Spitzenplatz in Hessen verteidigen

Berichterstattung aus der Lampertheimer Zeitung

(udi). Die Mitglieder des Arbeitskeises Arbeit, Familie und Gesundheit der CDU-Landtagsfraktion haben sich beim Eigenbetrieb Neue Wege und im Job-Center Heppenheim über die Potenziale aktivierender Arbeitsmarktpolitik informiert. Hintergrund ist die vor kurzem auch durch den Bundesrat beschlossenen Bestandsgarantie für die bestehenden Job-Center und der Erwartung, dass durch die erfolgte Neuregelung in Hessen drei weitere dieser kommunalen Einrichtungen gegründet werden können. Mit dabei waren auch die zuständige Staatssekretärin Petra Müller-Klepper und der Bergsträßer CDU-Landtagsabgeordnete Peter Stephan (Mörlenbach).

Die Arbeit des Eigenbetriebs skizzierte Arbeitskreisvorsitzender Landtagsabgeordneter Dr. Ralf-Norbert Bartelt zu Beginn des zweistündigen Besuchs. Er betonte, dass es Ziel seiner Fraktion sei, die 2005 begonnene Arbeit zur Wiedereingliederung der Langzeitarbeitslosen Hand in Hand fortzusetzen und weiter auszubauen.

Erster Kreisbeigeordneter Thomas Metz und Eigenbetriebsleiter Rainer Burelbach zeigten die Arbeit der insgesamt 160 Mitarbeiter in den vier in allen Regionen des Kreises bestehenden Job-Centern auf. Derzeit werden im Kreisgebiet 8 000 Bedarfsgemeinschaften mit 11 450 erwerbsfähigen Hilfebedürftigen betreut. Die Regelleistungen sind von 2006 bis 2009 um acht Millionen Euro zurückgegangen. Stärker zu Buch schlagen die Kosten der Unterkunft, die durch die gestiegenen Nebenkosten einen überproportionalen Anstieg der Belastung des Kreises aufzeigten.

Gute Erfahrungen habe man im Kreis mit einer täglich aktualisierten Aufstellung mit allen freien Stellen gemacht. Die Betreuung der Arbeitslosen und die Leistungsgewährung aus einer Hand durch die Fallmanager verkürze die Beratungszeit und ermögliche in Kombination der vorhandenen Schuldnerberatung den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zu den Hilfe suchenden Menschen.

Die konsequente Eigenverantwortung und Eigeninitiative der Kunden bei der Arbeitssuche werde in der Einstiegsoffensive gefördert. Durch einen Arbeitgeberservice und die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung des Kreises konnten so beispielsweise im Jahr 2008 von 1 134 Teilnehmern 52 Prozent in den ersten Arbeitsmarkt erfolgreich vermittelt werden.

In einem Projekt für Alleinerziehende an vier Standorten mit 78 Teilnehmern werden Hilfen für die aktuelle Lebenssituation, die Berufs- und Ausbildungsorientierung bis hin zu sachgerechten Lösungen für die Kinder angeboten. Älteren Langzeitarbeitslosen steht der Beschäftigungspakt „Pro Arbeit 50 plus“ zur Verfügung. In 15 Kommunen des Kreises bilden verschiedene Maßnahmenträger individuelle Bildungsmaßnahmen an für die Betroffene Bildungsgutscheine erhalten.

Erster Kreisbeigeordneter Thomas Metz unterstrich, dass der Kreis Bergstraße die Arbeit im Eigenbetrieb Neue Wege als gestaltende Aufgabe für die Langzeitarbeitlosen ansehe und durch Ausbau der Hilfsangebote seinen Spitzenplatz in Hessen verteidigen wolle. Für die Landesregierung erklärte Staatssekretärin Müller-Klepper, dass das Land bei der Weiterentwicklung der Strukturen und der Instrumente weiterhin Hilfe gewähren werde und die Partnerschaft mit den Optionskommunen ausbauen werde.

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