„Nah am Menschen, nah an der Arbeit“ – Neue Wege auch in Rimbach vor Ort

Qualifizierungsmaßnahme und Angebot für Menschen mit Handicap

Zu einem fachlichen Austausch über die berufliche Integration von Langzeitarbeitslosen trafen sich die Leiterin des Diakonischen Werks Brigitte Walz-Kelbel, Bürgermeister Holger Schmitt, der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent Thomas Metz und der Neue Wege Betriebsleiter Stefan Rechmann in Rimbach.

„Getreu unserem Motto „Nah am Menschen, nah an der Arbeit“ ist Neue Wege nicht nur an den vier Jobcenter-Standorten Viernheim, Heppenheim, Mörlenbach und Bürstadt vor Ort, sondern auch in den umliegenden Gemeinden. Mit den flächendeckend von uns angebotenen Maßnahmen kommen wir unserem Ziel, der Entwicklung eines Netzwerkes, um Lang-zeitarbeitslosen Menschen den Weg in Arbeit zu erleichtern, Schritt für Schritt näher“, erklärt der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent Thomas Metz

Ich halte mich gerne im Freien auf, aber liegt mir der Beruf als Garten- und Landschaftspfleger wirklich? Spricht mich der direkte Kontakt mit Kunden an oder arbeite ich lieber im Hintergrund im Büro? Um den passenden Beruf finden zu können, bietet das Kommunale Jobcenter Neue Wege Kreis Bergstraße in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Bergstraße e.V. in Rimbach die Maßnahme „Aktiv im Betrieb – Aktiv zum Betrieb“ (Möbelkarussell) an. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit sich in den Tätigkeitsfelder Landschaftspflege, Möbelmontage, Holzverarbeitung, Transportfahrer, Verkauf und Büro zu erproben. Im gewählten Bereich werden sie fest in den Arbeitsbetrieb eingebunden. Individuelle Stellenrecherchen und Unterstützung bei Bewerbungen und Kommunikationstraining runden das Angebot ab. Ebenso finden Betroffene Unterstützung bei der Bewältigung von Schulden und Suchtproblematiken.

„Manch einer entdeckt Talente an sich, von denen er nichts ahnte. Andere müssen feststel-len, dass sich ihre Vorstellung bestimmter Berufe nicht mit der Praxis in der Arbeitswelt deckt. Dieses Angebot kann für die Teilnehmer der Startpunkt sein für eine individuelle berufliche Qualifizierung und einen anschließenden Einstieg in den Arbeitsmarkt“, erklärt die Leiterin des Diakonischen Werks Brigitte Walz-Kelbel.

Mit Blick auf die berufliche Integration und Rehabilitation Behinderter und von Behinderung bedrohten Langzeitarbeitslosen wird die Maßnahme „Perspektiven ermitteln – Punktgenau vermitteln“ angeboten. Das Projekt unterstützt Menschen mit multiplen Einschränkungen bei der Suche nach einem geeigneten Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Vorhandene Bewerbungsunterlagen werden aktualisiert, besonderen Fähigkeiten erfasst, aber auch die behinderungsbedingten Einschränkungen in anonymisierten Bewerberkurzprofilen festgehalten. Mit diesen gehen die Mitarbeiter gezielt auf potentielle Arbeitgeber zu. Auch die Sicherung der Arbeitsplätze Schwerbehinderter ist Aufgabe der Maßnahme-Mitarbeiter.

„Der enge Austausch mit Städten und Gemeinden im Kreis Bergstraße ist uns wichtig. Er ist Basis für den Ausbau der wohnortnahen Qualifizierungs- und Vermittlungsanstrengungen. Langzeitarbeitslosen, gerade auch jene, die behindert oder von Behinderung bedroht sind muss der Weg in Beschäftigung erleichtert werden“, so Thomas Metz.

„Es ist unser aller Anliegen Langzeitarbeitslose optimal zu fördern, dafür müssen die
Kommunen auch selbst aktiv werden. Nur im Dialog kann etwas erreicht werden. Ich sehe die Zusammenarbeit als Gewinn für unsere Gemeinde und die Odenwaldregion“, so Bürgermeister Holger Schmitt abschließend.

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