5 Tage, 5 Berufe, 5 Unternehmen – Praktikumswoche Bergstraße

OloV Bergstraße bietet in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Bergstraße dieses Jahr für alle Interessierte eine Praktikumswoche an.

Unter dem Motto: „5 Tage, 5 Berufe, 5 Unternehmen“ können Schüler und Schülerinnen und alle Interessierte unter 25 in den Sommerferien an diesem Angebot teilnehmen. Alle Informationen, auch für Unternehmen die noch teilnehmen möchten, finden Sie auf den folgenden Flyern:

Flyer zur Praktikumswoche-Bergstraße für Schüler

Flyer zur Praktikumswoche-Bergstraße für Unternehmen

oder auf der Internetseite: http://www.praktikumswoche.de/bergstrasse

 

Bergsträßer Jobcenter hat Herausforderungen der Pandemie gemeistert

 


Die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz (Mitte rechts) besucht gemeinsam mit der Leiterin des Eigenbetriebs Neue Wege Dr. Melanie Marysko (Mitte links) und ihrem Stellvertreter Peter Schmiedel (rechts) sowie dem Sachgebietsleiter Team Flüchtlinge und Aussiedler, Daniel Maas, die Zeltstadt in Bensheim.

Kreis Bergstraße (kb). Viele Menschen fürchteten durch die vergangenen Coronaeinschränkungen um ihre Jobs. Eine höhere Arbeitslosenquote schien nicht unwahrscheinlich. Doch nicht so im Kreis Bergstraße! „Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeitsmarktsituation bei uns im Kreis“, so die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz angesichts der aktuellen Lage. „Die Arbeitsmarktzahlen haben sich erholt. Wir profitieren von dem heterogenen Arbeitsmarkt an der Bergstraße. Hervorheben möchte ich vor allem auch die großen Sprünge in Sachen Digitalisierung bei unserem kommunalen Jobcenter Bergstraße, Neue Wege. Das zeigt, welch herausragende Arbeit bei Neue Wege geleistet wird. Unser Team von Neue Wege macht einen wirklich tollen Job“. Dabei war der Eigenbetrieb selbst von Personalveränderungen an der Spitze betroffen. Der Leiterin des Eigenbetriebs, Dr. Melanie Marysko, die selbst seit August 2020 im Amt ist, steht seit Anfang des Jahres mit Peter Schmiedel ein neuer Stellvertreter zur Seite. Sein Vorgänger Harald Weiß, der insbesondere auch in den ersten beiden Jahren der Pandemie hervorragende Leistungen erbrachte und auch im Gesundheitsamt unterstütze, wurde in den Ruhestand verabschiedet.

Im Vergleich zum Vorjahr, Ende 2020 waren noch 2.866 Arbeitssuchende gemeldet, gab es im Dezember 2021 mit 2.601 Arbeitssuchenden insgesamt 265 Menschen weniger, die SGB II bezogen. Das entspricht einem Rückgang von rund 9,25 Prozent! Auch die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften ist enorm gesunken. Hier ist ein Rückgang von rund 6,59 Prozent zu verzeichnen. 2020 waren es noch 6.880, 2021 nur noch 6.427 Bedarfsgemeinschaften. Diese gute Bilanz erfreut nicht nur Dezernentin Stolz, sondern auch die Führungsspitze von Neue Wege. Dennoch sei man nach wie vor sehr aufmerksam, was die Zukunft bringe. Denn: Durch die Geflüchteten aus der Ukraine steht der Kreis vor neuen Herausforderungen. Es muss der Übergang in die Betreuung des kommunalen Jobcenters organisiert und zudem geprüft werden, wer der rund 2.000 Geflüchteten unter eine Bedarfsgemeinschaft fällt. Klar ist schon jetzt, dass es durch den sogenannten Rechtskreiswechsel der Geflüchteten aus der Ukraine zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen kommen wird, da die betreffenden Personen ab diesem Zeitpunkt als arbeitslos gelten.

Sofern möglich, sollen die Ukrainerinnen und Ukrainer in den Arbeitsmarkt integriert werden. Schnell wird klar: Die gesamte Organisation wird nicht einfach. Zum einen gibt es ukrainische Arbeitnehmende, die trotz Flucht auf digitalem Wege ihrer Arbeit nachgehen können, zum anderen wollen viele Menschen sobald es geht zurück in die Heimat. Um sich ein Bild der momentanen Situation der Geflüchteten im Kreis zu machen, besuchten Diana Stolz, Dr. Melanie Marysko und Peter Schmiedel gemeinsam die Zeltstadt in Bensheim. Hier wurden Sie von Daniel Maas, Sachgebietsleiter Teams Flüchtlinge und Aussiedler, in Empfang genommen und herumgeführt. Um allen Herausforderungen bestmöglich zu begegnen, trifft sich ein- bis zweimal wöchentlich eine Task Force. Zur Unterstützung der Geflüchteten soll es zudem Integrationslotsen an allen Standorten des Jobcenters geben.

Während der Coronavirus-Pandemie profitierte Neue Wege vor allem von seiner vorangeschrittenen Digitalisierung. Die Vize-Landrätin lobte: „Neue Wege ist hier wirklich ein Vorreiter. Die Mitarbeitenden bringen sich aktiv ein und haben immer wieder neue Ideen. Von den so erarbeiteten Abläufen profitiert die ganze Verwaltung“. „Durch unsere digitalen Angebote konnten wir den Arbeitssuchenden auch während der Pandemie immer eine Plattform bieten“, ergänzte Dr. Melanie Marysko, „bei uns sind alle Arbeitsplätze mit einer Kamera sowie einem Mikrofon ausgestattet. Davon profitieren wir nicht nur im Kundenkontakt, sondern auch beim Austausch untereinander“. Im Rahmen des Projekts „Smartdoc“, erstellen die Mitarbeitenden beispielsweise eigene Videos in verschiedenen Sprachen. In diesen YouTube-Videos wird Schritt für Schritt erklärt, wie verschiedene Anträge gestellt werden können. Durch einen OR-Code auf jedem jeweiligen Antrag gelangen die Antragstellenden ganz einfach zu dem passenden Erklärvideo. Die Mitarbeitenden haben stets die Frage vor Augen: Was brauchen unsere Kundinnen und Kunden denn? – und diese Frage wird, wie viele Rückmeldungen zeigen, sehr erfolgreich beantwortet.

Vergebener Auftrag 22-EBNW-01 Aufsuchendes Coaching U 25

Direkter Link zur Bekanntmachung des vergebenen Auftrages – Aufsuchendes Coaching U 25:

Vergabenummer: 22-EBNW-01 Aufsuchendes Coaching U 25
https://www.had.de/onlinesuche_langfassung.html?showpub=7GLH4CG9B0ZBX56M

Vergebener Auftrag 22-EBNW-02 Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung (BaE)

Direkter Link zur Bekanntmachung des vergebenen Auftrages der Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung (ohne Anmeldung):

Vergabenummer: 22-EBNW-02 Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung (BaE) nach § 16 (1) SGB II i.V.m. § 76 ff. SGB III -kooperatives Modell-
https://www.had.de/onlinesuche_langfassung.html?showpub=222LYBXLYF7PGHSJ

Vergebener Auftrag 22-EBNW-10 Sicherheitsdienstleistung am Standort Mörlenbach

Direkter Link zur Bekanntmachung des vergebenen Auftrages der Sicherheitsdienstleitung Standort Mörlenbach (ohne Anmeldung):

Vergabenummer: 22-EBNW-10 „Sicherheitsdienstleitung am Standort Mörlenbach“ nach §30 (1) UVgO
HAD – Ausschreibungen suchen – Aktuelle Ausschreibungen aus Hessen (nat.&EU) – HAD-Ref. Suche

Bergsträßer Arbeitsmarkt robust

Arbeitslosenquote des Kreises aktuell bei 3,0 Prozent / Landrat fordert Gegensteuern bei Fachkräftemangel

Kreis Bergstraße (kb). Im Mai waren im Kreis Bergstraße 4.425 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen damit um 3,2 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Arbeitslosenzahl gar um 22,5 Prozent. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag im Mai bei 3,0 Prozent. (Im Vormonat waren es 3,1 Prozent, im Vorjahrsmonat 3,8 Prozent.) Zum Vergleich: Für Hessen insgesamt liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei 4,4 Prozent, deutschlandweit bei 4,9 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt im Kreis Bergstraße zeigt sich erneut robust, mit leicht positiver Tendenz“, stellt Landrat Christian Engelhardt heraus. Dieses Ergebnis sei vor allem deshalb bemerkenswert, da die Wirtschaft im Augenblick vor einigen Herausforderungen steht. Die Unternehmen im Kreis Bergstraße kämpfen – wie überall – mit Verzögerungen und Problemen in der Materialbeschaffung und mit steigenden Kosten. Der Blick auf die Arbeitsmarktsituation stimme jedoch eher positiv. „Ich erwarte, dass der Bergsträßer Arbeitsmarkt auch weiterhin dynamisch bleibt“, so der Verwaltungschef. Denn: „Zum einen sind die Corona-Beschränkungen nun aufgehoben. Manche Unternehmen setzen gar neue, in Pandemiezeiten entstandene Ideen um. Doch auf der anderen Seite können zahlreiche Stellen nicht besetzt werden, da in manchen Bereichen – etwa in der IT oder der Pflege – aktuell ein Fachkräftemangel besteht“, so der Landrat. Hier müsse dringend mit gezielten Aus- und Weiterbildungskonzepten sowie Anreiz-Modellen gegengesteuert werden.

Lfd. Nr. 179 / 2022

Weiterbildungen zahlen sich aus

Nach wie vor gute Lage am Bergsträßer Arbeitsmarkt

Arbeitslosenquote des Kreises aktuell bei 3,1 Prozent / Landrat fordert Maßnahmen zur Integration ukrainischer Arbeitnehmer und Wirtschaftshilfen

Kreis Bergstraße (kb). Im März waren im Landkreis Bergstraße 4.640 Menschen (Vormonat: 4.868) arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat sank die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen damit um 4,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Arbeitslosenzahl um 25,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen liegt damit für den Monat März bei 3,1 Prozent. (Vorjahr 4,2 Prozent) Für Hessen insgesamt liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei 4,6 Prozent, deutschlandweit bei 5,1 Prozent. Damit verzeichnet der Kreis Bergstraße einmal mehr eine Top-Platzierung in Hessen und auch deutschlandweit.

„Aktuell befindet sich der Bergsträßer Arbeitsmarkt noch in einer guten Lage, zum Teil auch saisonal bedingt“, betont Landrat Christian Engelhardt. „Doch unter anderem angesichts massiv steigender Energiepreise und Lieferengpässen in verschiedenen Bereichen ist mittel- und langfristig eher mit einer Eintrübung zu rechnen“, so der Christdemokrat. „Ich bin sicher, die Unternehmen im Kreis werden den Entwicklungen mit aller Kraft und viel Kreativität begegnen.“ Doch in der jetzigen Situation sei auch staatliche Hilfe notwendig, wie dies etwa zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie erfolgt war. Dennoch, Engelhardt sieht in den aktuellen Gegebenheiten auch Chancen: „Möglicherweise können Bergsträßer Unternehmen unter den hier angekommenen, aus der Ukraine geflohenen Menschen qualifizierte Mitarbeitende gewinnen. Dieses Potential sollten wir nutzen“, stellt der Landrat heraus, und fordert entsprechende rechtliche Möglichkeiten, beispielsweise durch die unkomplizierte Anerkennung von ukrainischen Berufs- und Universitätsabschlüssen. Denn: „Die Beschäftigung ukrainischer Menschen kann nicht nur das jeweilige Unternehmen stärken, sondern auch zum Gelingen der Integration beitragen.“

Lfd. Nr. 117 / 2022

Teamplayer Harald Weiß geht neue Wege

Verabschiedung des stellvertretenden Betriebsleiters des Bergsträßer Jobcenters

Harald Weiß (vorne) wird von (oben v.l.n.r.) Landrat Christian Engelhardt, der Ersten Kreisbeigeordneten Diana Stolz und der Betriebsleiterin des Eigenbetriebs Neue Wege Dr. Melanie Marysko verabschiedet.

Kreis Bergstraße (kb).

Rund 18 Jahre lange unterstützte Harald Weiß durch seine Arbeit im kommunalen Jobcenter Neue Wege Menschen auf ihrem Weg zurück in die Arbeitswelt. Im Jahr 2012 übernahm Weiß die stellvertretende Betriebsleitung und prägte die Arbeit des Jobcenters nachhaltig. Nun war es auch für ihn Zeit, neue Wege einzuschlagen: Harald Weiß verabschiedete sich in den Ruhestand. „Sie waren all das, was man sich von einem Mitglied der Betriebsleitung wünschen kann und für Ihre Mitarbeitenden ein toller Chef, der sein Team nicht nur forderte, sondern auch förderte. Sie sind eben ein echter Teamplayer“, lobt Landrat Christian Engelhardt, „ich hoffe, Sie sind im Ruhestand so glücklich, wie Sie uns glücklich gemacht habe

Auch die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz wünschte Harald Weiß alles Gute: „Sie waren in all den Jahren unvorstellbar wertvoll und haben mir als Dezernentin stets den Rücken freigehalten. Auf Sie konnte man sich immer verlassen. Vielen Dank für diese gute Zusammenarbeit und für Ihre Zukunft alles Gute.“

Die Betriebsleiterin des Eigenbetriebs Neue Wege Dr. Melanie Marysko betonte zum Abschied, wie viel sie durch die Arbeit mit Harald Weiß gelernt hat: „Sie waren bei meinem Start bei Neue Wege eine tolle Unterstützung und gaben mir stets offen Feedback. Sie sind ein ganz besonderer Mensch, wir werden Sie sehr vermissen“.

Der Ruheständler Weiß wünschte sich, dass der Kontakt trotz seiner Verabschiedung nicht verloren geht, dankte für die ehrenden Worte und hob hervor, dass die Zeit bei Neue Wege stets von guter Zusammenarbeit geprägt war. Seinen Ruhestand leitete er mit dem Motto ein: „Wer die Gegenwart genießt, hat zukünftig eine tolle Vergangenheit.“

Die Beratung geht neue Wege

Neue Wege, das Jobcenter des Kreises Bergstraße, führte derweil die „Videoberatung“ ein, um Kundinnen und Kunden, Trägern sowie weiteren Gesprächspartnerinnen und -partnern neben persönlichem, telefonischem und schriftlichem Kontakt eine zusätzliche Alternative zu den bisherigen Kommunikations­möglichkeiten zu bieten. „Die Videoberatung bietet viele Vorteile! So entfällt etwa das Fahren zum Jobcenter. Das spart nicht nur enorm viel Zeit, sondern leistet zudem einen Beitrag zum Klimaschutz. Außerdem findet so – im Gegensatz zur schriftlichen Kommunikation – ein unmittelbarer Austausch statt, was ebenfalls viel Zeit einspart“, lobt die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz und fügt hinzu: „Neue Wege setzt damit weiter Maßstäbe für eine moderne Verwaltung. Natürlich wird Datenschutz hierbei auch großgeschrieben.“ Für die Videoberatung kommt die Open Source Software „Big Blue Button“ zum Einsatz. Technische Voraussetzungen sind lediglich ein PC, Laptop oder Smartphone, eine stabile Internetverbindung sowie, meist bereits in die Geräte integriert, Kamera und Mikrofon. Es muss weiter nichts installiert oder heruntergeladen werden.

In enger Zusammenarbeit mit den internen Datenschützern und dem Personalrat startete das Vorhaben im Februar 2021 als Pilotprojekt. Für die Pilot- und Testphase konnten auch Kundinnen und Kunden gewonnen werden, die aktiv an dem Projekt teilnahmen. Die überaus positive Rückmeldungen führten bereits Ende 2021 zur Realisierung. So wurden bis Januar 2022 bei Neue Wege 210 Arbeitsplätze umgerüstet und mit Kameras ausgestattet. Alle Mitarbeitenden, auch über die Kundenberatung hinaus, können so an diesem Fortschritt und den damit verbundenen Vorteilen teilhaben. So werden etwa auch Autofahrten zu standortübergreifenden Arbeitstreffen zukünftig seltener notwendig. Gefördert wurde das Projekt mit Hessischen Landesmitteln aus dem Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget (AQB).

Alle Informationen zur Videoberatung bei Neue Wege finden Sie unter: https://www.neue-wege.org/wie-funktioniert-die-videoberatung/