Selbstständigkeit, Integration, Qualifizierung und Schuldnerberatung: Betriebskommission von Neue Wege beschließt ein Bündel von Maßnahmen für Langzeitarbeitslose

In ihrer letzten Zusammenkunft hat die Betriebskommission des Eigenbetriebes Neue Wege Kreis Bergstraße -Kommunales Jobcenter- beschlossen, erfolgreiche Maßnahmen weiterzuführen.

„Langzeitarbeitslose Menschen erhalten über das kommunale Jobcenter eine individuelle und den Bedürfnissen angepasste Förderung. Dazu tragen die von der Betriebskommission aktuell beschlossenen Angebote bei. Die in Kooperation mit verschiedenen regionalen Trägern angebotenen Maßnahmen sind auf verschiedene Zielgruppen ausgerichtet. Insgesamt hat die Betriebskommission Angeboten in einem Umfang von rund 900.000 Euro zugestimmt“, teilt der Vorsitzende der Betriebskommission, Erster Kreisbeigeordneter Thomas Metz, mit.

Bereits seit 2009 arbeitet der Eigenbetrieb erfolgreich mit der Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH in Heppenheim zusammen. Die Betriebskommission stimmte deshalb dem Vorschlag der Betriebsleitung zu, die von der Wirtschaftsförderung angebotene Maßnahme „Tragfähigkeitsprüfung für Personen die aus dem ALG II gründen“ für ein weiteres Jahr fortzuführen. Die Prüfung der Tragfähigkeit erfolgt nach einem ganzheitlichen Strukturmodell, das die Persönlichkeit des Leistungsberechtigten, die Bereitschaft zur Mitwirkung und zur Weiterentwicklung und und das Marktumfeld mit einbezieht. Zwischen Januar und Oktober 2012 konnten 99 Personen beraten werden.

Die Kooperationen mit den Schuldner- und Insolvenzberatern der Schuldnerberatungsstellen der AWO Bergstraße GmbH, des Caritasverband Darmstadt e.V. und des Diakonischen Werks Bergstraße werden verlängert. Die Berater unterstützen ab Januar 2013 für ein weiteres Jahr verschuldete Familien und Einzelpersonen. Gemeinsam mit den Ratsuchenden werden Lösungsvorschläge zum Umgang mit den Schwierigkeiten erarbeitet und die Selbsthilfepotentiale angeregt. Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt aus Fördermitteln aus dem europäischen Sozialfonds und des Landes Hessen.

Des Weiteren beschloss das Gremium die Maßnahme „Aktivierung und Qualifizierung von Helfern in der Altenpflege, in der Betreuung demenzkranker Menschen und Helfern in der Hauswirtschaft“ des Caritasverband Darmstadt e.V. für ein weiteres Jahr fortzuführen. Im Jahr 2012 konnten durch die Qualifizierungen bis September bereits zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden.

Nach öffentlicher Ausschreibung wurde die bewährte Maßnahme „Integrationscenter“ an vier Standorten an neue Träger vergeben: Für individuelle Beratung und Betreuung sind in Lampertheim ab März 2013 die Mitarbeiter der Bietergemeinschaft Softdoor GmbH/DIA GmbH und in Viernheim, Wald-Michelbach und Bensheim die Bietergemeinschaft Berufsbildungswerk Neckargemünd GmbH/SRH Berufliche Rehabilitation GmBH zuständig. Über vier Monate hinweg erarbeiten die Teilnehmer mit ihren Coaches einen Integrationsplan für ihren Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt. Die Optimierung der Bewerbungsunterlagen, die Verbesserung der Selbstpräsentation und die Stärkung der Motivation und der Bewerbungskompetenzen sind wichtige Bestandteile des Projekts. Ein Praktikumsplatz im Rahmen der Maßnahme bietet die Möglichkeit die betrieblichen Strukturen im gewünschten Arbeitsgebiet kennen zu lernen.

Die Betriebskommission stimmte schließlich auch dem Vorschlag der Betriebsleitung zu, den Träger Diakonisches Werk Bergstraße weiterhin mit der Durchführung der Maßnahme Integrationsfachdienst, der „Vermittlung und Unterstützung von schwerbehinderten, gleichgestellten und von Behinderung bedrohter Menschen“ zu beauftragen. Menschen mit multiplen Einschränkungen finden dort einen kompetenten Ansprechpartner, der sie bei der Suche nach einem geeigneten Arbeits- oder Ausbildungsplatz unterstützt.

„Uns ist es sehr wichtig, die Anstrengungen zur Vermittlung in Arbeit weiterzuführen. Trotz einer erfolgreichen Bekämpfung von Arbeitslosigkeit gibt es deutlich zu viele Menschen ohne Arbeit”, so Thomas Metz.

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