Professionelle Hilfe zur Überwindung von Suchtproblemen

Kommunales Jobcenter bietet Wege aus der Sackgasse

Ob Abhängigkeit von legalen Drogen wie Alkohol und Tabletten, illegalen Drogen wie
Cannabis und Heroin oder bestimmte Verhaltensweisen wie Glücksspiel – jede Sucht führt im Alltag zu enormen Problemen. An eine Wiedereingliederung in Arbeit kann ohne Unterstützung nicht gedacht werden. Das Kommunale Jobcenter Neue Wege Kreis Bergstraße unterstützt aus diesem Grund mit Hilfe der Arbeiterwohlfahrt und des Caritasverbands Bergstraße Menschen im Leistungsbezug nach dem SGB II, die von einer Abhängigkeit betroffen sind. Suchtberatungsstellen finden Betroffene in Bensheim, Heppenheim, Lampertheim, Mörlenbach, Viernheim und Wald-Michelbach.

„Personen die neben der Eingliederung in den Arbeitsmarkt Unterstützung bei der
Bewältigung von Suchtproblemen benötigen, können auf unsere Angebote aus dem Bereich flankierende Maßnahmen zurückgreifen. Die Suchtberatungen sind Anlaufstellen für Betroffene und bieten eine erste Unterstützung an. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Träger klären zu Anfang der Beratung die psychosoziale Situation und den aktuellen Stand der Suchtmittelproblematik der Betroffenen, um einen individuellen Hilfeplan zu entwickeln. Dabei werden die persönlichen Lebensbedingungen, Vorstellungen und Erwartungen der Betroffenen in jedem Fall berücksichtigt. Des Weiteren gibt es Informations- und Motivationsgruppen zur Vermittlung von Basisinformationen zu den Themen Abhängigkeit, Abhängigkeitsentwicklung und Behandlungsmöglichkeiten. Die Beratung unterliegt der gesetzlichen Schweigepflicht und wird vertraulich behandelt“, erklärt der Neue Wege Betriebsleiter Stefan Rechmann.

Zusätzlich wurden zentral in den Jobcentern „Service Points Sucht“ eingerichtet. Die
Mitarbeiter vor Ort informieren die Fallmanager des Kommunalen Jobcenters zum Thema Um-gang mit Sucht sowie Ratsuchende über Hilfsangebote. Bürgerinnen und Bürger, die sich im Leistungsbezug der Jobcenter Odenwald und Viernheim befinden, können sich seit Juli dieses Jahres an Fachleute der Caritas Suchthilfe Heppenheim wenden. Die Beratung findet direkt in den Räumen der Jobcenter statt. Die Mitarbeiter stehen in Viernheim montags und in Mörlenbach dienstags jeweils von 9:00 – 14:00 für Fragen rund um den Konsum von Suchtmitteln zur Verfügung. Die Kontaktaufnahme erfolgt entweder über die zuständigen Fallmanagerinnen und Fallmanager oder anonym direkt mit den Mitarbeitern der Beratungs-stelle. Ab Juli 2014 ist eine Erweiterung auf die beiden Jobcenter Bergstraße und Ried vorgesehen. Die Beratung wird aus Mitteln des europäischen Sozialfonds und aus Mitteln des Landes Hessen finanziert.

„Suchtkranke Menschen zu erreichen, ihnen unkomplizierte Hilfen anzubieten und so die Chancen für eine berufliche Perspektive zu verbessern haben wir uns zum Ziel gesetzt“, so Stefan Rechmann abschließend.

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