite aktuelle Informationen im Zusammenhang mit dem Coronavirus und SGB II an. Diese werden ständig aktualisiert“ so Stolz.

„Der Ausbau der digitalen Angebote für die Kunden bei Neue Wege schreitet gleichzeitig immer weiter voran. So gibt es nun die Möglichkeit über NWdigital auch Termine im Jobcenter vorher online anzumelden. Unter dem Motto „Wartezeit ade! – Buchen Sie online Ihren Wunschtermin“ wird die Online-Terminvergabe in den nächsten Tagen freigeschaltet. Dies bedeutet für die Zukunft eine weitere, flexible, sichere, schnelle Terminierung von überall. Die Kundinnen und Kunden von Neue Wege sparen so Zeit und können zudem die Kontakte in Corona-Zeiten so gering wie möglich halten. Selbstverständlich ist diese Funktion auch für mobile Endgeräte optimiert“ freut sich Stolz und dankt den engagierten Mitarbeitenden, die dies ermöglicht haben.

„Wir sind froh darüber, dass die Corona-Schutzmaßnahmen wieder etwas für die Kunden unseres kommunalen Jobcenters Neue Wege gelockert werden können“, so Dezernentin Diana Stolz. „Ab sofort sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Terminabsprache wieder im persönlichen Direktkontakt für die Menschen da.“ Denn: Nach Terminvereinbarung finden wieder Beratungen an allen vier Standorten statt. Zur Terminvereinbarung und alleinigen Abgabe von Unterlagen sollten aber unbedingt die bekannten Kommunikationsmöglichkeiten weiter genutzt werden. Die Kunden erreichen das Kommunale Jobcenter Neue Wege über den Online-Service NW Digital (https://www.neue-wege.org/nwdigital/), per Post, per Fax, per E-Mail sowie per Telefon mit Durchwahl ihrer Ansprechpartner oder der zentralen Telefonnummer ihres zuständigen Jobcenters. Die allgemeinen Kontaktdaten stehen zudem auf der Homepage www.neue-wege.org.

 

Die Kommunalen Jobcenter stellen in der Krise ihre hohe Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit unter Beweis. Sie reagieren schnell, innovativ und anpassungsfähig auf die veränderten Bedingungen. Mit ihren lokalen Partnern wie zum Beispiel Trägern der Arbeitsmarkförderung, Wirtschaftsförderung und sozialen Beratungsstellen finden sie schnelle Lösungen. Über allem steht das Credo der Kommunalen Job-Center in ganz Deutschland: #Stark.Sozial.VorOrt.

erstellt am 07.08.2020

Nach Terminvereinbarung sind wir für Sie persönlich da!

Ab sofort (27.07.2020) sind wir NACH TERMINVEREINBARUNG für Sie da:

 

In den Servicepoints:

Bei Antragstellung

Im Fallmanagement:

Bei der Antragsabgabe eines Erstantrags, bei Beratungsgesprächen wichtiger Leistungsangelegenheiten ALG II und bei Beratungsgesprächen rund um die Vermittlung in Arbeit.

Zur Terminvereinbarung und alleinigen Abgabe von Unterlagen nutzen Sie bitte unbedingt unsere anderen Kontaktmöglichkeiten. Wir sind erreichbar:

  • über den Online-Service NW Digital (https://www.neue-wege.org/nwdigital/)
  • per Post
  • per Fax
  • per zentraler E-Mail oder E-Mailadresse Ihrer Ansprechpartner
  • per Telefon mit Durchwahl Ihrer Ansprechpartner oder der zentralen Telefonnummer Ihres zuständigen Jobcenters

 

Unsere allgemeinen Kontaktdaten finden Sie auf unserer Homepage. Die Kontaktdaten der für Sie zuständigen Mitarbeitenden finden Sie auf unseren Schreiben im rechten oberen Teil.

 

Bitte kommen Sie pünktlich und beachten Sie, dass wir Ihnen nur zum Zeitpunkt des Termins Zutritt zum Gebäude gewähren können.

Als Begleitung ist maximal eine weitere Person zugelassen.

Bitte bringen Sie zum Termin Ihr Einladungsschreiben mit und zeigen Sie dieses am Empfang vor.

Bitte beachten Sie außerdem die Maskenpflicht!

 

„Einstiegsoffensive“ wird digitaler

Jobcenter „Neue Wege“ entwickelt Erfolgsprogramm „Einstiegsoffensive“ weiter

Bild: stock.adobe.com/DOC RABE Media

Kreis Bergstraße (kb). Seit nunmehr zwölf Jahren bietet das Kommunale Jobcenter „Neue Wege“ des Kreises Bergstraße seinen Kundinnen und Kunden die Fördermaßnahme „Einstiegsoffensive“ an. Ziel dieses Angebots ist es, die Kunden schnell und effizient bei ihrer Suche nach einer Arbeitsstelle zu unterstützen. Hierfür führen Mitarbeitende des Jobcenters persönliche Beratungsgespräche mit den Arbeitssuchenden und Coaches machen mit den Kundinnen und Kunden Workshops, um sie bestmöglich zu fördern. „Die Einstiegsoffensive ist ein echtes Erfolgsprogramm in unserem Kreis: Rund die Hälfte aller Teilnehmenden findet mit Hilfe dieser Fördermaßnahme einen neuen Arbeitsplatz“, betont die Erste Kreisbeigeordnete und für „Neue Wege“ zuständige Dezernentin Diana Stolz. „Damit die Mitarbeitenden die Kundinnen und Kunden auch künftig bestmöglich unterstützen können, ist es notwendig, dass wir dieses Förderinstrument weiterentwickeln und dafür auch verstärkt digitale Medien nutzen.“

Landrat Christian Engelhardt, der sich bereits seit seinem Amtsantritt für eine moderne und digitale Kreisverwaltung einsetzt, freut sich über die Weiterentwicklung hin zu einer digitalen Einstiegsoffensive. „Mir als technikaffiner Mensch ist es wichtig, dass unsere Verwaltung für die Bürgerinnen und Bürger da ist und zwar genau so, wie diese uns brauchen. Ich bin mir sicher, dass wir daher immer mehr auf den Online- und Digital-Bereich setzen müssen“, so Engelhardt. „Zusätzlich hat uns die aktuelle Corona-Pandemie gezeigt, dass wir alle von einer digitalen Ausrichtung unserer Angebote profitieren können.“

Die einzelnen Bausteine der Einstiegsoffensive waren bisher auf Präsenztermine ausgerichtet. Durch die Corona-Pandemie ist diese Form seit Mitte März jedoch kaum noch möglich. Um ihre Kundinnen und Kunden auch in dieser erschwerten Situation weiterhin bestmöglich unterstützen zu können, beraten die Einstiegsoffensive-Coaches ihre Klientinnen und Klienten nun überwiegend telefonisch und nutzen zudem vermehrt digitale Alternativen. Im Rahmen der Weiterentwicklung des Konzepts der Einstiegsoffensive haben die Coaches außerdem bereits neue, digitale Schulungsunterlagen erstellt, mit denen die Teilnehmenden sich selbst in Sachen Bewerbungen fit machen und die eigenen Kompetenzen stärken können.

Es sind aber noch weitere Schritte für die Weiterentwicklung der Einstiegsoffensive geplant. So sollen etwa neue Coaching- und Kommunikationsformen genutzt werden, wie Coachings via Videochat oder WhatsApp-ähnliche Chatlösungen, die die Kommunikation mit den Kundinnen und Kunden vereinfachen sollen. Auch der Aufbau einer Lernbörse sowie ein interaktives Onlinetraining sind geplant. Zusätzlich soll es den Coaches künftig möglich sein, den Teilnehmenden aus der Ferne zu helfen. Durch eine Softwarelösung, die nach Freigabe durch die Klienten einen erlaubten Fernzugriff auf den PC der Teilnehmenden ermöglicht, könnten die Coaches beim Bedienen des Computers und der Software helfen sowie bei Online-Bewerbungen oder beim Überarbeiten von Bewerbungsunterlagen unterstützen. Bei all diesen Weiterentwicklungen achtet „Neue Wege“ darauf, dass der Datenschutz gewährleistet ist.

Trotz der digitalen Alternativen ist es das Ziel von „Neue Wege“, die Arbeitssuchenden sobald wie möglich wieder vollumfänglich vor Ort beraten zu können – insbesondere die Personen, denen kein oder kaum technische Ausstattung zur Verfügung steht. Für die weitere Zukunft sieht die Erste Kreisbeigeordnete jedoch eine Balance zwischen Präsenzterminen und digitalen Angeboten. „Ich bin davon überzeugt, dass die Zukunft der Arbeit in unseren Jobcentern eine ausgewogene Mischung aus persönlichem Kontakt und digitalem Arbeiten bestehen wird“, so Stolz.

erstellt am 26.06.2020

Eine moderne und digitale Verwaltung

Der Verwaltungspreis 2020 „Gute Verwaltung“ für Verwaltungen und Behörden im deutschsprachigen Raum wird an das Jobcenter „Neue Wege“ für das Kundenportal „NWdigital“ vergeben / Kreisverwaltung bewährt sich aufgrund Digitalisierung gerade auch in der Corona-Pandemie

NWdigital

Kreis Bergstraße (kb). Moderne Verwaltung bedeutet, das Angebot an den heutigen Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger auszurichten. Darum verfolgt der Bergsträßer Landrat Christian Engelhardt eines seiner Kernziele bereits seit seinem Amtsantritt mit Nachdruck: die Modernisierung und Digitalisierung der Kreisverwaltung, um diese so für das Kommunikationszeitalter gut aufzustellen. Auf seine Initiative hin wurde ein Team gebildet, das sich nur um die Modernisierung der Kreisverwaltung und das Thema „egovernment“ kümmert. „Mir als technikaffiner Mensch ist es wichtig, dass unsere Verwaltung für die Bürgerinnen und Bürger da ist und zwar genau so, wie diese uns brauchen. Ich bin mir sicher, dass dies immer mehr im online und digitalen Bereich sein“, so Engelhardt.

 

In der aktuellen Coronakrise zeigt sich, wie weit der moderne Landrat der Bergstraße die Digitalisierung seiner Verwaltung bereits vorangetrieben hat: Das Home-Schooling der Bergsträßer Schüler funktioniert sehr gut – auch dank des Office 365-Pakets, das die Kreisverwaltung jedem Schüler und jeder Schülerin kostenlos zur Verfügung stellt. Ein großer Teil der Verwaltungsmitarbeiter arbeitet via Home-Office von zuhause und Besprechungen sowie Pressekonferenzen finden nur noch via Videokonferenz statt. Verschiedene Online-Dienste der Kreisverwaltung ermöglichen es zudem Bürgerinnen und Bürgern, ihr Anliegen bequem von zuhause zu erledigen. So können Bergsträßerinnen und Bergsträßer unter bestimmten Voraussetzungen zum Beispiel ihr Fahrzeug via iKfz online zulassen und außer Betrieb setzen oder über die Internet-Plattform „NWdigital“ Dokumente und Formulare etwa für den Antrag auf SGB II – Leistungen beim Kommunalen Jobcenter Neue Wege einreichen. Gerade diese Internet-Plattform wird während der aktuellen Corona-Pandemie vermehrt genutzt. Die Nutzerzahlen haben sich allein innerhalb der letzten vier Wochen um 500 Nutzende auf insgesamt 1600 erhöht.

 

Wie hervorragend die moderne Bergsträßer Verwaltung und ihre bürgerorientierten Online-Services sind, belegt unter anderem der Preis „Gute Verwaltung“, mit dem „NWdigital“ jüngst ausgezeichnet wurde. Mit diesem Preis kürt das Public Service Lab gemeinsam mit der Hochschule für Wirtschaft und Technik Berlin (HWT) seit 2019 jährlich besonders gelungene Projekte und Ansätze aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die die Verwaltungsarbeit in puncto Bürgerorientierung revolutionieren. Für diesen Preis hatte sich 2020 auch das kommunale Jobcenter Bergstraße „Neue Wege“ mit seiner vom Land Hessen geförderten Internet-Plattform „NWdigital“ beworben und auch gewonnen. „Unser Jobcenter war deutschlandweit das erste, das einen solchen digitalen Dienst für seine Kunden angeboten hatte. Die Resonanz der Kunden ist extrem positiv und ‚NWdigital‘ wird breit genutzt. Die Auszeichnung mit dem Preis ‚Gute Verwaltung‘ ist ein weiterer Beweis für die hervorragende Qualität dieses Angebots. Das Interesse ist deutschlandweit groß an „NWdigital“. Mit unserem Jobcenter revolutionieren wir in der Tat das Verwaltungshandeln und sind Vorbild für viele andere Bereiche“, freut sich die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz über den Preis. Als für „Neue Wege“ zuständige Dezernentin sei sie vor allem stolz darauf, wie innovativ ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des Angebots nutzen würden, die man ihnen einräume. Auch die Betriebsleitung des kommunalen Jobcenters Bergstraße ist von der Auszeichnung überwältigt: „Dass wir zu den drei Siegern gehören, ist für uns eine ganz tolle Auszeichnung und eine Bestätigung unserer Arbeit“, so der stellvertretende Betriebsleiter Harald Weiß.

 

Die Verleihung des Preises „Gute Verwaltung“ musste aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden. Sobald die Konferenz „Public Service Lab“ stattfinden kann, wird diese jedoch nachgeholt. Neben „NWdigital“ wurden die Projekte „Servicebüro.Bauen Zukunftsfähige Bauberatung Herrenberg“ und „aha plus – Jugend.Engagement.App“ aus Dornbin, Österreich, mit dem Preis ausgezeichnet.

 

„Die Auszeichnung von ‚NWdigital‘ in dieser einmaligen und ungewöhnlichen Situation ist ein wichtiges Signal für unsere Verwaltung aber auch für die Bürgerinnen und Bürger. Es zeigt: Unsere Verwaltung ist für die aktuelle Situation gut aufgestellt und leistet hervorragende Arbeit“, betont Landrat Christian Engelhardt. „Dass wir so gut mit der aktuellen Situation umgehen können, liegt nicht zuletzt daran, dass unsere Verwaltung modern ist und wir hervorragend geschulte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben, die ihre Aufgaben großartig erledigen. Ich werde mich deshalb weiter dafür einsetzen, dass unsere Verwaltung noch moderner und digitaler wird, um noch besser arbeiten zu können und noch besser für unsere Bürgerinnen und Bürger da sein zu können.“

Mehr Infos:
erstellt am 23.04.2020

Kundendialog bei Neue Wege feiert Geburtstag.

Zusätzliches Dialogformat des Jobcenters Neue Wege hat sich bewährt.

Kreis Bergstraße (kb). 4012-mal wurde er bereits genutzt – der so genannte Kundendialog des Eigenbetriebs Neue Wege, des Jobcenters des Kreises Bergstraße. Hier können Bergsträßerinnen und Bergsträßer Anregungen, Hinweise, Kritik, aber auch Lob zu den Aufgaben und Arbeiten, die das Kommunale Jobcenter des Kreises Bergstraße wahrnimmt, loswerden. Per E-Mail, Telefon oder Post. Nun feiert diese neutrale Anlaufstelle ihr zehnjähriges Bestehen. „Unser Anliegen ist es, die Arbeit unseres Jobcenters stetig zu optimieren, damit die Menschen im Kreis möglichst rasch und gut ihren Weg zurück in den Arbeitsmarkt finden“, betont die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, die als Dezernentin unter anderem für das Jobcenter zuständig ist. „Der Kundendialog steht den Kunden zusätzlich zur persönlichen Fallmanagerin oder zum persönlichen Fallmanager als neutrale Instanz zur Verfügung. Er hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut als Anlaufstelle für Anregungen und Hinweise bewährt und wird rege genutzt.“

Bereits im Januar 2010 haben die Mitarbeitenden von Neue Wege das Beschwerdemanagement in Leben gerufen, seit 2019 wird es unter dem Namen „Kundendialog“ geführt. Schon im Gründungsjahr wurden 291 Anliegen an die neue Anlaufstelle gerichtet. Seither hat sich der Kundendialog gar noch stärker etabliert: Im Jahr 2017 wurden mit knapp 580 Anliegen bislang die meisten Eingaben gezählt, was unter anderem der Einführung der digitalen Akte bei Neue Wege geschuldet war. Im Jahr 2019 wurde der Kundendialog 398 Mal in Anspruch genommen. Die Erkenntnisse aus den Eingaben werden regelmäßig ausgewertet. Sie stellen eine wichtige Säule zur Qualitätssicherung und -steigerung der Dienstleistungen des Kommunalen Jobcenters dar. Am häufigsten wird der Kundendialog von Leistungsberechtigten genutzt. Stets ist es ein respektvoller Umgang im persönlichen Kontakt der – wenn nötig – die Grundlage für das Finden konstruktiver Lösungen bildet. Gerade das Erklären und Vermitteln der behördlichen Vorgänge und Vorgaben schafft Verständnis füreinander.

„Es tut gut, Menschen in einer schwierigen Situation Zeit zu schenken, Zuversicht zu vermitteln und gleichzeitig die Fallmanagerinnen und Fallmanager zu entlasten“ – so empfinden es die Mitarbeiterinnen des Kundendialogs, die engagiert die Anliegen entgegennehmen. Erste Anlaufstelle für die Fragen und Probleme der Kunden bleiben jedoch immer die jeweiligen Fallmanagerinnen und Fallmanager. Den Kundendialog des Bergsträßer Jobcenters erreichen Interessierte unter der Telefonnummer 06252-156700, per E-Mail unter kundendialog@neue-wege.org oder per Post (Kundendialog, Postfach 1142, 64629 Heppenheim).

erstellt am 26.02.2020

Arbeitslosigkeit auf Tiefstand

Arbeitslosigkeit in 2019 auf historischem Tiefstand im Kreis

Jahresübersicht 2019

Kreis Bergstraße (kb). Zum Jahresende 2019 waren im Landkreis Bergstraße 4.921 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Arbeitslosenzahl damit um 0,4 Prozent (22 Personen). Die Arbeitslosenquote – bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen – lag im Kreis Bergstraße insgesamt bei 3,3 Prozent. Im Vorjahresmonat waren es 3,4 Prozent gewesen. Zum Vergleich: Hessenweit liegt die Arbeitslosenquote derzeit bei 4,3 Prozent, deutschlandweit wird eine Quote von 4,9 Prozent verzeichnet. Auch die Erwerbslosen-Zahlen im Bereich SGB-II sind äußerst positiv: So liegt die SGB-II-Quote im Kreis Bergstraße aktuell bei 1,7 Prozent. Hessen verzeichnet eine Quote von 2,7, Deutschland eine von 3,0.

Die Arbeitsmarktzahlen zum Jahresabschluss 2019 zeigen damit noch mal klar: Im Jahr 2019 war die Arbeitslosigkeit im Kreis Bergstraße auf einem historischen Tiefstand. Im Verlauf des Jahres war die Quote kontinuierlich von 3,8 Prozent auf 3,3 Prozent gesunken. Im Sozialhilfebereich hat sich die Quote von 2,1 Prozent im Januar ebenfalls kontinuierlich auf 1,7 Prozent zum Jahresende verringert.

„Die geringe Arbeitslosigkeit im Kreis Bergstraße und die niedrigen SGB-II-Zahlen sind Ausdruck unserer sehr guten wirtschaftlichen Situation – auch im Vergleich zu den anderen hessischen Regionen“, kommentierte Landrat Christian Engelhardt die Entwicklung. Für den Bergsträßer Landrat ist ein Teil des Erfolgsrezepts, dass der Kreis konsequent die Vorteile seiner Lage als Teil zweier Metropolregionen nutzt. „Kurze Wege in zwei Metropolregionen, eine sehr gute Verkehrsinfrastruktur und gute Bedingungen für die Ansiedlung und den Ausbau von Unternehmen machen den Kreis zu einem sehr attraktiven Pflaster. Davon profitieren wir alle,“ erklärt Engelhardt die Wirtschaftsstrategie des Kreises.

Für Engelhardt ist das eigentliche Geheimnis des Erfolgs aber noch ein anderer Faktor: „Ein Unternehmen kann nur dann erfolgreich sein, wenn es gute Mitarbeiter hat. Wir setzen deshalb alles daran, dass die Menschen sich gerne an der Bergstraße niederlassen, weil sie hier beste Lebensbedingungen vorfinden.“ Dazu gehören für Engelhardt insbesondere hervorragende Schulen, eine gute Nahversorgung sowie ein breites Gesundheits- und auch Freizeitangebot. „Das haben wir und das macht uns attraktiv“, sagt Engelhardt. „Mit den Angeboten im Bereich der Gesundheitsprävention sind wir inzwischen auch Vorzeigeregion in Hessen“, ergänzt Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Diana Stolz.

Der Erfolg des Kreises sorgt aber auch für neue Herausforderungen: Die Lage auf dem Wohnungs- und Immobilienmarkt ist recht angespannt. Auch an den Schulen müssen in den kommenden Jahren zahlreiche zusätzliche Plätze geschaffen werden. „An den Schulen werden wir in den kommenden Jahren eine Rekordsumme investieren und damit ausreichend Kapazitäten schaffen. Dafür erstellen wir gerade mit unserem Schulentwicklungsplan Plus die Voraussetzungen“, erläutert Engelhardt. Schwieriger sei die Lage auf dem Wohnungsmarkt. Doch auch hier unterstütze der Kreis die Städte und Gemeinden bei der Ausweisung von Bauland und der besseren Vermarktung von vorhandenem Wohnraum.

Auch gegen den drohenden Ärztemangel ist der Kreis aktiv: „Mit unserem Konzept der ortsnahen ärztlichen Versorgung im Odenwald und Ried, NOVO und NORIE, stärken wir die Zusammenarbeit der bestehenden Praxen“, erklärt Diana Stolz. Zusätzlich bemüht sich der Kreis, mit dem Schnupperprogramm „Landpartie 2.0“ junge Mediziner für die Tätigkeit als Arzt im ländlichen Raum zu begeistern. „Hier sind unsere Erfahrungen bislang sehr gut, das Programm wird gut angenommen“, sagte Stolz.

Engelhardt und Stolz sehen den Kreis damit gut für die Zukunft aufgestellt.

Erstellt 03.01.2020

 

NAVI Bergstraße – Berufliche Perspektiven für Geflüchtete

Berufliche Perspektiven für Geflüchtete: Neue Wege zieht positive Zwischenbilanz zur Berufsberatung für Flüchtlinge

Der Eigenbetrieb Neue Wege setzt auf innovative Maßnahmen.

 Kreis Bergstraße (kb). Zielgruppengerechte Beratung und Betreuung – dies sind Erfolgsrezepte, um langzeitarbeitslosen Menschen einen passenden Job zu vermitteln. Auch der Maßnahme NAVI „Infopoint for refugees“ liegt dieses Credo zugrunde. „NAVI“ ist ein Angebot des Eigenbetriebes Neue Wege Kreis Bergstraße -kommunales Jobcenter-, das im Rahmen der Flüchtlingsbetreuung umgesetzt wird. Hier werden geflüchtete Menschen in Einzel-Gesprächen und Einzel-Coachings darüber beraten, wie sie ihren beruflichen Weg in Deutschland beziehungsweise im Kreis Bergstraße bestmöglich selbständig gehen können. Das Beratungsangebot NAVI Bergstraße ist rechtskreisfrei und wird zum großen Teil über das Arbeitsmarktbudget, ein Förderprogramm des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration des Landes Hessen und den Europäischen Sozialfonds finanziert.

Warum gibt es dieses Programm? Junge Zugewanderte befinden sich in Deutschland in einer fremden Bildungs- und Förderlandschaft. Um beruflich Fuß zu fassen, benötigen die meisten professionelle Hilfe, einen persönlichen Plan A und B und auch soziale Unterstützung. Dies leisten NAVI und Neue Wege intensiv seit drei Jahren mit einer vorausschauenden, niedrigschwelligen Flüchtlingsberatung, die bereits 2015 im Jobcenter konzeptionell vorbereitet wurde. Ziel der Beratung, die von erfahrenen Coaches durchgeführt wird, ist auch die Stärkung des Selbstbewusstseins und der Selbstständigkeit der Gesprächspartner/innen. Im Gespräch werden beispielsweise die persönlichen Ziele, ein gangbarer Weg und die nächsten Schritte dahin festgelegt. Von Beginn an navigieren zwei erfahrene Beraterinnen die beruflichen Werdegänge von Geflüchteten über offene Sprechstunden. Bisher haben sie circa 2.500 Einzelcoachings durchgeführt. Pro Woche werden in den Jobcentern Heppenheim, Mörlenbach, Viernheim, Bürstadt und in der Sprachschule Lernmobil in Viernheim insgesamt 15 Stunden Beratung angeboten – ohne Terminanmeldung, flexibel entlang der Themen der Ratsuchenden. Für alle Flüchtlinge (unabhängig von ihrem Status) ist NAVI, ein wichtiges Hilfsangebot, vor allem auch in punkto kostenlose Deutschkurse für Arbeitssuchende und persönliche Wege Arbeit zu finden.

Denn ganz oben auf der Hitliste der Bedarfe der Geflüchteten steht seit zwei Jahren die so genannte berufliche Sprachförderung (DEUFÖV), ein weiteres Programm des BAMF: „Wo früher höchstens ein Anfängerkurs besucht wurde, streben heute jedes Jahr Hunderte Menschen aus Asien und Afrika im Kreis Bergstrasse nach berufsqualifizierenden Fortgeschrittenenkursen mit dem Abschluss B2 oder C1. Damit können sie nachweislich bessere Jobs finden und diese langfristig ausüben“, wissen die Beraterinnen Martina Seeger und Christine-Robin Weis.

Eine besondere Herausforderung in der Beratung bei NAVI ist das Thema Anerkennung ausländischer Qualifikationen. Geflüchtete müssen ihre Schulabschlüsse beim staatlichen Schulamt in Darmstadt, Uniabschlüsse bei der Kultusministerkonferenz Berlin, Berufsabschlüsse bei den jeweiligen Kammern und Verbänden anerkennen lassen. Diese komplizierten Verfahren kosten Zeit und Geld. Hier zeigt Navi mögliche Wege und Unterstützer auf, und vermittelt gegebenenfalls weiter an branchenspezifische Berater.

„Mit dem Programm NAVI ist es uns einmal mehr gelungen, eine Maßnahme für eine für bestimmte Personengruppen erfolgreich umzusetzen“, erklärt Dezernentin Stolz. „Bei unserem Job-Center laufen eine Reihe dieser innovativen, passgenauen Maßnahmen. Dies ist ein Grund dafür, dass die SGB-II-Quote im Kreis Bergstraße so erfreulich gering ist.“ So läge diese Quote laut der Ende November veröffentlichten Zahlen bei 1,7 Prozent und damit um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. „Dies bedeutet ganz konkret, dass die Zahl der Arbeitslosen im SGB II-Bezug im Kreis noch einmal um 357 Personen im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist“, stellt Stolz heraus.

„Insgesamt waren im Landkreis Bergstraße im November 4.846 Menschen arbeitslos gemeldet“, so Stolz. Im Vormonat seien es 4.931 Menschen gewesen. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl damit um 1,7 Prozent (85 Personen) gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Arbeitslosenzahl um 1,5 Prozent (75 Personen). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag bei 3,3 Prozent. Im Vorjahr waren es 3,4 Prozent.

 

Weitere Informationen zu NAVI und den Aktivitäten des Job-Centers Neue Wege unter www-neue-wege.org.

29.11.2019

Jobcenter setzen verstärkt auf digitale Zukunft.

Hessen Kommunale Jobcenter starten mit digitaler Innovationswerkstatt: Kreis Bergstraße an Entwicklung von „modernem Werkzeugkoffer“ beteiligt. Bild: Gerhard Seybert/stock.adobe.com

 Kreis Bergstraße (kb) Der Arbeitskreis der 16 Hessischen Kommunalen Jobcenter, in dem auch der Kreis Bergstraße aktiv ist, will eine gemeinsame digitale Innovationswerkstatt entwickeln. Ein entsprechender Förderantrag, der von den Jobcentern des Kreises Bergstraße, Fulda, Offenbach, Groß-Gerau und des Main-Taunus erarbeitet wurde, ist bereits durch das Land Hessen genehmigt worden. In der Innovationswerkstatt sollen Themen, die einen direkten Nutzen für Kunden oder auch Mitarbeitende der Kommunalen Jobcenter (KJC) entfalten, geprüft, entwickelt und umgesetzt werden. Eine wohlüberlegte konzeptionelle Ausrichtung und Methodik sollen den Erfolg des Projektes sicherstellen. Unterstützt durch die Mittel aus dem Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) streben die Kommunalen Jobcenter die bundesweite Vorreiterrolle beim wichtigen Thema „Digitale Kompetenz“ für ihren Kundenkreis sowie für die Mitarbeiterschaft an.

„Es gibt bereits zahlreiche Ideen und Themen, die in diesem Zusammenhang realisiert werden können“, so äußert sich die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, die unter anderem für das Kommunale Jobcenter des Kreises zuständig ist, von dem Vorhaben begeistert und verrät erste Beispiele: „Videokommunikation, die Nutzung von Social Media bei der Ansprache Jugendlicher, die Nutzung von digitaler Medien zur Grundbildung, auch über `Erklär-Videos` und vieles mehr. Die Innovationswerkstatt der KJC wird uns bei der Digitalisierung unseres ohnehin schon digitalen, papierlosen Jobcenters noch weiter voranbringen und Mitarbeitenden und Kunden quasi einen modernen, gut gefüllten Werkzeugkoffer für ihre Tätigkeit im Jobcenter an die Hand geben.“ Für die Erfolgsfähigkeit der Digitalisierungswerkstatt sei allerdings während der Entwicklung der digitalen Lösungen die Einbeziehung sowohl der Mitarbeiterschaft als auch die der SGB-II-Kundinnen und -Kunden von entscheidender Bedeutung, so Stolz. Auch die Akteure selbst sind überzeugt, dass auf diesem Wege die Akzeptanz und Kompetenz für neue digitale Formen der Interaktion und Zusammenarbeit gezielt gefördert werden. Ebenso können die konkreten Bedürfnisse beider Parteien bei der Entwicklung mit einfließen und berücksichtigt werden.

Die Innovationswerkstatt soll dabei bewusst auch außerhalb der originären Strukturen stattfinden beziehungsweise umgesetzt werden, um Mitarbeiter*innen wie auch Kund*innen eine möglichst kreative und „unvoreingenommene“ Form der Zusammenarbeit zu ermöglichen. Räumlichkeiten, in denen aktuell Werkakademien der KJC durchgeführt werden, könnten hierfür genutzt werden und wären in der Regel bereits mit entsprechendem technischem Equipment ausgestattet. Ebenso werden die Kommunalen Spitzenverbände ihre Räumlichkeiten einbringen und auch die KJC selbst weitere geeignete Räume in ihren Häusern zur Verfügung stellen.

Darüber hinaus wird dafür Sorge getragen werden, dass im Rahmen des Projektes nötige IT-Expertise vorhanden ist. Für bestimmte Fachaspekte, zu denen nicht überall eine vertiefte Expertise in den KJC vorliegt (wie möglicherweise zur Methodik des Design-Thinking, die hier eingesetzt werden soll), sollen Berater hinzugezogen werden. Auch für besondere technische Aspekte, wie Funktionalitäten oder ähnlichen Details, wird externes Know-How eingeholt. Inhalte und Themen, die in der Innovationswerkstatt bearbeitet werden sollen, gäbe es zur Genüge, heißt es auch dem Arbeitskreis.

Erstellt 18.11.2019

Kreis Bergstraße mit TOP-Arbeitslosen- und SGB-II-Quoten

Kreis Bergstraße (kb). Im Oktober waren im Landkreis Bergstraße 4.931 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Arbeitslosenzahl damit um 2,9 Prozent (147 Personen). Die Arbeitslosenquote – bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen – lag im Kreis Bergstraße insgesamt bei 3,3 Prozent. Im Vorjahr waren es 3,5 Prozent gewesen. Zum Vergleich: Hessenweit liegt die Arbeitslosenquote derzeit bei 4,3 Prozent und damit deutlich höher. Deutschlandweit wird eine Quote von 4,8 Prozent verzeichnet.

„Die Arbeitslosenquote im Kreis Bergstraße befindet sich erneut deutlich unter dem bundesdeutschen und auch unter dem hessischen Schnitt“, zeigte sich Landrat Christian Engelhardt über die aktuellen Zahlen erfreut. Die überdurchschnittlich gute Situation am Bergsträßer Arbeitsmarkt sieht der Verwaltungschef unter anderem in der hohen Attraktivität der Region als Wirtschaftsstandort begründet. „Im Kreis befinden sich viele erfolgreiche Unternehmen, die deutlich wachsen. Zudem gibt es eine Reihe von Neu-Ansiedlungen. So hat beispielsweise mit der Eagle Actuator Components GmbH & Co. KG kürzlich ein internationaler Experte für Antriebselemente zur Emissionsminderung einen Standort in Heppenheim eröffnet.“ Dem Wirtschaftsstandort Bergstraße käme dabei auch seine geographische Lage zwischen zwei Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar zugute.

Doch nicht nur mit seinen niedrigen Arbeitslosenzahlen ist der Kreis Bergstraße führend. Auch die Entwicklung der Erwerbslosen-Zahlen im Bereich SGB-II ist äußerst positiv: So liegt die SGB-II-Quote im Kreis Bergstraße aktuell bei 1,8 Prozent. Für ganz Hessen ist dagegen eine Quote von 2,7, für ganz Deutschland von 3,1 verzeichnet.

„Unser Eigenbetrieb ‚Neue Wege‘, der für die Vermittlung von SGB-II-Empfängern zuständig ist, entwickelt regelmäßig neue, innovative Maßnahmen, die stets für ganz bestimmte Zielgruppen konzipiert und die damit überdurchschnittlich wirksam sind“, hob die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, die für das kommunale Jobcenter zuständig ist, hervor. So habe Neue Wege erneut eine Verringerung der Anzahl der Bedarfsgemeinschaften für den Kreis zu verzeichnen. Diese liegt nun bei 7126 und sank damit im Vergleich zum Vorjahresmonat um rund 5,5 Prozent (Berichtzeitraum Oktober 2019, Stand Juni 2019).

Erstellt am 30.10.2019