325.253 Euro in die Zukunft investieren

Jobcenter Neue Wege erhält Förderbescheid des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration / Projekt „Familien stärken – Zukunft sichern“ startet

Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel überreichte den Förderbescheid an Karin Weißhaar (l.) und Gundra Simon (r.) von Neue Wege.

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Kreis Bergstraße (kb.)

Der Eigenbetrieb Neue Wege Kreis Bergstraße – Kommunales Jobcenter – hat den Zuschlag für Fördermittel aus der Initiative „Kompetenzen entwickeln – Perspektiven eröffnen (KoPe)“ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration erhalten. Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel überreichte offiziell die Förderzusage an Karin Weißhaar, Produktmanagerin Förderinstrumente bei Neue Wege und an Gundra Simon, Teamleiterin des Bereichs Förderinstrumente. Aus dem Budget der Landesmittel erhält Neue Wege 325.253 Euro. Damit startet das kommunale Jobcenter das Projekt „Familien stärken – Zukunft sichern“, das für Familien im SGB II-Leistungsbezug ohne erwerbstätige Elternteile und deren Kinder entwickelt wurde.

„Mit dem Projekt „Familien stärken – Zukunft sichern“ verfolgen wir das Ziel, die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffenen Eltern noch besser zu unterstützen und zu begleiten, um dieser Personengruppe Chancen zu eröffnen und ihre soziale Teilhabe zu sichern“, erläutert die Erste Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernentin Diana Stolz.

Jeweils bis zu ein Jahr lang können bis zu 12 Familien Maßnahmen in den Bereichen „Aufsuchende Hilfe“, „Familien- und Vermittlungscoaching“, „Qualifizierung sowie Nachbetreuung“ in Anspruch nehmen. Zusätzlich dazu bietet Neue Wege Unterstützung bei familiären Anliegen an, wie beispielsweise Sucht- und Schuldnerberatung.

„Die Maßnahmen sollen die Eltern auf eine mittelfristige Rückkehr in den Arbeitsmarkt vorbereiten, während den Kindern Entwicklungschancen ermöglicht werden, die sie für ihre Zukunft stärken“, so Stolz abschließend.

Hintergrund:
Die Initiative „Kompetenzen entwickeln- Perspektiven eröffnen (KoPe)“ der Hessischen Landesregierung läuft von 2015 bis 2019 und hat das Ziel, Menschen, die seit mindestens zwei Jahren Leistungen nach SGB II empfangen, den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt und eine soziale Teilhabe zu ermöglichen. Das Projekt „Familien stärken- Zukunft sichern“ ist eins von sechs in diesem Jahr ausgewählten Projekten, die von der Initiative gefördert werden. Insgesamt sind in Hessen 17 Projekte verschiedener Institutionen an der Initiative beteiligt.

Betriebskommission beschließt neue Programme

Coaching und Hilfen – Betriebskommission beschließt neue Programme für Selbständige und Flüchtlinge

Kreis Bergstraße (kb.) Die Betriebskommission des Eigenbetriebs Neue Wege Kreis Bergstraße – Kommunales Jobcenter – hat in ihrer letzten Sitzung unter dem Vorsitz der Ersten Kreisbeigeordneten Diana Stolz wichtige Maßnahmen zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt beschlossen.

„Neue Wege steht in engem Kontakt mit den Arbeitgebern und hat den aktuellen Arbeitsmarkt im Blick. Bei der Entscheidung über Maßnahmen sind die Wünsche und Anforderungen der Betriebe ebenso ausschlaggebend, wie die Bedürfnisse der Menschen, die wir in Arbeit bringen wollen“, eröffnete die zuständige Dezernentin die dritte Sitzung in diesem Jahr.

Der Eigenbetrieb bietet ein spezielles Coaching-Programm für Selbständige an. Es richtet sich an Personen, die zwar seit einem Jahr hauptberuflich selbständig sind, aber noch nicht ausreichend verdienen, um auf SGB II-Leistungen verzichten zu können. Das Angebot soll den Weg in eine unabhängige Selbständigkeit ebnen. Ein weiteres Angebot ist „Neustart Bergstraße“, dass sich an geflüchtete Menschen mit Anspruch auf Sozialleistungen richtet und der beruflichen Erstorientierung dient. „Neustart Bergstraße“ beginnt am 1. September und ist auf ein Jahr ausgelegt. Sprachkenntnisse und das Kennenlernen des Lebensalltags in Deutschland stehen zunächst im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden können ihre Schlüsselkompetenzen erproben und eine berufliche Erstorientierung vornehmen, dabei werden auch Praktikumsplätze vermittelt. Mit so deutlich verbesserten Eingliederungschancen soll am Ende die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt stehen.

Um Sprachkenntnisse geht es auch bei einem neuen Angebot des Eigenbetriebs: Mit sprachkursbegleitenden Hilfen erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Integrationskursen, deren erfolgreicher Abschluss aber gefährdet ist, wirkungsvolle Unterstützung. Ab Juli wird in Bensheim, Lampertheim und Mörlenbach über einen Zeitraum von 6 Monaten Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache angeboten. Diese reicht von der klassischen Nachhilfe bis hin zur „Hilfe zur Selbsthilfe“. Am Ende soll es heißen: „Kursziel erreicht“.

„Auch die neuen Maßnahmen werden dazu beitragen, über Spracherwerb und Kontakt mit der Arbeitswelt die Ausgangslage für einen erfolgreichen beruflichen Einstieg spürbar zu verbessern. So kann letztlich die Integration in unserem Kreis gelingen, was unser oberstes Ziel ist“, erklärt Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz abschließend.