Perspektive Ausbildung: Verschiedene Wege führen zum Ziel

Neue Wege mit vielfältigen Förderangeboten für junge Arbeitslose

Mit individueller Beratung und Betreuung Jugendlichen im Arbeitslosengeld II-Bezug eine Chance auf Erwerbstätigkeit geben ist Aufgabe des kommunalen Jobcenters Neue Wege Kreis Bergstraße. Zu Beginn des Ausbildungsjahres 2013/2014 konnte Neue Wege 81
Jugendliche in Arbeit und Ausbildung vermitteln. Weitere 104 Jugendliche beginnen Qualifizierungs- und Orientierungsmaßnahmen.

„Unsere Fachkräfte im Haus, spezielle „U-25 Fallmanager“, entscheiden gemeinsam mit den Jugendlichen im regelmäßigen persönlichen Austausch über die geeigneten Schritte auf dem Weg in ein Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis. Ob Heranführung an das Beschäftigungs-system oder Stabilisierung und Orientierung – wir können für alle Konstellationen Förder- und Qualifizierungsangebote anbieten. Dazu sind wir eng mit ortsansässigen Arbeitgebern, Trägern, Schulen und dem Jugendamt vernetzt“, erklärt der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent Thomas Metz.

Bei einem Besuch beim Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V. (bwhw) in Bensheim informierten sich Thomas Metz und der Neue Wege Betriebsleiter Stefan Rechmann bei Kerstin Molter, Standortkoordinatorin Bergstraße und Ingrid Schubert-Janek, pädagogische Mitarbeiterin, über das Thema außerbetriebliche Ausbildung.

„Junge lernbeeinträchtigte und benachteiligte Menschen, die keinen Ausbildungsbetrieb
gefunden haben, können über die Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen den Sprung ins Arbeitsleben schaffen. Damit können auch junge Menschen, die wegen Lernbeeinträchtigungen oder sozialen Benachteiligungen weniger Chancen auf eine betriebliche Ausbildung hätten, Zugang zum Arbeitsleben finden“, so Kerstin Molter.
Die in Kooperation von Neue Wege und dem bwhw angebotene außerbetriebliche Ausbildung ermöglicht den Start in eine passende Beschäftigung und begleitet Jugendliche auf dem Weg zum erfolgreichen Berufsabschluss. Die praktische Ausbildung findet in Kooperationsbetrieben statt, der theoretische Teil in der Berufsschule. Zusätzlich nehmen die Azubis an individuell abgestimmten Stütz- und Förderunterrichten im Bildungswerk teil. Aktuell befinden sich 18 Personen, die in den letzten drei Jahren gestartet sind und 20 Neustarter in der Ausbildung.

„Weil es in Deutschland immer weniger Jugendliche gibt, ist die Gesellschaft noch stärker als früher darauf angewiesen, dass die jüngste Generation möglichst gut ausgebildet ist und Zugang zum Arbeitsmarkt findet. Wir müssen gemeinsam mit den Gemeinden, Städten und Arbeitgebern im Kreis Bergstraße nach Lösungen suchen, um alle Jugendlichen in Arbeit zu bringen. Nur gemeinsam kann es gelingen Perspektiven zu schaffen“, so Metz abschließend.

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