Förderung von zukünftigen Führungskräften

Berufsbegleitendes Studienangebot „BASS“ des Kommunalen Jobcenters Neue Wege

In Kooperation mit den Kommunalen Jobcentern in Hessen wird seit dem Wintersemester 2011/12 an der Hochschule Fulda im Fachbereich Sozialwesen der neue Studiengang BASS als dualer und berufsbegleitender Studiengang angeboten. „BASS“ ist eine Kurzform von Bachelor of Arts Soziale Sicherung, Inklusion und Verwaltung und setzt seine Schwerpunkte in den Bereichen Arbeitsverwaltung und kommunale soziale Verwaltung. Dieser Studiengang wurde speziell aus den Anforderungen des SGB II entwickelt, um Mitarbeiter für die Arbeit im Rahmen der Integration von Langzeitarbeitslosen passgenau zu qualifizieren und künftige Führungskräfte auszubilden.

Der Bedarf an dualen wie berufsbegleitenden Studienmöglichkeiten ist im Bereich der Sozialen Verwaltung groß, weil hier gesetzliche Grundlagen insbesondere im Feld der Arbeitsverwaltung/Grundsicherung mit Einführung des SGB II neu geschaffen wurden und ständig gesetzgeberischen Veränderungen wie der Rechtsfortbildung unterliegen. Der Studiengang bietet im Bereich Sozialer Verwaltung erstmals eine Studienmöglichkeit für ein duales wie ein berufsbegleitendes Studium an. Der Studiengang ist ein gemeinsames Projekt der Fachbereiche Sozialwesen, Pflege und Gesundheit, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie Wirtschaft der Hochschule Fulda und der hessischen Kommunalen Jobcentern. Zeitgleich ist es in Deutschland das einzige konsekutive Online-Fernstudienangebot in diesem Bereich. Das Studium umfasst in berufsbegleitender bzw. dualer Form sieben Semester, ist modular aufgebaut und folgt dem Ansatz des Blended-Learning. Dabei greifen Selbststudienphasen, Online-Studienphasen und Präsenzphasen optimal ineinander.

Ausbildungsziel ist es, dass die Studierenden neben den Kompetenzen der Rechtsanwendung im Sozial- und Leistungsrecht weitere vielfältige berufliche Kompetenzen beispielsweise im Bereich regionaler Arbeitsmärkte, Personalführung, ökonomischer Prozesse und Verwaltungshandeln entwickeln. Inklusion als gesellschaftliche Aufgabe spielt hierbei genauso eine Rolle wie wirkungsorientiertes Controlling in sozialen Unternehmen und Verwaltungen. Die Studieninhalte aus den Bereichen Soziale Arbeit, Gesundheit, Sozialwissenschaften und Wirtschaft sind so miteinander kombiniert, dass das vielschichtige Feld der Beratung, Förderung und Vermittlung von Menschen mit (drohender) Langzeitarbeitslosigkeit erfasst wird.

Neue Wege Betriebsleiter Stefan Rechmann erklärt: „Im Bereich der Sozialen Verwaltung ist der Bedarf an dualen wie berufsbegleitenden Studienmöglichkeiten groß. Gesetzliche Grundlagen wurden insbesondere im Feld der Arbeitsverwaltung und Grundsicherung mit Einführung des Zweiten Sozialgesetzbuches neu geschaffen und unterliegen ständig gesetzgeberischen Veränderungen.“

Auch vier Mitarbeiter des Kommunalen Jobcenters Neue Wege Kreis Bergstraße absolvieren das BASS-Studium, zwei davon berufsbegleitend und weitere zwei Mitarbeiter im Rahmen eines Ausbildungsverhältnisses. Gerade für den berufsbegleitenden Studiengang ist es das Ziele, im Rahmen der Personalentwicklung künftige Führungskräfte auszubilden.

Der praktische Teil der Ausbildung erfolgt mit 25 Wochenstunden bei Neue Wege Kreis Bergstraße -Kommunales Jobcenter-. Das Besondere des dualen Studienganges ist die enge Verzahnung von Theorie und Praxis: Die Kooperation zwischen Hochschule und einer Einrichtung der kommunalen sozialen Verwaltung ermöglicht den Studierenden betriebliche Studienphasen, in denen Praxisaufgaben direkt umgesetzt werden können. So wird die zeitgleiche betriebliche Ausbildung bereits um die im Studium erworbenen Kompetenzen ergänzt.

„Das BASS-Studium verbindet die Verwaltungsausbildung und den Bereich der sozialen Arbeit auf Hochschulniveau. Ich bin froh von meinem Arbeitgeber die Möglichkeit zur Teilnahme an diesem Studiengang erhalten zu haben“, erklärt Christian Rößler. Er ist seit mehreren Jahren in der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen tätig und hat als erster Mitarbeiter 2012 diesen Studiengang neben seiner Tätigkeit begonnen und kann sehr gute Ergebnisse vorweisen. 2014 wird er das Studium abschließen und damit als erster, speziell für den Bereich SGB II, qualifizierter Mitarbeiter in der Führungsebene zur Verfügung stehen.

„Wir versprechen uns hiervon eine große Bereicherung für unsere Arbeit“, so Stefan Rechmann.

Für die 16 Kommunalen Jobcenter stehen 15 Studienplätze für das in Deutschland einzige konsekutive Studienangebot in diesem Bereich zur Verfügung. Voraussetzung ist die Fach-/Hochschulreife sowie ein abgeschlossener Ausbildungsvertrag mit einem Träger. Die Finanzierung der Maßnahme erfolgt aus Mitteln des europäischen Sozialfonds und des Landes Hessen.

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