Zukunft im Blick

Neue Wege mit vielfältigen Förderangeboten für junge Arbeitslose

Die Jugendarbeitslosigkeit nachhaltig zu reduzieren hat sich das Kommunale Jobcenter Neue Wege Kreis Bergstraße zur Aufgabe gemacht. Derzeit sind 51 Jugendliche und junge Erwachsene im Kreis Bergstraße arbeitslos gemeldet. Ob das Nachholen des Schulabschlusses oder die Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz – die U-25 Expertenteams, die in allen vier Kommunalen Jobcentern vor Ort sind, informieren eingehend über die verschiedenen Möglichkeiten in ein Ausbildungs- oder Beschäftigungsverhältnis zu starten.

„Wir unterstützen die Jugendlichen frühzeitig bei der Weichenstellung für ihre berufliche Laufbahn“, erklärt Stefan Rechmann, Neue Wege Betriebsleiter. „Sie sollen mit klarer Orientierung in das Berufsleben starten. Unsere Fallmanager beschließen deshalb gemeinsam mit den Jugendlichen die geeigneten Schritte auf dem Weg in ein Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis. Ob Heranführung an das Beschäftigungssystem oder Stabilisierung und Orientierung – wir können für alle Konstellationen Förder- und Qualifizierungsangebote anbieten. Dazu sind wir eng mit ortsansässigen Arbeitgebern, Trägern, Schulen und dem Jugendamt vernetzt.“

Eine Annäherung an und eine Eingliederung in das Ausbildungs- und Beschäfti-gungssystem hat das Aktivcenter U 25 der Kreishandwerkerschaft Bergstraße zum Ziel. Die Hilfestellungen reichen von der Kontaktherstellung zu Anlaufstellen wie Sucht- und Schuldnerberatung über die Vorbereitung auf betriebliche Arbeitserprobungen bis hin zur Vermittlung in eine Ausbildung.

Um benachteiligten Berufsstartern, die auf dem klassischen Bewerbungsweg eher geringe Chancen auf einen Ausbildungsplätz hätten, eine Perspektive zu geben, bietet Neue Wege in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft Förder- und Ausbildungsmöglichkeiten an. Trotz möglicher Defizite können die Jugendlichen unterschiedliche Berufe aller Branchen erlernen. Die Ausbildung erfolgt dabei in direkter Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben.

Aktivierungsmaßnahmen wie „MoVe! Motivierung und Vermittlung“ der
Kreishandwerkerschaft Bergstraße richten sich an Jugendliche, die ihre Vollzeitschulpflicht noch nicht erfüllt haben sowie junge Menschen, die noch nicht über ausreichende Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, um im regulären Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Im Rahmen der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB) ist zudem eine Vorbereitung auf den Erwerb des Hauptschulabschlusses und den Start in eine Ausbildung möglich.

„Einstiegsqualifizierungen für Jugendliche“ führen die Teilnehmer praxisnah an eine Ausbildung heran. Sie beinhalten ein sozialversicherungspflichtiges Praktikum von bis zu 12 Monaten, das im Falle eines Ausbildungsbeginns auf die Ausbildungszeit angerechnet wird. So ist gewährleistet, dass sich die zukünftigen Berufsstarter und die Ausbildungsbetriebe kennenlernen können.

Stefan Rechmann abschließend: „Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt fordert verstärktes gemeinsames Handeln aller regionalen Akteure. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit muss zudem darauf liegen, jungen Menschen mit schlechteren Startchancen den nahtlosen Übergang von der Schule in die Ausbildung zu ermöglichen. Eine zentrale Herausforderung liegt in den kommenden Jahren darin, Menschen mit ge-ringen Qualifikationen eine nachhaltige Teilhabe auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Ebenso muss eine Berufsausbildung gerade für leistungsstärkere junge Menschen attraktiv bleiben, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken.“

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