Kreis Bergstraße verstärkt Schuldnerberatung

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten verstärkt der Kreis Bergstraße das Engagement in der Schuldnerberatung. „Die Verträge mit unseren Kooperationspartnern Arbeiterwohlfahrt (AWO), Caritasverband und Diakonisches Werk sind nun unter Dach und Fach“, freut sich der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent Thomas Metz.

„Mit einer Gesamtsumme von rund 240.000 Euro an Kreis- und Landesmitteln steht die bisher höchste finanzielle Ausstattung zur Verfügung. Niemals zuvor wurde für die Schuldnerberatung im Kreis mehr getan“, so Metz.

Das neue Beratungskonzept setzt dabei auf Prävention und Ausbau der bereits bestehenden Angebote. Schon jetzt bietet der Eigenbetrieb Neue Wege Kreis Bergstraße Personen, die Leistungen nach dem SGB II („Hartz IV“) empfangen, eine Schuldnerberatung an. Zukünftig können sich nun auch Personen, die keine Sozialleistungen oder Sozialhilfe erhalten, zum Thema „Schulden“ beraten lassen. Dazu bieten die sozialen Träger als Kooperationspartner des Kreises Bergstraße ein flächendeckendes in Modulen aufgebautes Beratungsangebot, welches von der Bestandsaufnahme bis zum Verbraucherinsolvenzverfahren alle relevanten Bereiche abdeckt. Bei allen Angeboten in den Beratungsstützpunkten soll der Mensch im Mittelpunkt stehen.

Ein neues Projekt ist die gezielte Präventionsarbeit an den Schulen. „Es ist leider Fakt, dass sich gerade junge Menschen häufig verschulden. Handyverträge, Internetkosten, teuere Bekleidung und das generelle Konsumverhalten lassen Jugendliche immer öfter in Zahlungsnöte geraten. Deshalb ist es wichtig, Kindern und Jugendlichen frühzeitig die nötige Fachkompetenz zu vermitteln“, erläutert Metz. Erreicht werden könne diese Zielgruppe am besten in der Schule. Für das Jahr 2009 ist daher vorgesehen in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt ein Pilotprojekt an drei oder vier Schulen im Kreis Bergstraße zu starten. Als Kooperationspartner konnte der Kreis Bergstraße die Arbeiterwohlfahrt (AWO) gewinnen.

„Momentan werben wir noch um finanzielle Unterstützung für unser Präventionsprojekt und hoffen vor allem bei den regionalen Kreditinstituten auf Interesse. Hier haben sich bereits erste Ansätze gezeigt und wir möchten die Kooperation gerne noch vertiefen“, schließt Sozialdezernent Thomas Metz.

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