Grünes Licht für neue innovative Maßnahme „Joblinge“ für Jugendliche

Betriebskommission von Neue Wege entscheidet über neue und bewährte Projekte zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit

Die Betriebskommission des Eigenbetriebes Neue Wege Kreis Bergstraße -Kommunales Jobcenter- hat in ihrer jüngsten Sitzung Investitionen in Höhe von 1,2 Millionen Euro in Projekte zur Integration in Arbeit oder Ausbildung beschlossen. Im Fokus der Vermittlungsarbeit des kommunalen Jobcenters stehen im Jahr 2013 besonders Jugendliche und Menschen mit Handicap, die gezielte Unterstützung für den Sprung ins Arbeitsleben benötigen.
„Gerade Jugendliche müssen aktiv gefördert werden. Viele befinden sich in einem Kreislauf aus schlechtem Schulabschluss, fehlender Ausbildungsstelle, Hartz IV statt Gehalt. Diesen Kreislauf gilt es zu durchbrechen. Unsere neue Maßnahme Joblinge setzt genau an diesem Punkt an. Hier können junge Menschen im Alter zwischen 15 bis 24 Jahren ihre Fähigkeiten in der Praxis unter Beweis stellen – jenseits von Schulnoten und klassischen Bewerbungsgesprächen. In einem rund sechsmonatigen Programm erlernen sie “on the Job” wichtige Schlüsselqualifikationen, trainieren soziale Kompetenzen und erarbeiten sich ihren Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Unterstützt werden sie dabei von Joblinge-Mitarbeitern und Mentoren, geschulten ehrenamtlichen Helfern aus Unternehmen mit Lebens- und Berufserfahrung. Ziel ist die Vermittlung jedes Joblings – in eine reguläre Ausbildung oder Anstellung, die zu ihm passt“, erklärt der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent Thomas Metz.
Die Sitzung der Betriebskommission im Karolinger Hof in Lorsch bot außerdem Ge-legenheit, die neuen Räumlichkeiten des Caritasverbandes im Gebäude zu besichtigen. Dieser bietet in Lorsch Ausbildung, Qualifizierung und Arbeitsgelegenheiten in der Gastronomie und Hotelerie.
„Inklusion ist ein Thema, das uns alle angeht. Um Behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen noch gezielter unterstützen zu können wurde eine weitere, speziell für diese Zielgruppe konzipierte Maßnahme ins Leben gerufen, die unser Angebot gut ergänzt. Ab Juni stehen die Mitarbeiter des Diakonischen Werks nicht nur in Bensheim sondern auch in Rimbach Ratsuchenden zur Seite“, so Betriebsleiter Stefan Rechmann.
Des Weiteren wurden verschiedene Maßnahmen zur Förderung von Langzeitarbeitslosen, speziell auch für die Generation ab 50 beschlossen. Neu im Programm von Neue Wege ist auch ein Projekt zur Nachbetreuung von Personen die bereits ein Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnissen angetreten haben.
Thomas Metz begrüßt die Entscheidungen der Betriebskommission: „Es freut uns, dass wir erneut umfangreich in die Chancen von Langzeitarbeitslosen in unserem Kreis investieren und zudem neue Akzente setzen können.“

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