Im landes- und bundesweiten Vergleich erfolgreich: Das Kommunale Jobcenter Neue Wege

Gute Zahlen im landes- und bundesweiten Vergleich der Träger der Grundsicherung für
Arbeitsuchende in Deutschland kann das Kommunale Jobcenter Neue Wege Kreis Bergstraße präsentieren. In einer Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wurden alle bundesweiten 413 Träger verglichen. Ausgewertet wurden die drei maßgeblichen Verbund-indizes zur Bewertung der Arbeit mit Langzeitleistungsbeziehern nach dem SGB II. Das Kommunale Jobcenter Neue Wege belegt im Ranking im Vergleich mit 413 Trägern der Grundsicherung für Arbeitssuchende in Deutschland und vor allem in Hessen vorderste Plätze.

Bei der Veränderung der passiven Leistungen, dazu gehören die Regelleistung und die Kosten für Unterkunft und Heizung, der Nachhaltigkeit der Integration und des Zugangs an Langzeitleistungsbeziehern befindet sich Neue Wege deutschlandweit auf dem 15. Platz. Blickt man auf Hessen verzeichnet Neue Wege die besten Werte unter den
Optionskommunen.

Ebenfalls ausgewertet wurde die Entwicklung der passiven Leistungen, die Nachhaltigkeit der Integration sowie die Veränderung der Langzeitleistungsbezieher: Das Kommunale Jobcenter befindet sich deutschlandweit im vorderen Viertel auf Platz 56. In Gegenüberstellung mit den anderen hessischen Trägern der Grundsicherung belegt Neue Wege den zweiten Platz.

Das es durchaus noch Verbesserungspotenzial gibt, zeigt der Vergleich der Veränderung der passiven Leistungen, der Integrationsquote und der Veränderung der Langzeitleistungsbezieher: Neue Wege belegt in Deutschland Platz 222, in Hessen Platz 11 von 26.

„Ich freue mich darüber, dass Neue Wege gute Zahlen vorweisen kann. Damit spiegelt sich auch die engagierte und gute Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Eigenbetriebs in offiziellen Daten wider“, betont Landrat Matthias Wilkes.

Der Kreisbeigeordnete Matthias Schimpf ergänzt: „Vergleicht man nur die Veränderung der Langzeitleistungsbezieher aller 26 hessischen Optionskommunen kann das Kommunale Jobcenter einen Abbau von 4 Prozent von Oktober auf November 2013 vorweisen und
befindet sich damit unter den ersten drei im Ranking. Beim Abbau der Zahl der erwerbsfähigen Leistungsbezieher liegt Neue Wege im genannten Zeitraum an vierter Stelle mit einem Abbau von 2,2 Prozent.“

Blickt man auf die Entwicklung der Arbeitslosenquote ergeben sich für den Kreis Bergstraße folgende Zahlen: Lag die Arbeitslosenquote im Dezember 2011 noch bei 3,1 Prozent, ist sie bis Dezember 2013 auf 2,7 Prozent gesunken. Zum Vergleich: In Hessen lag die Arbeitslosenquote im Dezember 2011 bei 3,8 Prozent, im Dezember 2013 bei 3,7 Prozent und somit um 1,0 Prozentpunkte höher als im Kreis Bergstraße.

Auch bei den Jugendlichen ohne Arbeit sind die Bergsträßer Werte erfreulich: Mit Stand
Dezember 2013 waren 0,3 Prozent junge Menschen arbeitssuchend gemeldet. Zwei Jahre zuvor waren es noch 0,8 Prozent. Die hessische Arbeitslosenquote dagegen ist von 2,7 Prozent im Dezember 2011 auf 2,8 Prozent im Dezember 2013 gestiegen.

Ein Grund für die erfreuliche Entwicklung der Zahlen ist die Einstiegsoffensive, ein intensives Beratungsangebot und die konsequente Umsetzung des „Work-first“ Ansatzes – die zügige Vermittlung von Erstantragstellern in Arbeit. Die Einstiegsoffensive ergänzt seit 2008 das Maßnahmeangebot des Kommunalen Jobcenters und gilt bundesweit als Best Practice-Modell. Zahlreiche Landkreise unter anderem Rotenburg-Wümme und Kleve sowie der Ennepe-Ruhr-Kreis haben das Projekt vor Ort angeschaut. Die leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Eigenbetriebs Neue Wege sind infolgedessen in Expertenkreisen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und im Bundesbeirat 50PLUS vertreten. Weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kommunalen Jobcenters beteiligen sich an bundes- und landesweiten SGB II-Expertengruppen zu den Themen Leistungsrecht, Eingliederung, Finanzen, Statistiken und Kennzahlen Werkakademie, Kosten der Unterkunft und Bildungspaket.

Die Zahlen bei den Bildungspaket-Leistungen sind ebenfalls erfreulich: Die Hilfe für Kinder und Jugendliche, deren Eltern Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Grundsicherung im Alter, Leis-tungen nach dem SGB XII oder Asylbewerberleistungsgesetz, Wohngeld oder Kinderzuschlag erhalten wird im Kreis Bergstraße gut angenommen. Alle Anträge werden rechtskreisübergreifend im Eigenbetrieb Neue Wege bearbeitet. In allen Rechtskreisen ist der Kreis Bergstraße besser als der Hessenschnitt. Im Kreis Bergstraße sind 2013 im Bereich SGB II 5459 Einträge auf Leistungen des Bildungspaketes eingegangen – die Quote der Inanspruchnahme beläuft sich auf 58 Prozent. Im Vergleich mit 110703 hessenweit eingegangenen Anträgen und einer Inanspruchnahme von 52 Prozent ein gutes Ergebnis. Im Bereich SGB XII liegt die Inanspruchnahme sogar bei 73 Prozent – in Hessen sind es nur 55 Prozent.

„Trotz guter Zahlen müssen wir stets im Blick behalten, dass nachhaltiges und langfristiges Handeln stärkere Beachtung im Gegensatz zu kurzfristigen Erfolgen finden muss. Nur so kann dem Langzeitleistungsbezug wirkungsvoll und nachhaltig begegnet werden“, so Landrat Matthias Wilkes abschließend.

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