Mit NAVI Bergstraße neue berufliche Perspektiven finden.

Etablierte Beratungsstelle für Geflüchtete und Migranten beim Jobcenter Neue Wege / Insgesamt bereits mehr als 4.000 Beratungen

Kreis Bergstraße (kb). Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist ein wichtiges Instrument bei der Förderung von Beschäftigung und sozialer Eingliederung. Ziel ist es hier, die Beschäftigungsfähigkeit benachteiligter Personen durch geeignete Maßnahmen zu erhöhen. Im Fokus der Arbeitsmarktförderung stehen hier benachteiligte Personen, Geringqualifizierte sowie Beschäftigte im Leistungsbezug aus den Rechtskreisen des SGB II, III, VIII, XII sowie dem Asylbewerberleistungsgesetz. Durch präventive, flankierende, kultursensible und/oder sozialintegrative Beratungs- und Qualifizierungsangebote sollen benachteiligte Menschen in den förderfähigen Rechtskreisen eine Unterstützung zur Erhöhung ihrer Beschäftigungsfähigkeit und Integration erhalten. Der Eigenbetrieb Neue Wege des Kreises Bergstraße (Kommunales Jobcenter im Kreis) setzt diese Aufgabe für Geflüchtete und Migranten im Rahmen des NAVI Bergstraße seit 2016 um. Dank der Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds ist es seit dieser Zeit möglich, allen Ratsuchenden eine Anlaufstelle zu bieten, die Beratung zu den vielfältigen Fragen und etwaigen Problemen rund um die Integration bietet.

So konnten seit 2016 mehr als 4.000 Beratungen durchgeführt werden und somit den Ratsuchenden, durch die Unterstützung des NAVI Bergstraße eine Perspektive für ihren Weg in eine neue berufliche Zukunft entwickelt werden. Die zuständige Mitarbeiterin steht den Ratsuchenden in allen Fragen zur Anerkennung von Abschlüssen, Sprachförderung bis hin zur Perspektivbildung im neuen Heimatland zur Verfügung. NAVI Bergstraße ist ein fester Bestandteil in der Flüchtlingsberatung des Kreises geworden.

Mit der fortschreitenden Integration der geflüchteten Menschen haben sich über die Jahre die Anforderungen und Fragestellungen geändert. Stand in den ersten Jahren noch das Ankommen in Deutschland im Vordergrund, so sind es heute mehr die Beratungen zu Berufsabschlüssen oder das Thema „Frauen in ihrer neuen Rolle“ in Deutschland. Ein wichtiges Thema ist über alle Jahre jedoch geblieben – der Spracherwerb. Hier spielt NAVI Bergstraße eine zentrale Rolle. Denn ohne entsprechende Sprachkenntnisse ist eine Integration auf dem Arbeitsmarkt schwierig beziehungsweise unmöglich. So hat die zuständige Kollegin eine zentrale Aufgabe, in dem sie das Thema Sprache beständig in den Fokus des Bewusstseins der Ratsuchenden rückt.

Lfd. Nr. 515 / 2021

Vom Sprachkurs zur Weiterbildung – Integrationsplanung im Bergsträßer Jobcenter 

Erfolgreiches Absolventenmanagement bei Neue Wege auch in „Coronazeiten“

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie fanden die Sprachkurse Anfang des Jahres im virtuellen Klassenzimmer statt. Es war somit nicht möglich, die Kundinnen und Kunden, wie vorgesehen, vor Ort in den Sprachschulen zu beraten. Um eine Lösung zu finden, wurden die Kursteilnehmenden alternativ zu den Gesprächen ins Jobcenter eingeladen. Somit konnte gewährleistet werden, dass alle, die an den Sprachkursen teilnahmen, durch die beiden zuständigen ASM-Mitarbeiterinnen ausführlich und zielführend beraten wurden.

So konnten allein den Jahren 2020/2021 mehr als 400 Personen auf dem Weg aus dem Sprachkurs in die Arbeitsmarktintegration an individuellen Beratungsgesprächen teilnehmen. Im Jahr 2020 war die Anzahl der Teilnehmenden durch den Lock-down und die wochenlangen Schulschließungen wesentlich geringer als in den Vorjahren. 2021 verbesserte sich die Lage durch virtuelle Klassenzimmerangebote und wiederkehrenden Präsenzunterricht. Jedoch waren die Klassengrößen aufgrund der Corona-Vorschiften und der Vorgaben zur begrenzten Anzahl der Teilnehmenden insgesamt wesentlich geringer als vor der Pandemie.

Da viele Träger im Frühsommer wieder auf Präsenzunterricht umstellten, konnte ab diesem Zeitpunkt die ASM-Beratung wie gewohnt beim Träger vor Ort durchgeführt werden. Trotz erschwerter Bedingungen aufgrund des Pandemiegeschehens konnten in diesem Jahr alle Teilnehmenden von Integrationskursen sowie Berufssprachkurse (DeuföV B1 und DeuföV B2) von den Mitarbeiterinnen des ASM beraten werden. Diese Kontinuität spiegelt auch die Kernkompetenz von Neue Wege wieder, sich auch unter erschwerten Bedingungen lösungsorientiert und flexibel auf neue Situationen einstellen zu können.

 Lfd. Nr. 508 / 2021

Arbeitsuchende im Kreis profitieren von Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget Hessen

Land und Kreis arbeiten bei der Arbeitsmarktförderung Hand in Hand / Umfangreiche Hilfestellungen für benachteiligte Menschen

Kreis Bergstraße (kb). Das Land Hessen unterstützt hessische Landkreise und kreisfreie Städte mit dem Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget bei der Umsetzung ihrer regionalen Förderansätze. Grundidee dabei: Die regionale Arbeitsmarktförderung eng mit den Akteuren vor Ort zu verknüpfen. Der Eigenbetrieb Neue Wege als Kommunales Jobcenter im Kreis Bergstraße hat diese Herausforderung angenommen und erhält durch die Förderung über das Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget die Möglichkeit, innovative Projekte umzusetzen, die aus den Bundesmitteln alleine nicht finanzierbar wären.

Ziel der Arbeitsmarktförderung ist dabei stets die Integration benachteiligter Menschen aus den Rechtskreisen des SGB II, III, VIII, XII sowie dem Asylbewerberleistungsgesetz. Seit vielen Jahren arbeiten die Mitarbeitenden als Kommunales Jobcenter gerade im Bereich der Förderung Jugendlicher mit den Mitteln des Landes Hessen und konnten so im Jahr 2021 neben den Förderungen der Jugendlichen zur Hinführung entsprechender Abschlüsse auch acht Projekte für Menschen mit Fluchthintergrund/Migranten umsetzen. Über die Maßnahmen der beruflichen Erstorientierung fördern die Experten junge Flüchtlinge und Migranten und führen sie über verschiedene Schritte in eine Ausbildung oder Arbeitsaufnahme.

Mit dem neuesten Projekt unterstützt Neue Wege Teilnehmende von Integrationssprachkursen im Rahmen einer „Sprachkursbegleitenden Hilfe“, um sie zu befähigen, auch mit Lerndefiziten der Herausforderung „Erlernen einer neuen Sprache“ gerecht zu werden. Doch damit nicht genug: „Auch im Bereich der Digitalisierung ermöglichen es die Mittel des Ausbildungs- und Qualifizierungsbudgets, Personengruppen mit Hemmnissen auf diesem Gebiet die entsprechende Unterstützung zu geben“, betont Diana Stolz, die Erste Kreisbeigeordnete des Kreises Bergstraße, die als Dezernentin für das kommunale Jobcenter zuständig ist. „So startet im Februar ein Kurs zur Erlangung der Grundkenntnisse auf dem Gebiet der Digitalisierung. Hier sehen wir auch künftig eine große Herausforderung, der wir gerade mit diesen Zusatzmitteln des Landes Hessen gerecht werden können.“

Lfd. Nr. 500/ 2021

Die Corona-Pandemie hat unser Land im Griff – Aufruf von Hubertus Heil

Mehr Infos unter: http://www.zusammengegencorona.de/impfen

 

 

 

Aktuelle Auftragsvergabe liegt vor.

Vergebener Auftrag:  „Maßnahme zur Überprüfung der Tragfähigkeit im Rahmen der Existenzgründung“. Vergabenummer: 21-EBNW-10

 

Unter folgendem Link finden Sie nähere Informationen:

 

https://www.had.de/onlinesuche_langfassung.html?showpub=CDPMP3T3BCX787VH

 

Aktuelle Auftragsvergabe liegt vor.

Vergebener Auftrag:  „Mehrtägige Schulung  Fallmanager*innen ressourcenorientierte und zukunftsorientierte Beratungsmethoden“ – Vergabenummer: 21-EBNW-13

 

Unter folgendem Link finden Sie nähere Informationen:

https://www.had.de/onlinesuche_langfassung.html?showpub=NZS4VAMJT9EE2YFK

 

 

Aktuelle Auftragsvergabe liegt vor.

Vergebener Auftrag:  „Projekt zur praktischen Arbeitserprobung im Rahmen von psychosozialen Hilfen“ mit der HAD-Referenznummer 16/13611

 

Unter folgendem Link finden Sie nähere Informationen:

https://www.had.de/onlinesuche_langfassung.html?showpub=L3EXCQ3KJLT23B8C

 

 

Aktuelle Auftragsvergabe liegt vor.

Vergebener Auftrag: Suchtberatung Kreis Bergstraße HAD-Referenznummer 16/13610

 

Unter folgendem Link finden Sie nähere Informationen:

https://www.had.de/onlinesuche_langfassung.html?showpub=INK0POL2IYOAI9WT

 

Arbeitslosenquote im Kreis Bergstraße sinkt weiter

Weniger Arbeitslose und Langzeitarbeitslose im Kreis / Kennzahlen des Kreises Bergstraße deutlich unter Hessen- und Deutschland-Schnitt.

Kreis Bergstraße (kb). Im November waren im Landkreis Bergstraße 4.700 arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen damit um 185 Personen, also um 3,8 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (Bestand: 6.117) sank die Arbeitslosenzahl um 1.417 Personen (-23,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag bei 3,2 Prozent. Im Vorjahr waren es 4,1 Prozent. Dies ist die niedrigste Quote seit vielen Jahren. Zum Vergleich: Hessenweit liegt die Arbeitslosenquote derzeit bei 4,6 Prozent und damit deutlich höher. Deutschlandweit wird eine Quote von 5,1 Prozent verzeichnet.

Für Landrat Christian Engelhardt sind die Rekordzahlen ein guter Beleg für die sehr gute wirtschaftliche Struktur der Bergstraße, die von Vielfalt und einer guten Vernetzung in die Metropolregionen geprägt ist. „Die Bergsträßer Wirtschaft zeigt, dass sie durch Corona nicht niedergeworfen wurde. Viele Unternehmen suchen Fachkräfte – und finden Sie bei uns.“

Auch Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, die für das kommunale Jobcenter zuständig ist, freut sich über die positive Entwicklung. „Der positive Trend mit immer neuen Rekorden ist kein Selbstläufer. Mein Dank geht deshalb insbesondere an unsere Arbeitsmarktagentur ‚Neue Wege‘, die mit einer Vielzahl von Konzepten Menschen Wege in den Arbeitsmarkt öffnen.“

Neben den sehr guten Arbeitsmarktzahlen punktet der Kreis Bergstraße auch mit sehr guten Arbeitslosigkeitszahlen (ALO) im U25-Bereich: Der Arbeitsmarkt an der Bergstraße zeigt sich trotz vierter Coronawelle im November freundlich. Die ALO-Zahlen im SGB II-Bereich sind weiterhin rückläufig und liegen bei 1,7 % am Stichtag 30.11. Sie belegen die großen Anstrengungen des kommunalen Jobcenters Neue Wege den Betroffenen beratend, unterstützenden und gezielt vermittelnd zur Seite zu stehen. Besondere Erfolge erzielte das Jobcenter im Bereich U25. Mit einer Quote von nur 0,3% belegt es einen absoluten Spitzenplatz im hessischen Ranking und ist die niedrigste seit Juli 2017.

„Unsere Strategie mit maßgeschneiderten Fördermaßnahmen der Arbeitslosigkeit in unserer Region entgegen zu treten, zahlt sich immer wieder aus“, so die zuständige Dezernentin Diana Stolz. “Junge Menschen auf einen guten Weg zu bringen und gleichzeitig den Fachkräftemangel abzumildern sind zwei der wichtigen Zukunftsaufgaben.“

erstellt am 30.11.2021