Neue Wege fördert Qualifikation im Garten- und Landschaftsbau rund um das Lorscher Kloster

Seit Mai wird rund um das Kloster Lorsch gegraben, geschnitten und gepflanzt: 12 Kunden des kommunalen Jobcenters Neue Wege nehmen an einer Maßnahme zur Qualifizierung im Garten- und Landschaftsbau teil. Bei einem Besuch überzeugten sich der Erste
Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent Thomas Metz gemeinsam mit der Betriebsleitung von Neue Wege und dem Lorscher Bürgermeister Christian Schönung vom Fortgang der Gestaltungsarbeiten.

Das Projekt „Qualifizierung im Garten- und Landschaftsbau/Bauwerkgestaltung“ führt die Kombrecht Engel Schule im Auftrag von Neue Wege durch. Unter Anleitung zweier Gärtner werden den Teilnehmern über sechs Monate hinweg Kenntnisse aus Theorie und Praxis im Garten- und Landschaftsbau vermittelt, schon vorhandene Fertigkeiten können vertieft werden. Das praktische Arbeiten findet rund um den entstehenden Bau des karolingischen Herrenhofs „Lauresham“ in Kooperation mit der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten in Hessen statt.

Dr. Hermann Schefers, der Leiter der Welterbestätte Lorsch, erläuterte zusammen mit dem Partner der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen bei dem Projekt Lauresham, Dr. Frank Andraschko von der Universität Hamburg, das Konzept des Herrenhofs Lauresham in seiner Verbindung von archäologischem Anspruch und Attraktivität für die Besucher. Metz zeigte sich überzeugt, dass die Welterbestätte eine hohe Anziehungskraft entwickeln und wichtiges Aushängeschild nicht nur für Lorsch, sondern für den gesamten Kreis Bergstraße sein wird.
Bei einem Rundgang über das Gelände Lauresham erläuterte der Leiter der Kombrecht Engel Schule, Frank Schierk, die Umsetzung des Qualifizierungskonzepts. Vegetationstechnische Arbeiten und die Herstellung von Bauwerken gehören ebenso zum Inhalt wie die gärtnerische Dokumentation sowie die Werkzeug- und Gerätekunde.

„Unsere Maßnahme macht die Teilnehmer fit für die Arbeitswelt. Neben dem fachmännischen Umgang mit den Gerätschaften und einer sorgfältigen Arbeitsweise legen die Betreuer besonderen Wert auf Schlüsselkompetenzen wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft – Tugenden, die notwendig sind, um auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können“, erklärte Schierk.

Auch die Projektleiterin der Initiative 50PLUS von Neue Wege, Brigitte Wecht, ist begeistert von der guten Arbeit: „Wir können es uns in Zeiten des Fachkräftemangels nicht leisten, Po-tenzial brach liegen zu lassen. Eine qualifizierte Förderung ist eine wichtige Voraussetzung für den Wiedereinstieg ins Berufsleben. Gerade „Grüne Berufe“ sind gefragt, die Dienstleistungen der Landschaftsgärtner liegen von Jahr zu Jahr mehr im Trend.“
Die Baumaßnahmen dauern noch bis Ende des Jahres an – die Eröffnung der Anlage Lauresham ist für das kommende Frühjahr geplant, wie Dr. Schefers erläuterte. Zu den originalgetreu nachgebauten Häusern und Zäunen werden in den kommenden Monaten noch alte Streuobstwiesen angelegt und historische Rebsorten gepflanzt.

Der Lorscher Bürgermeister Christian Schönung abschließend: „Ein tolles Projekt!
Die Teilnehmer sind hochmotiviert und stolz, an diesem in Europa einzigartigen Konzept mitwirken zu können.“

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