Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit im November

Der Eigenbetrieb Neue Wege Kreis Bergstraße meldet im November einen erfreulichen Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit. Im Monat November waren 5.014 Langzeitarbeitslose beim Eigenbetrieb registriert. Im Vormonat Oktober hingegen noch 5.285, dies entspricht einem Rückgang um 271 Leistungsbezieher. Die Zahl der erwerbsfähigen Hilfeempfänger ist ebenfalls rückläufig. Sie sank um 126 Personen. Zählte Neue Wege im Oktober 11.483 Menschen, so erhalten jetzt noch 11.357 finanzielle Unterstützung.

Im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit ist ebenfalls weiterhin eine leichte Abnahme zu verzeichnen. Im November waren 238 Jugendliche in der Betreuung von Neue Wege, dies sind sieben weniger als im Vormonat. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften ist hingegen konstant. Im November waren es 7.922 und somit eine mehr als im Vormonat.

Neue Wege Betriebsleiter Rainer Burelbach führt den Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit im Kreis Bergstraße auf die Wirksamkeit der eingesetzten Förderinstrumente zurück. Der Eigenbetrieb hat in den letzten Monaten verstärkt Maßnahmen zur Qualifizierung und Aktivierung aufgelegt. Speziell das Projekt „ProArbeit 50PLUS“, das die Verbesserung von Beschäftigungschancen älterer Langzeitarbeitsloser zum Ziel hat, erweist sich als sehr erfolgreich. Bisher konnten 35 ältere Leistungsbezieher in Arbeit vermittelt werden. 49 Personen nahmen im Rahmen des Projekts an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teil.

„Wir versuchen den Auswirkungen der Wirtschaftskrise mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln entgegenzuwirken und setzen weiterhin auf Qualifizierung. Arbeitslose mit Fachkenntnissen haben deutlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt“. Er weist aber auch darauf hin, dass sich die Auswirkungen der Wirtschaftskrise im Bereich der Langzeitarbeitslosigkeit erst zeitverzögert bemerkbar machen. Oftmals scheiden Arbeitnehmer die im Zuge der Finanzkrise ihre Arbeit verloren haben nach 12 Monaten Bezugsdauer aus dem Arbeitslosengeld I der Bundesagentur für Arbeit aus und werden anschließend von Neue Wege betreut. „Die aktuellen Zahlen stimmen uns zwar verhalten optimistisch, dennoch ist mittelfristig noch keine deutliche Trendwende absehbar“, so Burelbach.

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