Druck und Hilfe

KREIS BERGSTRASSE.

6375 Langzeitarbeitslose wurden seit der Einrichtung des Programms auf der Suche nach einem Arbeitsplatz begleitet; bei denjenigen, die das acht bis zwölf Wochen laufende Verfahren absolviert haben, liegt die Vermittlungsquote bei 61 Prozent. Damit sei die Langzeitarbeitslosigkeit erheblich wirksamer abgebaut worden als im hessischen Durchschnitt, betonte der Erste Kreisbeigeordnete Thomas Metz (CDU). Im Vergleich zu 2008 habe der Kreis Bergstraße im Vorjahr deshalb fünf Millionen Euro weniger ausgegeben.

Im Vergleich dazu sei die Einstiegsoffensive als „zentrale Maßnahme bei Neue Wege“ (Metz) günstig: 500 000 Euro kostet sie insgesamt; knapp 60 000 Euro muss der Kreis bezahlen.

Dafür gibt es 160 Offensive-Plätze für Arbeitslose in den Jobcentern Heppenheim, Bürstadt, Viernheim und Mörlenbach und noch einmal 120 bei Einrichtungen in Lorsch, Bensheim, Lautertal und Birkenau, die von externen Trägern geführt werden. In jedem Jobcenter kümmern sich vier Fallmanager mit halber Stelle um die „Kunden“, wie es offiziell heißt. In Heppenheim betreuen sie derzeit 141 Arbeitslose. Auf welche Weise, das erklärte Neue-Wege-Geschäftsführer Stefan Rechmann: „Schon am Eingang soll klar sein: Hier geht es darum, Jobs zu finden und nicht Leistungen zu erhalten.“

Gemeinsam surfen die Arbeitslosen nach Jobangeboten, schreiben Bewerbungen, telefonieren und tauschen Erfahrungen aus. Wer sich der Einstiegsoffensive entzieht, dem entzieht Neue Wege die Hartz-IV-Bezüge. Trotz Druck kommt die Hilfe an. Er habe sich „willkommen gefühlt“, sagte ein 31 Jahre alter Mann, der gerade einen Job als Mechaniker gefunden hat.

Starkenburger Echo, 22.03.2013

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