Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget stärkt auch im Kreis Bergstraße den Arbeitsmarkt

Kommunales Jobcenter Neue Wege setzt mit der Förderung des Landes Hessen mehrere erfolgreiche Projekte um

Kreis Bergstraße (kb). Im April waren im Landkreis 6.744 Menschen (Vormonat: 6.837) arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen damit um 93 Personen (-1,4 Prozent) gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (Bestand: 6.317) stieg die Arbeitslosenzahl um 427 Personen (+ 6,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag im April 2024 bei 4,5 Prozent. (Vorjahr: 4,3 Prozent). Zum Vergleich: Für Hessen insgesamt liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei 5,6 Prozent, deutschlandweit bei 6,0 Prozent.

Auch durch das Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget (AQB) geförderte Maßnahmen tragen dazu bei, dass die Arbeitslosenzahlen im Kreis auf vergleichsweise stabilem Niveau bleiben. Die hessische Landesregierung unterstützt mit dem Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget die 26 hessischen Landkreise und kreisfreien Städte, so auch den Kreis Bergstraße und das kommunale Jobcenter Neue Wege. Das regionale arbeitsmarktpolitische Instrument ermöglicht eine finanzielle Unterstützung bei der Ausbildungsvorbereitung, bei der Ausbildung sowie beim Ausbildungscoaching in anerkannten Ausbildungsberufen und Qualifizierungsprojekte zur Arbeitsmarktintegration. Auch Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeitende der Jobcenter, die in der fachlichen Verantwortung für die Zielgruppen stehen, werden unterstützt.

„Mit dem Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget stärkt das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales den regionalen Arbeitsmarkt, indem es Maßnahmen ermöglicht, die wir allein aus Bundesmitteln nicht finanzieren könnten. Es ist angesichts des Fachkräftemangels wichtig, dass wir so viele Menschen wie möglich zielgerichtet qualifizieren und in Jobs bringen können. Es freut mich sehr, dass die Maßnahmen unseres kommunalen Jobcenters, die über das Budget gefördert werden, so gut angenommen werden“, sagt Landrat Christian Engelhardt. Dr. Melanie Marysko, Leiterin des Eigenbetriebes Neue Wege Kreis Bergstraße –Kommunales Jobcenter-, ergänzt: „Das Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget ist für die regionale Arbeitsmarktförderung im Kreis Bergstraße ein sehr wichtiger Bestandteil. Wir sind stolz auf unsere Projekte, die immer wieder gute Zustimmung erhalten, Menschen Perspektiven eröffnen und somit zukunftsgestaltend sind.“ .

Die Zielgruppen sind hierbei rechtskreisübergreifend und so können Menschen aus den Rechtskreisen des SGB II (Empfängerinnen und Empfänger von Bürgergeld), SGB III (zum Beispiel Menschen, die an Aktivierungsmaßnahmen teilnehmen), SGB VIII (zum Beispiel Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe) und SGB XII (zum Beispiel Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen der Grundsicherung bei Erwerbsminderung) an den Fördermaßnahmen teilnehmen.

Bei Neue Wege Kreis Bergstraße -Kommunales Jobcenter- werden im Rahmen der Fördermöglichkeiten aus dem AQB mehrere Projekte erfolgreich umgesetzt. Dazu zählen unter anderem ein Absolventenmanagement für Teilnehmende in Sprachkursen und bei Bedarf sprachkursbegleitende Unterstützung. Auch wird eine berufliche Erstorientierung für geflüchtete Jugendliche sowie eine Ausbildungsvorbereitung für schulmüde Jugendliche und Schulverweigerer, jeweils mit der Möglichkeit nachträglich die Hauptschulreife zu erlangen, angeboten. Seit 2020 haben bereits 1150 Personen an über das AQB geförderten Projekten von Neue Wege Kreis Bergstraße -Kommunales Jobcenter- teilgenommen.

Wir suchen Verstärkung! Juristin/Jurist (m/w/d) als Leitung für das Team Recht

Neue Wege Kreis Bergstraße –Kommunales Jobcenter– ist als Eigenbetrieb des Kreises zuständig für die Grundsicherung und Integration von Menschen im Bürgergeld– Bezug. Neue Wege wird bundesweit als sehr innovatives Jobcenter wahrgenommen und bietet seinen Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen einen herausfordernden Arbeitsplatz mit größtmöglichen Raum für  Eigeninitiative sowie Gestaltungs- und Entscheidungsmöglichkeiten.

Verstärken Sie das Team des Eigenbetriebs Neue Wege Kreis Bergstraße am Standort Heppenheim als

Juristin/Jurist (m/w/d) als Leitung für das Team Recht

Entgeltgruppe 12 TVöD | Vollzeit (Teilzeit möglich) | unbefristet

Ihr zukünftiges Aufgabengebiet

  • Sie leiten ein Team mit 15 Mitarbeitenden in den Themen Grundsatzangelegenheiten, Widerspruchs- und Klagebearbeitung und Unterhaltsbeziehung SGB II
  • Sie führen Klagen und Eilverfahren an Sozial- und Landessozialgerichten durch
  • Sie erstellen Widerspruchsbescheide und beraten Kolleginnen und Kollegen hierbei
  • Sie klären allgemeingültige Rechtsfragen für die Betriebsleitung und für Führungskräfte und bereiten Entscheidungen über die Vorgehensweise in grundsätzlichen rechtlichen Angele­genheiten des Eigenbetriebs vor
  • Sie beraten operative Führungskräfte in komplizierten rechtlichen Einzelfragen
  • Sie sichten Fachliteratur/ Rundschreiben/ Urteile und geben wesentli­che gesetzliche Änderungen weiter
  • Sie sind federführend bei der Erstellung von Arbeitshilfen und Handlungsempfehlungen im Bereich der Leistungsgewährung
  • Sie nehmen an Führungskräftebesprechungen und externen hessenweiten Arbeitskreisen teil.

Falls Sie sich für diese Stelle interessieren, erhalten Sie genauere Informationen unter folgendem Link:

Stellenangebot Juristin/Jurist (m/w/d) als Leitung für das Team Recht bei Kreis Bergstraße (kreis-bergstrasse.de)

Praktikumstage im Sommer

Auch in diesem Jahr finden wieder Praktikumswochen im Kreis Bergstraße statt.

Weitere Informationen finden Schülerinnen und Schüler hier.

Interessierte Unternehmen finden hier Informationen. Und alles weitere finden Sie auf der Seite Praktikumstage Bergstraße.

OloV feiert Jubiläum: 15 Jahre Berufsorientierung

Kreis Bergstraße seit 2009 an hessischer Strategie beteiligt

Landrat Christian Engelhardt (3. v. l.) gemeinsam mit der OloV-Steuerungsgruppe und der regionalen Koordination im Kreis Bergstraße (v.l.n.r.): Norbert Schultze vom Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V., die Betriebsleiterin des Eigenbetriebes Neue Wege Kreis Bergstraße – Kommunales Jobcenter, Dr. Melanie Marysko, die Abteilungsleiterin Fachkräftesicherung der HWK Frankfurt-Rhein-Main, Simone Emmenlauer, Doris Drechsel und Michael Moser von der HWK Frankfurt-Rhein-Main, Fritz Strößinger vom Eigenbetrieb Neue Wege Kreis Bergstraße – Kommunales Jobcenter, der regionale Koordinator OloV, Hermann Riebel vom Jugendamt Kreis Bergstraße, die regionale Koordinatorin OloV, Karin Weißhaar vom Eigenbetrieb Neue Wege Kreis Bergstraße – Kommunales Jobcenter, Renate Peltzer von der Agentur für Arbeit, Thorsten Wohlgemuth und Marcus Orth vom Staatlichen Schulamt für den Landkreis Bergstraße und den Odenwaldkreis, der Leiter des Geschäftsbereiches Aus- und Weiterbildung der IHK Darmstadt, Dr. Marcel Walter, die Vizepräsidentin der IHK Darmstadt, Tatjana Steinbrenner sowie der stellvertretende Fachbereichsleiter Ulrich Schneider vom Jugendamt Kreis Bergstraße. (Auf dem Bild fehlt der Teamleiter der Bereichs Aus- und Weiterbildung der IHK Darmstadt, Torsten Heinzmann)

 

Kreis Bergstraße (kb). Wie kann Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Übergang von der Schule in den Beruf möglichst leicht gemacht werden? Wie können sie bei der Wahl des richtigen, für sie passenden Berufs unterstützt werden? In Hessen gibt es hierfür im Rahmen des Hessischen Paktes für Ausbildung die Strategie OloV – die „Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule Beruf“. Die Steuerungsgruppe im Kreis Bergstraße feierte nun ihr 15-jähriges Jubiläum.

Ziel der Strategie ist es, in regionalen Zusammenhängen Strukturen zu stabilisieren und dauerhaft zu verankern, in denen Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützt werden. Durch Kooperation und Koordination der Ausbildungsmarkt-Akteure sollen junge Menschen schneller und individuell passender in Ausbildung vermittelt werden. So wird im Kreis Bergstraße etwa die regionale Koordination durch den Eigenbetrieb Neue Wege Kreis Bergstraße – Kommunales Jobcenter und das Jugendamt übernommen. Zudem gibt es am staatlichen Schulamt eine Ansprechperson für die berufliche Orientierung in allen Bildungsgängen. Schulkoordinierende für fächerübergreifende Berufsorientierung (SchuKos) vervollständigen die Kooperation.

„Die Berufswahl ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben. Um hier erfolgreich zu sein, ist es wichtig, eine erfüllende Arbeit zu finden. Und genau hierbei hilft OloV, damit sich Schülerinnen und Schüler auf ihrem individuellen Weg nicht verlaufen“, lobt Landrat Christian Engelhardt beim Fachtag zum Thema „Schritte in die Zukunft: Berufsorientierung gemeinsam weiterdenken!“ anlässlich des Jubiläums. „Das ist nicht nur wichtig für junge Menschen, sondern auch für uns als Gesellschaft. Gerade im Angesicht des Fachkräftemangels müssen wir unsere Strategie immer wieder an neue Herausforderungen anpassen. Dabei sind wir auf einem guten Weg: Mit knapp 3,4 Prozent hat der Kreis eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten von Unter-25-Jährigen in Hessen. Ich bin mir sicher, dass die OloV-Engagierten hieran einen gehörigen Anteil haben. Vielen Dank für Ihren Einsatz, den Sie stets mit großer Begeisterung leisten!“

Meilensteine der OloV im Kreis Bergstraße

Neben einem Impulsreferat zum Thema „Berufliche Orientierung im Wandel: Trends und Zukunft“ von Dr. Christian Lannert von der TU Darmstadt sowie mehreren Themen-Tischen wurden am Fachtag vor allem die Meilensteine des OloV-Projektes im Kreis Bergstraße der vergangenen 15 Jahre beleuchtet:

Zentrales Ziel am Anfang war die Implementierung fächerübergreifender Curricula zum Thema Berufsorientierung an Schulen. Fortbildungen für die Schulkoordinierenden, begleitet von Fachveranstaltungen und Workshops halfen, dies mit auf den Weg zu bringen. Im Laufe der Jahre folgten weitere Fachveranstaltungen, unter anderem zu den Themen „Junge Migrantinnen und Migranten im Übergang von der Schule in den Beruf“, „Berufsorientierung junger Geflüchteter“ und „Gendersensible Berufsorientierung“. Materialien und Medien zur Berufsorientierung und für die Transparenz der Angebotsstrukturen im Übergang von der Schule in den Beruf wurden erstellt und werden immer wieder aktualisiert und veröffentlicht.

Seit 2017 werden die Zielsetzungen für den regionalen OloV-Prozess in einer regionalen Strategie gebündelt, was sie zu einem festen Bestandsteil der Arbeitsmarktstrategie des Kreises Bergstraße macht. Seit 2022 führen die OloV-Partner zudem gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Bergstraße das Projekt „Praktikumswoche“ durch.

Die regionale OloV Steuerungsgruppe umfasst Vertreterinnen und Vertreter des Jugendamtes, Eigenbetriebes Neue Wege Kreis Bergstraße – Kommunales Jobcenter, Staatlichen Schulamtes, der Agentur für Arbeit Darmstadt, der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, IHK Darmstadt Rhein Main Neckar sowie des Südhessischen Unternehmerverbandes. Gemeinsam werden Zielsetzungen für den regionalen OloV-Prozess erarbeitet. Die Steuerungsgruppe entscheidet, an welchen Qualitätsstandards sie schwerpunktmäßig arbeiten will und welche Teilziele sie sich setzt. Dabei orientiert sie sich an den vorhandenen Ansätzen, Aktivitäten und Kooperationsstrukturen im Kreis Bergstraße.

OloV wird von allen Partnern des Hessischen Ausbildungspaktes getragen und von der Hessischen Landesregierung aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, des Hessischen Kultusministeriums und der Europäischen Union Europäischer Sozialfonds gefördert.