Jahrespressekonferenz von Neue Wege: Thomas Metz und neuer Betriebsleiter Stefan Rechmann präsentieren positive Jahresbilanz

„Die Monate November und Dezember 2011 weisen den niedrigsten Stand an Bedarfsgemeinschaften seit Bestehen von Neue Wege auf – ein Spitzenwert! Auch die 1.872 in den ersten Arbeitsmarkt vermittelten Langzeitarbeitslosen sprechen für eine hervorragende Arbeit unserer Mitarbeiter in 2011“, so der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent Thomas Metz bei der Jahrespressekonferenz von Neue Wege.
Eingangs hatte Metz den neuen Leiter des Eigenbetriebs, Stefan Rechmann vorgestellt. Rechmann ist bereits seit Ende 2008 als kaufmännischer Betriebsleiter bei Neue Wege tätig und hat die Nachfolge von Rainer Burelbach zum 01.01.2012 angetreten.
Der Kreis Bergstraße kann, trotz den jahreszeitlich üblichen Schwankungen auf dem Arbeitsmarkt, positive Zahlen vermelden. So liegt auch die Arbeitslosenquote des Kreises in 2011 mit 3,06 Prozent unter dem hessischen Durchschnitt mit 3,80 Prozent. „Wir haben noch große Aufgaben vor uns, sind aber auf gutem Weg. Die Zahl der arbeitslosen SGB II-Empfänger konnte von 2010 auf 2011 von 4.596 auf 4.220 Arbeitslose reduziert werden“, so Rechmann. Metz und Rechmann freuen sich ebenfalls über die Abnahme bei den Kosten der Unterkunft und der Regelleistung, die sich auf Grund der positiven Entwicklung, im Vergleich zu 2010, um 6,2 Millionen Euro reduzierten.
Um bedürftige Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Verhältnissen unterstützen zu können, wurde 2011 das Bildungs- und Teilhabepaket ins Leben gerufen. Die Zahl der Anträge steigt kontinuierlich: Mit einer Gesamtzahl von 3.983 eingegangenen und 3.082 bearbeiteten Anträgen gehört der Kreis Bergstraße zu den Spitzenreitern unter den Landkreisen in Hessen. Für das Jahr 2012 kündigte Rechmann eine Erhöhung der Ausgaben für das Bildungspaket an: „Wir werden die Leistungen auch weiterhin bewerben. Alle Hilfeempfänger sollen im Sinne ihrer Kinder Anträge stellen und die Leistungen in Anspruch nehmen.“
Auch das Ausbildungsjahr 2011/2012 startete positiv: Neue Wege konnte 31 Jugendliche in Arbeit und 60 Jugendliche in Ausbildung vermitteln. Weitere 104 Jugendliche beginnen Qualifizierungs- und Orientierungsmaßnahmen. Die Zahl der unversorgten Jugendlichen beläuft sich auf neun Personen. „Hier besteht klar Handlungsbedarf – unser Bestreben ist es, alle Jugendlichen in Arbeit oder Ausbildung zu bringen. Unsere U-25 Fallmanager sind ganzjährig im Einsatz, um dieses Ziel zu erreichen“, so Metz. In Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft und dem Bildungswerk des Hessischen Handels werden auch weiterhin verschiedene Förder- und Ausbildungsmöglichkeiten angeboten, um Berufsstartern mit Vermittlungshemmnissen eine Chance zu geben.
Betriebsleiter Rechmann gibt einen Ausblick auf das Jahr 2012: „Unsere Erfolgsmaßnahme Einstiegsoffensive wird fortgeführt. Wir legen unsere Messlatte hoch – 1500 bis 2000 Personen sollen direkt nach Antragstellung auf Leistungen nach dem SGB II zur Maßnahme zugewiesen werden. So erhöhen wir die Chancen auf eine rasche Wiedereingliederung in Arbeit.“
Die Zahl der Integrationscenter wird ebenfalls beibehalten. Auch die Arbeitsgelegenheiten können in ihrer Struktur aufrecht erhalten werden. Ein besonderes Augenmerk wird weiterhin auf die Fördermaßnahmen im Bereich der über 50-jährigen gelegt: So sollen die bestehenden Maßnahmen ausgebaut und zwei neue Integrationsangebote geschaffen werden. Der zielgerichtete Einsatz von Bildungsgutscheinen für individuelle Qualifizierungen wird 2012 verstärkt genutzt werden.
Für das erste Halbjahr ist ein neues Förderinstrument in Planung, um speziell Arbeitslose mit multiplen gesundheitlichen Hemmnissen besser in den Arbeitsmarkt integrieren zu können. Unterstützung erhält der Eigenbetrieb durch die Wahl eines örtlichen Beirates im ersten Halbjahr: Er steht dem Eigenbetrieb Neue Wege in Fragen der Betreuung und Vermittlung von Langzeitarbeitslosen beratend zur Seite und fördert die Zusammenarbeit mit den Beteiligten des örtlichen Arbeitsmarktes.

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