Kicken mit Schlappi

Trainerlegende und Schirmherr 50PLUS Klaus Schlappner zu Besuch beim Projekt „50PLUS in Fahrt“

Für ein Gespräch mit Teilnehmern der Maßnahme „50PLUS in Fahrt“, die Neue Wege für ältere Arbeitslose anbietet, besuchte Klaus Schlappner das kommunale Jobcenter in
Heppenheim. Dabei wurde auch gekickt, wenn auch nur mit dem Tischfußball – aber dennoch mit viel Spaß und Engagement. Die Fußball-Legende ist Botschafter der Bergstraße und Schirmherr für das Projekt „ProArbeit 50PLUS“, das im Rahmen des Bundesprogramm „Perspektive 50plus“ die Beschäftigungschancen älterer Langzeitarbeitsloser verbessern soll.

Ob Potentialcoaching, Gesundheitsmodule, überzeugend auftreten im Bewerbungsgespräch oder Bewerbungstraining – bei 50PLUS in Fahrt werden Arbeitsuchende über 50 Jahre von verschiedenen Dienstleistern gezielt auf einen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt vorbereitet. In einem fünf Module umfassenden Programm erhalten die Teilnehmer begleitende, individuelle und bedarfsorientierte Hilfe und Beratung während des Integrationsprozesses.

„Ich halte das Projekt, Menschen über 50 auf den Weg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen für sehr sinnvoll. Das ist eine ganz aktive Gruppe mit viel Potenzial, das ausgeschöpft werden muss. Auch ich bin nicht mehr der Jüngste, aber mein Motto war und ist: Immer am Ball bleiben, dann schießt man auch mal ein Tor! Auch Arbeitssuchende über 50 dürfen sich mit der Situation, nicht mehr arbeiten zu gehen, niemals abfinden. Die Arbeitsuchenden müssen aktiv werden und die Initiative ergreifen. „Wollen“ ist hier das Stichwort!“, so Klaus Schlappner bei seiner Impulsrede vor den Teilnehmern von 50PLUS in Fahrt.

Neue Wege Betriebsleiter Stefan Rechmann erklärt: „Älter werden bedeutet zugleich auch Erfahrungswissen und Routine zu haben. Gerade im Hinblick auf den in wenigen Jahren prognostizierten Arbeitskräftemangel, sollten Unternehmen weitblickend entscheiden und auf die Berufserfahrung der älteren Generation zurückgreifen. Wir können mit dem Projekt Pro-Arbeit 50PLUS in die Arbeitswelt hineinwirken, indem wir die Beschäftigungsfähigkeit der älteren Arbeitssuchenden verbessern, etwa durch Weiterbildung, Gesundheitsförderung und – wenn erforderlich – Vermittlung sozialer Hilfen. Die Unternehmen stehen ebenso vor Herausforderungen, beispielsweise was die Gestaltung der Arbeitsbedingungen im Betrieb an-belangt. Insgesamt müssen alle Beteiligten vor Ort, also Arbeitssuchende, Unternehmen, Sozialpartner und regionale Entscheidungsträger, zusammenwirken und an der einen und anderen Stelle umdenken.“

Der demografische Wandel ist in vollem Gange und auch in der Arbeitswelt ist angekommen, dass in naher Zukunft die notwendigen Fachkräfte nicht mehr für alle Unternehmen und Branchen in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen werden. Trotzdem ist es für ältere Arbeitssuchende noch immer überdurchschnittlich schwer, eine neue Anstellung zu finden. In der öffentlichen Meinung wird ein fortgeschrittenes Lebensalter oftmals mit einem Absinken der Leistungsfähigkeit verbunden. Dabei sind es überwiegend Menschen über 50 Jahre, die das aktuelle Geschehen in Wirtschaft und Politik weltweit prägen. Ältere sind nicht weniger, sondern anders leistungsfähig, bestätigte auch Klaus Schlappner.

„Ich bin selbst „ü-50“ und möchte andere ermutigen die Initiative zu ergreifen, aktiv auf Ar-beitgeber zuzugehen und auf sich aufmerksam zu machen. Es ist wie beim Kicken, ein un-motivierter Spieler kommt selten zum Zug. Nur wer sich voller Energie ins Spiel stürzt wird ein Tor schießen. Ich kann nur sagen: Bewegt euch Leute, ran an die Arbeitgeber! Wir über 50 gehören noch lange nicht zum „alten Eisen!“, so Klaus Schlappner abschließend.

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