Am 6. März 2019 fand ein Fachtag für Kommunale Jobcenter und Organisations- bzw. Personalverantwortliche der hessischen Landkreise und kreisfreien Städte  statt. Der „Groß-Gerauer Impuls“ beschäftigte sich mit der Innovationsfähigkeit der Kommunalen Jobcenter (KJC).

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Groß-Gerauer Impuls 2019 – Das Kommunale Jobcenter als Innovationsmotor der Verwaltung_ _ ARBEITSWELT Hessen

Arbeitslosenquote weiter gesunken – August 2019

Kreis Bergstraße (kb). Im August waren im Landkreis Bergstraße 5049 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Arbeitslosenzahl um 241 Personen. Dies entspricht einem Minus von 0,2 Prozent. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag die Arbeitslosenquote somit bei 3,4 Prozent (Vorjahr: 3,6 Prozent). Im hessenweiten Vergleich liegt der Kreis Bergstraße damit deutlich vorn. In Hessen sank die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1.029 Personen. Fast ein Viertel davon entfällt auf den Kreis Bergstraße. Im Durchschnitt beträgt die Arbeitslosenquote in Hessen aktuell 4,5 Prozent.

„Seit über einem halben Jahr können wir hier im Kreis Bergstraße eine äußerst niedrige Arbeitslosenquote vorweisen“, freute sich Landrat Christian Engelhardt. Für die anhaltende sehr gute Entwicklung am Bergsträßer Arbeitsmarkt und die hervorragende Beschäftigungsquote macht der Verwaltungschef vor allem zwei Faktoren verantwortlich: „Dies lässt sich einerseits auf unsere einmalige geographische Lage als Teil der beiden Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar zurückführen. Gleichzeitig wächst der Kreis Bergstraße zusehends und wird somit für Unternehmen immer interessanter, welche wiederum neue Arbeitsplätze in unsere Region bringen. – Wir sind ein wirtschaftsstarker Landkreis!“

Gemeinsam mit der Ersten Kreisbeigeordneten Diana Stolz, die für das kommunale Jobcenter „Neue Wege“ des Kreises Bergstraße zuständig ist, freut sich Engelhardt über die hervorragende Vermittlung in den Arbeitsmarkt. „Nicht nur die Arbeitslosenquote, auch die Zahl der Hartz-IV-Empfänger ist im vergangenen Monat weiterhin rückläufig. Unser Eigenbetrieb ‚Neue Wege‘, der für die Vermittlung von SGB-II-Empfängern zuständig ist, leistet großartige Arbeit“, hob Stolz hervor. So ist die SGB-II-Quote im Kreis Bergstraße im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,3 Prozent auf 1,9 Prozent gesunken. Auch die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften in diesem Bereich sank um rund 5,7 Prozent und liegt nun bei 7215. „Der fortwährende Rückgang der SGB-II-Quote ist ein riesen Erfolg“, so die Erste Kreisbeigeordnete. „Die effektiven und innovativen Maßnahmen von ‚Neue Wege‘ machen den hiesigen Arbeitsmarkt für Kundinnen und Kunden zugänglich. Die ausgezeichnete und engagierte Arbeit der Jobcentermitarbeiterinnen und -mitarbeiter eröffnet jedem Einzelnen, der sich an uns wendet, um Arbeit zu finden, eine echte Perspektive.“

Chancengleichheit fördern, Mitmachen ermöglichen

Begrüßen die Erweiterung des Bildungs- und Teilhabepakets: Vize-Landrätin Diana Stolz (rechts) mit Stefan Rechmann und Sabine Emig vom Eigenbetrieb Neue Wege.

Kreis Bergstraße (kb) Kinder sollen ihre Fähigkeiten optimal entwickeln können und faire Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe und Bildung erhalten – möglichst unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten des Elternhauses. Um dies zu unterstützen, hat der Bund das Bildungs- und Teilhabepaket noch einmal ausgebaut. Gleichzeitig wird es bei der Antragstellung und der Abrechnung von Leistungen Vereinfachungen geben. Zur Umsetzung der entsprechenden Maßnahmen stehen für den Zeitraum von 2019 bis 2021 jährlich 220 Millionen Euro zur Verfügung. Entsprechende Änderungen treten zum 1. August 2019 in Kraft.

„Ich begrüße die Erweiterung des Bildungs- und Teilhabepakets sehr“, stellt die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, die unter anderem für den Eigenbetrieb Neue Wege und das Jugendamt des Kreises zuständig ist, heraus. „Denn um auf Dauer leistungsfähig und erfolgreich zu bleiben, müssen wir in Deutschland noch bessere Voraussetzungen dazu schaffen, dass jedes Kind seine individuellen Potentiale voll ausschöpfen kann. Die nun in Kraft tretenden Gesetzesänderungen sind ein richtiger Schritt in diese Richtung.“

Denn: Über das Bildungs- und Teilhabepaket erhalten leistungsberechtigte Kinder und Jugendliche mehr Möglichkeiten, um an Bildungs- und Förderangeboten im schulischen, sozialen und kulturellen Bereich teilnehmen zu können. So wird etwa der Betrag für die Ausstattung mit Schulbedarf von 100 auf 150 Euro pro Schuljahr erhöht und der Eigenanteil beim Schulessen entfällt vollständig. Der Bund übernimmt für Leistungsberechtigte zudem die Kosten für Ausflüge und mehrtägige Klassenfahrten. Auch die Kosten für eine außerschulische Lernförderung können, wenn bei den Kindern und Jugendlichen große Lerndefizite vorliegen, übernommen werden. Beiträge für Sport- und Kulturvereine oder Ferienangebote können mit bis zu 15,00 Euro monatlich bezuschusst werden.

„Viele Eltern stellt es vor gravierende finanzielle Herausforderungen, ihren Kinder eine vollständige Teilhabe zu ermöglichen und sie umfangreich zu fördern“, stellt Vize-Landrätin Stolz heraus. „Mit dem Bildungs- und Teilhabepaket wollen auch wir hier vor Ort `Mitmachen möglich machen`. Gerne setzen wir die Änderungen des Bildungs- und Teilhabepakets im Kreis um und werden auch intensiv auf die neuen Möglichkeiten aufmerksam machen.“

Wer hat Anspruch auf die Leistungen? Kinder und Jugendliche aus Familien, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe, Leistungen nach Paragraf 2 und 3 des Asylbewerberleistungsgesetzes erhalten oder Wohngeld und Kinderzuschlag beziehen, haben die Möglichkeit, die Leistungen des Bildungspaketes in Anspruch zu nehmen. Grundsätzlich anspruchsberechtigt sind Kinder und Jugendliche bis zum 25. Lebensjahr, die eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen und keine Ausbildungsvergütung erhalten.

Die Bearbeitung der Anträge für alle hier genannten Anspruchsberechtigten erfolgt zentral über den Eigenbetrieb Neue Wege Kreis Bergstraße -Kommunales Jobcenter. Weitere Informationen finden Sie unter der Hotline: 06252/15-6051 oder unter www.bildungspaket.neue-wege.org. Hier stehen auch alle entsprechenden Formulare zum Download bereit.

Ein weiterer Baustein für mehr Fachkräfte in der Region

Wirtschaftsförderung Bergstraße hat in Kooperation mit Neue Wege den neuen „Bewerberpool“ an den Start gebracht / Instrument ist in digitales Forum „HR-Netzwerk der Wirtschaftsregion Bergstraße“ integriert

Die Wirtschaftsregion Bergstraße / Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH (WFB) setzt sich für die Wirtschaft im Kreis Bergstraße und die damit verbundenen Arbeitsplätze ein. Dabei hat sie nicht zuletzt dem Fachkräftemangel den Kampf angesagt. „Auch in unserer Region suchen die Unternehmen vieler Branchen dringend qualifizierte Mitarbeiter“, weiß Dr. Matthias Zürker, Geschäftsführer der WFB. „Deshalb ist die Gewinnung, aber auch Bindung, von Fachkräften eine der größten Herausforderungen für diese“.

Von links: Andreas Furch, Projektmanager Unternehmerservice bei der Wirtschaftsregion Bergstraße / Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH (WFB), Kooperationsprojekt Neue Wege, Stefan Rechmann, Betriebsleiter des Eigenbetriebs Neue Wege Kreis Bergstraße -Kommunales Jobcenter-, und Dr. Matthias Zürker, Geschäftsführer der WFB.

 

Um den Personalentscheidern in der Wirtschaftsregion Bergstraße ein Forum zu geben, aktuelle Personalthemen zu diskutieren, sich auszutauschen und zu vernetzen, hat die WFB für sie die digitale Plattform „HR-Netzwerk der Wirtschaftsregion Bergstraße“ geschaffen. Mit einem neuen Instrument, dem so genannten „Bewerberpool“, bietet die WFB ihnen ab sofort die Chance, direkt mit Fachkräften, die sich beruflich neu orientieren wollen, in Kontakt zu treten. HR steht hierbei für „Human Resources“, also Arbeitskräfte. „Das gesamte HR-Netzwerk ist ein geschützter Bereich“, erläutert Andreas Furch, der im Rahmen des Kooperationsprojekts zwischen WFB und dem Eigenbetrieb Neue Wege Kreis Bergstraße -kommunales Jobcenter- als Projektmanager im WFB-Unternehmerservice tätig ist. „Nur registrierte Nutzer können den ‚Bewerberpool‘ einsehen“, so Furch. Wie er weiter erläutert, werden hier die Profile und Lebensläufe von Bewerbern eingestellt, die sich zuvor bei einem anderen Unternehmen beworben haben, es dort mit einer Anstellung nicht geklappt hat und die dem Einstellen in dem Bewerberpool zugestimmt haben. Somit kann dieses Potenzial an Fachkräften auch Unternehmen zugänglich gemacht werden, bei denen sich ein Bewerber vielleicht nicht unbedingt direkt beworben hätte. Ebenso umfasst der Pool auch Fachkräfte aus dem Bestand von Neue Wege „Selbstverständlich sind nur die Informationen sichtbar, die der Bewerber wünscht“, erklärt Furch.

In den Räumen der WFB gaben Dr. Zürker, Stefan Rechmann, Betriebsleiter von Neue Wege, sowie Furch dem neuen Instrument kürzlich den letzten Schliff und schalteten es online. „Der neue Bewerberpool ist ein weiterer Baustein unseres gemeinsamen Engagements für die weitere positive Entwicklung der Wirtschaftsregion Bergstraße“, erklärte Rechmann mit Blick auf das erfolgreiche Kooperationsprojekt zwischen WFB und dem Eigenbetrieb Neue Wege, mit dem beide Institutionen seit 2008 gemeinsam an einem Strang ziehen, um Unternehmen und Arbeitskräfte in der Region zu unterstützen.

Info: Das HR-Netzwerk der Wirtschaftsregion Bergstraße finden Sie unter www.wirtschaftsregion-bergstrasse.de/Arbeit/HR-Netzwerk-WRB .Wissenswertes über den Eigenbetrieb Neue Wege Kreis Bergstraße -Kommunales Jobcenter- gibt es unter www.neue-wege.org, weitere Informationen über die Serviceleistungen der WFB gibt es unter www.wirtschaftsregion-bergstrasse.de.

Quelle Text/Foto: Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH, Heppenheim vom 05.06.2019

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