Schulden: Immer mehr brauchen Rat

Im vergangenen Jahr rund 1000 Fälle im Kreis

Im vergangenen Jahr haben rund 1000 Personen die Angebote der Schuldnerberatung im Kreis Bergstraße in Anspruch genommen. Das sind 200 mehr als im Vorjahr. In 4200 Stunden wurden die Beratungsgespräche geführt – mehr als 1000 zusätzliche Stunden im Vergleich zu 2009. Das berichtete jetzt Sozialdezernent Thomas Metz.
Angesichts dieser Bilanz sei es die richtige Entscheidung, gewesen, die Schuldnerberatung im Kreis Bergstraße auszubauen. Die Beratungsangebote seien ein wichtiges Instrument zur Armutsbekämpfung, sowohl präventiv als auch zur Krisenintervention. “Sie stehen nicht nur Beziehern von Sozialleistungen offen, sondern auch vielen anderen”, so Metz. Rund ein Viertel der Hilfesuchenden beziehe keine sozialen Leistungen.
Die Zusammenarbeit des Kreises mit der Arbeiterwohlfahrt, der Caritas und dem Diakonischen Werk ermögliche ein gut erreichbares und bürgernahes Angebot, so Metz. Für Hartz-IV-Empfänger stehen die Schuldnerberater in den Jobcentern Heppenheim, Bürstadt, Mörlenbach und Viernheim zur Verfügung. Alle anderen Interessierten können sich in den Haupt- und Außenstellen der Träger in Bensheim, Heppenheim, Bürstadt, Wald-Michelbach, Mörlenbach und Hirschhorn an die Berater wenden.
In 2010 konnte die Schuldnerberatung in einem Umfang finanziert werden, wie das bisher nicht der Fall gewesen war. Aus Kreis- und Landesmitteln wurden 240 000 Euro verwendet. Auch für dieses Jahr steht ein entsprechendes Budget zur Verfügung, das die Grundlage für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit den Trägern ist. “Der Kreis wird die Schuldnerberatung weiter unterstützen, damit Betroffene effektive Beratung erhalten können. Dies trägt wesentlich zum Erhalt und der Wiedererlangung von Beschäftigung bei”, so Metz.

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