Am 6. März 2019 fand ein Fachtag für Kommunale Jobcenter und Organisations- bzw. Personalverantwortliche der hessischen Landkreise und kreisfreien Städte  statt. Der „Groß-Gerauer Impuls“ beschäftigte sich mit der Innovationsfähigkeit der Kommunalen Jobcenter (KJC).

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Groß-Gerauer Impuls 2019 – Das Kommunale Jobcenter als Innovationsmotor der Verwaltung_ _ ARBEITSWELT Hessen

Eigenbetrieb Neue Wege zieht Bilanz

Berichterstattung des Starkenburger Echos zur Jahresbilanz des Eigenbetriebs.

Pressebericht NW Dezember 2008.pdf

Azubis fit für die Zukunft machen

Bergstraße. Findet ein Jugendlicher keine Lehrstelle, so greift ihm der Eigenbetrieb “Neue Wege” unter die Arme. Er finanziert außerbetriebliche Ausbildungsplätze, zum Beispiel bei der Kreishandwerkerschaft. Was Jugendliche im dortigen Berufsbildungszentrum lernen können, davon machte sich die Betriebskommission von “Neue Wege” gestern ein Bild.
Welche schönen Werke die angehenden Floristen produzieren, davon überzeugten sich die Besucher bereits in der weihnachtlich geschmückten Eingangshalle. Ihr nächster Weg führte die Kommissionsmitglieder in die Lehrküche, wo vornehmlich Hauswirtschafterinnen – und nur wenige Männer – ausgebildet werden. Im Unterrichtsraum der Frisöre zeigte sich, dass zu dieser Ausbildung weit mehr gehört, als Haare schneiden – auch Make-up, Maniküre und Massage sind gefragt.
Keine schöne Vergangenheit hat das EDV-Zentrum hinter sich: Hier wurden bereits zweimal sämtliche Notebooks geklaut – trotz Panzerglas, wie der Leiter des Berufsbildungszentrums, Herbert Schneiderhan, berichtete. Jetzt ist man wieder auf Desktops umgestiegen.
Gut besetzt ist derzeit die Schlosserei und Schweißwerkstatt: “Es gibt immer weniger Fachkräfte auf diesem Gebiet, daher werden diese zurzeit sehr gesucht”, erklärte Schneiderhan. Die Ausbildung zum Verkäufer ist die einzige, die nur zwei Jahre lang dauert. Hier arbeitet die Kreishandwerkerschaft eng mit Betrieben zusammen, in denen Praktika absolviert werden. Auch der Ausbilder selbst hatte einmal ein Geschäft. “Wir wollen die Jugendlichen von innen heraus motivieren – nicht mit erhobenem Zeigefinger”, so Schneiderhan.
Was aus Holz alles entstehen kann, lernen die angehenden Schreiner, Tischler und Holzbearbeiter. “Ein wahnsinnig toller Beruf – aber auch anspruchsvoll”, so der Leiter. Die Lehrwerkstatt sei top ausgestattet: “Es gibt nichts, was wir im Holzbereich nicht machen können.” Im Gewächshaus kommen die Azubis mit Pflanzen in Berührung – “gerade für junge Leute, die psychische Probleme haben, sehr wichtig”, weiß Schneiderhan.
Das Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft gibt es seit 1974. Heute werden dort 63 Mitarbeiter beschäftigt und 14 Ausbildungsberufe angeboten. Man ist stets darauf bedacht, den Jugendlichen auch wirklich eine Zukunft zu ermöglichen. “Die Welt bewegt sich so schnell – gerade Ausbilder wie wir müssen sehr stark zukunftsorientiert denken”, sagte Schneiderhan. “Es bringt nichts, den Jugendlichen Techniken beizubringen, die in wenigen Jahren nicht mehr gebraucht werden.”
Der Vorsitzende der Betriebskommission, Erster Kreisbeigeordneter Thomas Metz, lobte die “marktbezogene” Ausbildung bei der Kreishandwerkerschaft. Beeindruckend sei sowohl der fachliche Hintergrund als auch das persönliche Engagement der Ausbilder. “Neue Wege” arbeite mit der Kreishandwerkerschaft “gut und vertrauensvoll” zusammen und wolle dies im Sinne der Heranführung an den Arbeitsmarkt gerne auch weiterhin tun. rk

Bergsträßer Anzeiger
18. Dezember 2008

Hervorragende Bilanz nach einem Jahr Projekt "Spagat!"

Bericht des Viernheimer Tagblatts über die Einjahresbilanz des vom Eigenbetrieb Neue Wege, dem “Förderband” und der Stadt Viernheim in Zusammenarbeit durchgeführte Projekt “Spagat!”

VT 101208.pdf

Einstiegsoffensive im gesamten Kreisgebiet

Neue Wege dehnt Beratungsservice im Kreisgebiet aus/Hessische Optionskommunen informieren sich in Heppenheim

Kreis Bergstraße (kb.) Die Einstiegsoffensive des Eigenbetriebs Neue Wege dehnt sich aus. Das in Heppenheim als Pilotprojekt gestartete Konzept, das Erstantragstellern ein intensives Beratungsangebot an die Hand gibt, wird ab Januar nächsten Jahres auch in Bürstadt umgesetzt. Das dortige Jobcenter ist ebenfalls für die Städte Lampertheim, Biblis und Groß-Rohrheim zuständig.
Neben den Standorten Heppenheim, Mörlenbach und Viernheim ist die Einstiegsoffensive damit im gesamten Kreisgebiet vertreten. Jedes der vier Jobcenter ist Teil eines flächendeckenden Beratungsnetzes in den Regionen Bergstraße, Odenwald und Ried.

“Ihr Job ist es, Arbeit zu finden”. Das Motto der Einstiegsoffensive spiegelt das Ziel des Konzepts: Die rasche und dauerhafte Integration der arbeitsfähigen ALG-II-Empfänger. Jeder Kunde nimmt an einer achtwöchigen Jobmaßnahme teil und ist vier Tage die Woche jeweils drei Stunden im Jobcenter anwesend. In Heppenheim ist ein Gruppenraum mit 20 Computer-Arbeitsplätzen eingerichtet, an denen die Direktangebote von Arbeitgebern eingesehen werden können. Für jeden Teilnehmer stehen ein Internetzugang sowie eine intensive persönliche Betreuung bereit. Darüber hinaus können Arbeitssuchende in Zeitungsinseraten und Online-Jobbörsen recherchieren. In zwei Tagesschichten werden bis zu 40 Kunden betreut und beim gesamten Wiedereingliederungsprozess in den Arbeitsmarkt begeleitet.

Erfahrungsaustausch der Praktiker

Durch die qualifizierte Beratung und individuelle Förderung kann der Eigenbetrieb auf gute Erfolgsquoten verweisen: Seit Februar 2008 konnten 53 Prozent aller Teilnehmer in Arbeit vermittelt werden. In einer internen Erhebung gaben fast 90 Prozent der Teilnehmer an, dass sie durch die Einstiegsoffensive weder über- noch unterfördert wurden. “Unser Anspruch ist es, den Weg in Arbeit so einfach wie möglich zu machen”, so Coach Dieter Lohstroh-Kussowski vor Kollegen aus anderen hessischen Optionskommunen. Auf Einladung der Hessen Agentur waren 35 Teilnehmer aus 12 Landkreisen vor kurzem im Heppenheimer Jobcenter zu Gast, um sich aus erster Hand über die spezifischen Vermittlungsmaßnahmen zu informieren.

“Es geht um den Erfahrungsaustausch von Praktikern”, betonte Dr. Bernd Werner, bei der Hessen Agentur zuständig für die Bereiche Arbeitsmarkt und Qualifikation. Im Zentrum des Betriebsbesuchs standen der Dialog zwischen kommunalen Akteuren und die bedarfsgerechten Dienstleistungen vor Ort. Von Projektleiterin Christine Herzberg-Pirih erfuhren die Gäste Wissenswertes über die interne Verzahnung des offenen Konzepts, das direkt mit flankierenden Hilfen wie Arbeitgeber- und Bewerberservice verbunden ist. Wichtige Erfolgsfaktoren sind die Nutzung der Gruppendynamik, die angenehme Atmosphäre und die guten Kontakte zu regionalen Unternehmen. Durch eine Evaluierung in Kooperation mit den Kunden wird die Maßnahme kontinuierlich weiter entwickelt und ausgebaut.

Weitere Informationen beim Eigenbetrieb Neue Wege Kreis Bergstraße, Walther-Rathenau-Straße 2 in 64646 Heppenheim, Rufnummer 06252/15-6500, Telefax: 06252/15-6060 oder unter www.neue-wege-org

Zahl der Bedarfsgemeinschaften und Langzeitarbeitslosen fast konstant

„Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften ist trotz jahreszeitlich bedingter Einflüsse gegenüber dem Vormonat nahezu konstant geblieben“, teilt der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent Thomas Metz mit. Im Oktober waren es 7.843 Bedarfsgemeinschaften im Kreis Bergstraße, im Monat November beläuft sich die Anzahl auf 7.836.

Ein Blick auf die Gesamtzahl der Langzeitarbeitslosen zeigt erfreulicher Weise einen leichten Rückgang von 5.093 (Oktober) auf 5.074 (November).

Insgesamt 144 Langzeitarbeitslose konnten im November in Voll- und Teilzeitarbeitsplätze vermittelt werden. Weitere 124 Hilfeempfänger haben sich zur Verbesserung ihrer Chancen auf dem Arbeitsmarkt für eine Qualifizierungsmaßnahme entschieden. Besonders erfreulich ist dabei, dass im November noch acht Langzeitarbeitslose in eine betriebliche Ausbildung vermittelt werden konnten, nach dem das Ausbildungsjahr bereits im September begonnen hat.

„Gerade jetzt, wo häufig von Einstellungsstopp und Arbeitsplatzabbau die Rede ist, unternehmen wir besondere Anstrengungen, die Arbeitssuchenden zielgerichtet zu fördern. Mit unserer Einstiegsoffensive, abgestimmten Qualifizierungsmaßnahmen und einer persönlichen Betreuung bieten wir „Hilfe zur Selbsthilfe“, um einen dauerhaften Arbeitsplatz finden zu können“, ergänzt Eigenbetriebsleiter Rainer Burelbach.

Kreis Bergstraße (kb.)

Neue Wege – neue Homepage

Eigenbetrieb verbessert Internetauftritt / Schnelles Auffinden wichtiger Informationen

Kreis Bergstraße (kb.) Komplett überarbeitet präsentiert sich der neue Internetauftritt des Bergsträßer Eigenbetriebs Neue Wege (www.neue-wege.org). Das deutlich erweiterte Service-Angebot und die vereinfachte Benutzerführung ermöglichen nun eine komfortable Navigation der Seite.
Die Webseite informiert ausführlich und aktuell über die schnellsten Wege in den Arbeitsmarkt: Neben Informationen zu Bewerberservice und Einstiegsoffensive ermöglicht das Portal einen direkten Zugriff auf die unterschiedlichen Förder- und Beratungsmaßnahmen sowie Beschäftigungsprojekte, die der Eigenbetrieb in Zusammenarbeit mit seinen Partnern anbietet. Im Online-Jobnetzwerk werden laufend neue Stellenangebote veröffentlicht.
Durch die elektronischen Kontaktformulare können sich Kunden jederzeit mit dem richtigen Ansprechpartner bei Neue Wege in Verbindung setzen und offene Fragen klären. Die eingebaute Suchmaske hilft beim schnellen Finden der gewünschten Informationen.

Der Bürgerservice bietet eine detaillierte Beratung rund ums Thema ALG II und direkte Links zu den entsprechenden Betreuungsangeboten im gesamten Kreisgebiet.
Im Bereich Arbeitgeberservice werden Unternehmen bei der Personalsuche unterstützt. Über den entsprechenden Button gelangt der Kunde an alle relevanten Informationen und kann den direkten Kontakt zum Sekretariat herstellen. Im Presseportal werden laufend aktuelle Nachrichten und Mitteilungen des Eigenbetriebs veröffentlicht. Ergänzt wird die Webseite durch eine umfangreiche Datenbank mit ausführlichen Statistiken der letzten Jahre. Daneben finden sich hier grundsätzliche Informationen zum Eigenbetrieb.

Kundenfreundlich präsentiert sich auch die Gliederung der Homepage, die eine schnelle und übersichtliche Navigation mit nur wenigen Klicks ermöglicht. Ein klar strukturierter Seitenaufbau bietet eine unkomplizierte Bedienung, die sich konsequent an den Bedürfnissen des Nutzers orientiert.

Zahl der Langzeitarbeitslosen sinkt weiter

Eigenbetrieb Neue Wege informiert über die Zahl der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen

Kreis Bergstraße (kb.) Laut Mitteilung des Eigenbetriebs Neue Wege sinkt im Kreis Bergstraße die Zahl der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen. Im Oktober hat sich ihre Zahl von 5.295 auf 5.093 Personen verringert. Seit Januar 2008 bedeutet dies einen Rückgang um zehn Prozent. Im gleichen Zeitraum sank die Zahl der betreuten Bedarfsgemeinschaften auf jetzt 7.843 und liegt damit nun zum ersten Mal unter der 8.000-er Grenze.

Trotz der erfreulichen Zahlen dämpft Eigenbetriebsleiter Rainer Burelbach jedoch zu großen Optimismus: „Die Zahl der Vermittlungen in den ersten Arbeitsmarkt ging zurück. Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen sinkt. Die ersten Folgen der weltweiten Finanzkrise sind vor allem in der Logistik-Branche und bei Zeitarbeitsfirmen spürbar.“

Erfreut davon, dass kurz vor Ausbildungsbeginn noch einmal zusätzlich 37 Jugendliche in Ausbildungsplätze vermittelt werden konnten, zeigt sich Erster Kreisbeigeordneter Thomas Metz. „Dies ist ein positives Signal für unsere Region und für von Hartz IV betroffene Jugendliche in einem schwieriger werdenden wirtschaftlichen Umfeld. Ich freue mich, dass wir diesen jungen Menschen im Kreis Bergstraße aussichtsreiche Zukunftsperspektiven bieten können. Im gesamten Kreis Bergstraße gab es Mitte Oktober noch 17 unversorgte Bewerber und somit die niedrigste Zahl seit vielen Jahren“, so Metz abschließend.

Mehr Schuldnerberatung und Präventionsarbeit an den Schulen im Kreis Bergstraße

Kreis Bergstraße (kb.) Möglichst vielen Betroffenen aus der Schuldenfalle helfen und gezielt Aufklärung zum Thema „Schulden“ bei Kindern und Jugendlichen leisten – so kann man die Zielrichtung des neuen Konzepts zur Schuldnerberatung im Kreis Bergstraße zusammenfassen.

„Bei der Schuldnerberatung erreichen wir einen Qualitätssprung. Die bereits bewährte Art der Schuldnerberatung im Eigenbetrieb Neue Wege für Bezieher von Arbeitslosengeld II soll ausgeweitet werden. Auch Personen, die keine Sozialleistungen oder Sozialhilfe beziehen, erhalten ein Beratungsangebot in Modulen“, teilt der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent Thomas Metz mit.

Angeboten werden sollen die Module Basisberatung, Existenzsicherung und Budgetberatung, Forderungsüberprüfung und Schuldnerschutz, Regulierung und Entschuldung, sowie eine Basisberatung im Insolvenzverfahren.

In Abstimmung mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO), dem Caritasverband und dem Diakonischen Werk liegt ein Konzept vor, das eine flächendeckende Ausweitung der Schuldnerberatung im Kreis Bergstraße ermöglicht. Hierfür stellt der Kreis zusätzliche Mittel in Höhe von 70.000 Euro zur Verfügung. „Diese Anstrengung hilft Menschen in schwierigsten Lebenssituationen. Sie ist gleichzeitig die beste Gegensteuerung, damit Sozialleistungen gar nicht erst in Anspruch genommen werden müssen“, zeigt sich Sozialdezernent Metz überzeugt.

Mit der Beratungsarbeit an Schulen wird der Kreis Bergstraße zudem Neuland betreten. „Hier sind spürbare Wirkungen durch Prävention zu erwarten. Der Bedarf an Information und Unterstützung ist groß. Gerade viele junge Menschen verschulden sich immer schneller. Handy und Internet stehen hier an erster Stelle. Deshalb ist es wichtig, Kindern und Jugendlichen frühzeitig die nötige Finanzkompetenz zu vermitteln“, so Metz.

In Zusammenarbeit mit der AWO soll an den Schulen im Kreis Bergstraße deshalb ein Angebot zur Präventionsarbeit bereitgestellt werden. Eingebunden werden können dabei nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch deren Eltern und die Lehrer als Multiplikatoren.

Sollte der Kreistag in seiner nächsten Sitzung das von ihm in Auftrag gegebene Konzept beschließen, könnte mit einer Umsetzung Anfang nächsten Jahres begonnen werden. Nach Ansicht von Metz bedeutet dies in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten ein wichtiges Signal in einer sozialen Kernaufgabe.

Perspektiven für junge Mütter

Der Bergsträßer Eigenbetrieb Neue Wege hat sein Beratungsangebot für allein erziehende Frauen ausgebaut: Bedarfsgerechte und an der konkreten Lebenssituation der Frauen ausgerichtete Förder- und Unterstützungsleistungen sollen helfen, Vermittlungshemmnisse in Arbeit oder Ausbildung abzubauen und den persönlichen Weg in ein sicheres Beschäftigungsverhältnis zu erleichtern.

Ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Förderband Viernheim zeigt beispielhaft, wie junge Frauen ergebnisorientiert begleitet und in allen zielgruppenrelevanten Fragen beraten werden: Die Betreuung reicht von der sozialpädagogischen Unterstützung bis zur erfolgreichen und vor allem dauerhaften Integration in den Arbeitsmarkt oder eine Ausbildung. Ein individueller Förderplan berücksichtigt wichtige Komponenten wie begleitende Kinderbetreuung, Bewerbertraining und die Kontaktaufnahme zu den Arbeitgebern. „Wir hoffen, dass wir mit unseren neuen Angeboten die Lebenssituation junger Mütter und deren Kinder verbessern können und sich mit unserer Hilfe neue positive Zukunftsperspektiven ergeben“, so Betriebsleiter Rainer Burelbach.

„Junge und allein erziehende Mütter haben es im Vergleich zu anderen Bewerbern in der Regel schwerer, geeignete Ausbildungs- oder Arbeitsplätze zu finden. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stellt diese Gruppe vor besondere Herausforderungen, so 1. Kreisbeigeordneter Thomas Metz. Der Aufbau langfristiger Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt ist dadurch nicht selten deutlich erschwert. Auch die Übergangsphase zwischen Erziehungszeit und Arbeitsleben ist von zahlreichen Hindernissen begleitet“. Angebote für junge und alleinerziehende Mütter weiter auszubauen ist deshalb nach Überzeugung von Metz eine wichtige Aufgabe für den Eigenbetrieb Neue Wege.

Rund einhundert Teilnehmer aus ganz Hessen haben sich zum zweiten Mal nach 2007 in Marburg über die Möglichkeiten einer zielgruppenorientierten Förderung ausgetauscht. Eine Arbeitsgruppe des Eigenbetriebs Neue Wege hat dieses Thema im Rahmen einer Tagung des Hessischen Landkreistags mitgestaltet. Während des Treffens wurden die aktuelle Lebenssituation junger Frauen erörtert und konkrete Beispiele aus der Praxis vorgestellt. In Marburg diskutierten Mitarbeiter der Optionskommunen mit Vertretern aus Bildungseinrichtungen, Frauenbüros und Unternehmen über die Chancen allein erziehender Mütter auf dem Arbeitsmarkt. Dabei wurde deutlich, dass auch junge Mütter im Berufsleben erfolgreich durchstarten können, wenn eine individuelle Betreuung gewährleistet ist.

Im Rahmen einer Fachtagung am 01. und 02. Dezember in Heppenheim mit dem Titel „Arbeitsmarktchancen für Frauen im Spannungsfeld von Familie und Erwerbstätigkeit“ wird dieses Thema weiter beleuchtet. Kreisbeigeordneter Metz verspricht sich von dieser Tagung im Haus am Maiberg weitere Impulse zur Arbeitsmarktintegration von alleinerziehenden Frauen.

B-Punkt hilft beim Lebenslauf

Kreis Bergstraße (kb) Der Bewerbertreffpunkt des Eigenbetriebs Neue Wege verzeichnet wachsende Teilnehmerzahlen. Viele Arbeitssuchende nutzen die persönliche Beratung und professionelle Hilfe, um sich gezielt auf Stellensuche, Bewerbung und das Vorstellungsgespräch vorzubereiten. Nach dem Umzug ins Jobcenter Heppenheim im Februar diesen Jahres ist der “B-Punkt” noch enger mit den anderen Servicestellen verzahnt: Die räumliche Nähe zu Einstiegsoffensive und Arbeitgeberservice sowie zu den Fallmanagern bietet den Kunden eine schnelle und individuelle Hilfe bei allen wichtigen Fragen auf dem erfolgreichen Weg in den Arbeitsmarkt.
Insbesondere nach längerer Arbeitslosigkeit fällt es vielen Menschen schwer, den komplexen Bewerbungsprozess ohne kompetente Unterstützung bewältigen zu können. Im “B-Punkt” werden Besucher umfassend vorbereitet, um selbstständig auf Arbeitssuche zu gehen. “Wir bieten eine konkrete Hilfestellung von der richtigen Bewerbungsstrategie bis hin zur individuellen Bewerbungsmappe”, so Leiterin Sigrid Eberth-Jantz.
Die Nutzung des Jobcenters (Raum 002) ist für den Kunden kostenlos: Bereit stehen Computer mit Internetanschluss, Scanner, Fax und Telefongeräte. Eine Auswahl regionaler und überregionaler Tageszeitungen erleichtert die Stellensuche in verschiedenen Medien. Kopiergeräte, Bewerbungsmaterialien und ein Foto-Service ergänzen das Angebot. In Kooperation mit der Softdoor GmbH hat der Eigenbetrieb Neue Wege einen zeitgemäßen und gut ausgestatteten Bewerbungstreff eingerichtet, der Beschäftigungslosen praktisch und konkret bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt hilft. “Der B-Punkt hat sich bewährt. Viele Menschen nehmen unsere Hilfe gerne in Anspruch. Einwandfreie Bewerbungsunterlagen bedeuten einen wesentlichen Vorteil bei der Stellensuche”, so Eigenbetriebsleiter Rainer Burelbach.

Der Bewerbertreff im Jobcenter Heppenheim hat montags und donnerstags von 8 bis 15.30 Uhr, dienstags von 8 bis 12.30 Uhr und mittwochs von 12 bis 15.30 Uhr geöffnet.
Termine direkt im B-Punkt oder telefonisch unter 06252-687679.