Start ins Arbeitsleben geglückt: Aktuelle Zahlen von vermittelten Jugendlichen im Kreis Bergstraße stimmen positiv

Zu Beginn des Ausbildungsjahres 2011/2012 konnte Neue Wege 31 Jugendliche in Arbeit und 60 Jugendliche in Ausbildung vermitteln. Weitere 104 Jugendliche beginnen Qualifizierungs- und Orientierungsmaßnahmen. „Dieses erfreuliche Ergebnis zeigt, wie wirksam das Vermittlungskonzept „U-25“ des Eigenbetriebes ist“ teilt der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent Thomas Metz mit.
Die Aktivitäten zur Vermittlung von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt laufen in den Jobcentern Mörlenbach, Viernheim, Bürstadt und Heppenheim seit dem Frühjahr auf Hochtouren: Ganzjährig ist ein Expertenteam von U-25 Fallmanagern im Einsatz, deren Priorität es ist, die Ausbildungsreife zu fördern, Berufsorientierung anzubieten und speziell für förderungsbedürftige Jugendliche Einstiegsqualifizierungen bereitzustellen. Als kompetente Ausbildungsvermittler kümmern sie sich um alle Fragen rund um Bewerbung, Vorstellungsgespräch und Ausbildung und stehen für Unternehmen als Ansprechpartner zur Verfügung. „Wir sehen in unserer Arbeit einen kontinuierlichen Prozess und setzen auch weiterhin auf den persönlichen Kontakt. Wir betreuen unsere Jugendlichen auch über die Vertragsunterzeichnung hinaus und bleiben für sie Ansprechpartner und Ratgeber“, so Felix Koch, U-25 Fallmanager im Jobcenter Bürstadt.
Schlechter Schulabschluss, Schule abgebrochen, keine Idee welcher Weg der Richtige ist oder welche Möglichkeiten es überhaupt gibt? Um Berufsstartern, die auf dem klassischen Bewerbungsweg eher geringe Chancen auf einen Ausbildungsplätz hätten, eine Perspektive zu geben, bietet Neue Wege Kreis Bergstraße -Kommunales Jobcenter- in Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft Bergstraße und dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft verschiedene Förder- und Ausbildungsmöglichkeiten an. Trotz möglicher Defizite können die Jugendlichen unterschiedliche Berufe wie Maler/Lackierer, Tischler, Metallbauer oder auch das Friseurhandwerk, Floristik oder Garten- und Landschaftsbau erlernen. Die Ausbildung erfolgt dabei entweder in Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben oder ausschließlich durch den Bildungsträger als überbetriebliche Ausbildung.
Aktivierungsmaßnahmen wie „Aktivierungshilfen für Jüngere“ des Berufsbildungszentrums richten sich an Jugendliche mit vielfältigen und schweren Vermittlungshemmnissen und bereiten sie in Bensheim, Lampertheim, Mörlenbach sowie Viernheim gezielt auf die Aufnahme einer Ausbildung vor. „Durch eine intensive sozialpädagogische Betreuung werden die Teilnehmer an das Ausbildungs- und Beschäftigungssystem herangeführt. Das projektbezogene Arbeiten stärkt ihre Selbstmotivation und Eigenverantwortung – nur so können die Weichen für das weitere Leben gestellt werden und der Einstieg ins Berufsleben gelingen“ so Fritz Strößinger, Mitarbeiter im Bereich Förderinstrumente.
Im Rahmen der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB) ist zudem eine Vorbereitung auf den Erwerb des Hauptschulabschlusses und den Start in eine Ausbildung möglich. „Einstiegsqualifizierungen für Jugendliche“ führen die Teilnehmer praxisnah an eine Ausbildung heran. Sie beinhalten ein sozialversicherungspflichtiges Langzeitpraktikum von bis zu 12 Monaten. So ist gewährleistet, dass sich die zukünftigen Berufsstarter und die Ausbildungsbetriebe beschnuppern können. Stimmt die Chemie und die Leistungsfähigkeit, steht der beruflichen Selbstverwirklichung nichts mehr im Wege. Metz abschließend: „Für uns ist es eine besondere Herausforderung, jungen Menschen die bestmögliche Unterstützung zu geben und auf die unterschiedlichen Bedürfnisse jedes Einzelnen eingehen zu können. Jeder soll die Chance auf einen Ausbildungsplatz und eine Zukunft fern von staatlicher Unterstützung erhalten.“

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