Rückblick auf 2013: Maßnahmen zur Integration von Langzeitarbeitslosen zeigen positive Wirkung

Vorstellung des Eingliederungsberichts 2013 des Kommunalen Jobcenters

Das Kommunale Jobcenter Neue Wege Kreis Bergstraße hat seinen Eingliederungsbericht für 2013 vorgelegt und lud aus diesem Anlass zur Präsentation in die Räumlichkeiten in Heppenheim ein. Auf rund 40 Seiten werden die erbrachten Leistungen zur Eingliederung und die damit erreichten Eingliederungserfolge des letzten Jahres dargestellt.

„Neue Wege kann einige Erfolge auf dem regionalen Arbeitsmarkt verbuchen, wie unsere Statistiken belegen. Die Monate Oktober, November und Dezember 2013 weisen beispielsweise den niedrigsten Stand an Bedarfsgemeinschaften seit Bestehen von Neue Wege auf – ein tolles Ergebnis! Auch die 2098 in den ersten Arbeitsmarkt vermittelten Langzeitarbeitslosen sprechen für eine hervorragende Arbeit unserer Fallmanager“, so der Neue Wege Betriebsleiter Stefan Rechmann bei der Präsentation des Eingliederungsberichts.

Zu den Schwerpunkten, die sich der Eigenbetrieb in 2013 gesetzt hatte, gehörte es, die Arbeitsmarktchancen von Menschen mit Handicap zu steigern. Für diese Personengruppe wurde der Einsatz von finanziellen Mitteln besonders seit dem letzten Jahr verstärkt. Insgesamt gibt es im Kreis zwei spezifische Maßnahmen für Behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen sowie eine Beratungsstelle für Betroffene und Arbeitgeber. Für den Kreis Bergstraße, der im letzten Jahr eine Kreisteilhabekonferenz mit den Schwerpunkten Bildung und Beschäftigung von behinderten Menschen ins Leben gerufen hat, setzt Neue Wege das Thema Beschäftigung um. Kernstück der Kreisteilhabekonferenz ist dabei ein Arbeitskreis „Behinderte in den ersten Arbeitsmarkt“, der regionale Arbeitgeber der Region bestärkt behinderte Menschen einzustellen und dabei Hilfestellungen anbietet.

Auch im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit kann der Eigenbetrieb gute Zahlen vermelden. Der Kreisbeigeordnete Matthias Schimpf erklärt: „Im Dezember waren im Kreis Bergstraße 39 Jugendliche ohne Arbeit oder Ausbildung. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 0,3 Prozent im Kreis. Im Vergleich zu Hessen mit einer Arbeitslosenquote von 2,8 Prozent ein herausragender Wert, den es aber weiterhin zu verbessern gilt.“

Betriebsleiter Rechmann abschließend: „Die Struktur der Menschen im Langzeitleistungsbezug hat sich geändert – der größte Teil der SGB II-Bezieher ist nicht direkt in Arbeit vermittelbar. Arbeitsmarktnahe Bewerber finden sich kaum noch in den Beständen der Fallmanager. Die Verringerung der Bedarfsgemeinschaften und der passiven Leistungen bis zum Jahr 2013 gelang Neue Wege durch einen verstärkten Mitteleinsatz für alle Eingliederungsleistungen, die primär den Work-First Ansatz des Eigenbetriebes unterstützen und Menschen zügig in Arbeit vermittelt haben. Projekte wie die internen und externen Einstiegsoffensiven sowie die Bewerbercenter haben, neben den klassischen Eingliederungshilfen wie Vermittlungsbudget und Eingliederungszuschüssen, die Zielerreichung maßgeblich unterstützt. Dem gegenüber steht im Jahr 2014 die Notwendigkeit einer stärkeren Gewichtung der Bereiche Heranführung an Arbeit und Qualifizierung. Wir setzen weiterhin auf unser innovatives Projekt eoPLUS für Menschen mit multiplen Problemlagen, um die Integration von gesundheitlich beeinträchtigten ALG II-Beziehern in Ausbildung, Arbeit oder eine weiterführende Maßnahme durch gezieltes Vermittlungs- und Gesundheitscoaching voranzutreiben.“

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