Mit NAVI Bergstraße neue berufliche Perspektiven finden.

Etablierte Beratungsstelle für Geflüchtete und Migranten beim Jobcenter Neue Wege / Insgesamt bereits mehr als 4.000 Beratungen

Kreis Bergstraße (kb). Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist ein wichtiges Instrument bei der Förderung von Beschäftigung und sozialer Eingliederung. Ziel ist es hier, die Beschäftigungsfähigkeit benachteiligter Personen durch geeignete Maßnahmen zu erhöhen. Im Fokus der Arbeitsmarktförderung stehen hier benachteiligte Personen, Geringqualifizierte sowie Beschäftigte im Leistungsbezug aus den Rechtskreisen des SGB II, III, VIII, XII sowie dem Asylbewerberleistungsgesetz. Durch präventive, flankierende, kultursensible und/oder sozialintegrative Beratungs- und Qualifizierungsangebote sollen benachteiligte Menschen in den förderfähigen Rechtskreisen eine Unterstützung zur Erhöhung ihrer Beschäftigungsfähigkeit und Integration erhalten. Der Eigenbetrieb Neue Wege des Kreises Bergstraße (Kommunales Jobcenter im Kreis) setzt diese Aufgabe für Geflüchtete und Migranten im Rahmen des NAVI Bergstraße seit 2016 um. Dank der Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds ist es seit dieser Zeit möglich, allen Ratsuchenden eine Anlaufstelle zu bieten, die Beratung zu den vielfältigen Fragen und etwaigen Problemen rund um die Integration bietet.

So konnten seit 2016 mehr als 4.000 Beratungen durchgeführt werden und somit den Ratsuchenden, durch die Unterstützung des NAVI Bergstraße eine Perspektive für ihren Weg in eine neue berufliche Zukunft entwickelt werden. Die zuständige Mitarbeiterin steht den Ratsuchenden in allen Fragen zur Anerkennung von Abschlüssen, Sprachförderung bis hin zur Perspektivbildung im neuen Heimatland zur Verfügung. NAVI Bergstraße ist ein fester Bestandteil in der Flüchtlingsberatung des Kreises geworden.

Mit der fortschreitenden Integration der geflüchteten Menschen haben sich über die Jahre die Anforderungen und Fragestellungen geändert. Stand in den ersten Jahren noch das Ankommen in Deutschland im Vordergrund, so sind es heute mehr die Beratungen zu Berufsabschlüssen oder das Thema „Frauen in ihrer neuen Rolle“ in Deutschland. Ein wichtiges Thema ist über alle Jahre jedoch geblieben – der Spracherwerb. Hier spielt NAVI Bergstraße eine zentrale Rolle. Denn ohne entsprechende Sprachkenntnisse ist eine Integration auf dem Arbeitsmarkt schwierig beziehungsweise unmöglich. So hat die zuständige Kollegin eine zentrale Aufgabe, in dem sie das Thema Sprache beständig in den Fokus des Bewusstseins der Ratsuchenden rückt.

Lfd. Nr. 515 / 2021

Vom Sprachkurs zur Weiterbildung – Integrationsplanung im Bergsträßer Jobcenter 

Erfolgreiches Absolventenmanagement bei Neue Wege auch in „Coronazeiten“

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie fanden die Sprachkurse Anfang des Jahres im virtuellen Klassenzimmer statt. Es war somit nicht möglich, die Kundinnen und Kunden, wie vorgesehen, vor Ort in den Sprachschulen zu beraten. Um eine Lösung zu finden, wurden die Kursteilnehmenden alternativ zu den Gesprächen ins Jobcenter eingeladen. Somit konnte gewährleistet werden, dass alle, die an den Sprachkursen teilnahmen, durch die beiden zuständigen ASM-Mitarbeiterinnen ausführlich und zielführend beraten wurden.

So konnten allein den Jahren 2020/2021 mehr als 400 Personen auf dem Weg aus dem Sprachkurs in die Arbeitsmarktintegration an individuellen Beratungsgesprächen teilnehmen. Im Jahr 2020 war die Anzahl der Teilnehmenden durch den Lock-down und die wochenlangen Schulschließungen wesentlich geringer als in den Vorjahren. 2021 verbesserte sich die Lage durch virtuelle Klassenzimmerangebote und wiederkehrenden Präsenzunterricht. Jedoch waren die Klassengrößen aufgrund der Corona-Vorschiften und der Vorgaben zur begrenzten Anzahl der Teilnehmenden insgesamt wesentlich geringer als vor der Pandemie.

Da viele Träger im Frühsommer wieder auf Präsenzunterricht umstellten, konnte ab diesem Zeitpunkt die ASM-Beratung wie gewohnt beim Träger vor Ort durchgeführt werden. Trotz erschwerter Bedingungen aufgrund des Pandemiegeschehens konnten in diesem Jahr alle Teilnehmenden von Integrationskursen sowie Berufssprachkurse (DeuföV B1 und DeuföV B2) von den Mitarbeiterinnen des ASM beraten werden. Diese Kontinuität spiegelt auch die Kernkompetenz von Neue Wege wieder, sich auch unter erschwerten Bedingungen lösungsorientiert und flexibel auf neue Situationen einstellen zu können.

 Lfd. Nr. 508 / 2021

Arbeitsuchende im Kreis profitieren von Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget Hessen

Land und Kreis arbeiten bei der Arbeitsmarktförderung Hand in Hand / Umfangreiche Hilfestellungen für benachteiligte Menschen

Kreis Bergstraße (kb). Das Land Hessen unterstützt hessische Landkreise und kreisfreie Städte mit dem Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget bei der Umsetzung ihrer regionalen Förderansätze. Grundidee dabei: Die regionale Arbeitsmarktförderung eng mit den Akteuren vor Ort zu verknüpfen. Der Eigenbetrieb Neue Wege als Kommunales Jobcenter im Kreis Bergstraße hat diese Herausforderung angenommen und erhält durch die Förderung über das Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget die Möglichkeit, innovative Projekte umzusetzen, die aus den Bundesmitteln alleine nicht finanzierbar wären.

Ziel der Arbeitsmarktförderung ist dabei stets die Integration benachteiligter Menschen aus den Rechtskreisen des SGB II, III, VIII, XII sowie dem Asylbewerberleistungsgesetz. Seit vielen Jahren arbeiten die Mitarbeitenden als Kommunales Jobcenter gerade im Bereich der Förderung Jugendlicher mit den Mitteln des Landes Hessen und konnten so im Jahr 2021 neben den Förderungen der Jugendlichen zur Hinführung entsprechender Abschlüsse auch acht Projekte für Menschen mit Fluchthintergrund/Migranten umsetzen. Über die Maßnahmen der beruflichen Erstorientierung fördern die Experten junge Flüchtlinge und Migranten und führen sie über verschiedene Schritte in eine Ausbildung oder Arbeitsaufnahme.

Mit dem neuesten Projekt unterstützt Neue Wege Teilnehmende von Integrationssprachkursen im Rahmen einer „Sprachkursbegleitenden Hilfe“, um sie zu befähigen, auch mit Lerndefiziten der Herausforderung „Erlernen einer neuen Sprache“ gerecht zu werden. Doch damit nicht genug: „Auch im Bereich der Digitalisierung ermöglichen es die Mittel des Ausbildungs- und Qualifizierungsbudgets, Personengruppen mit Hemmnissen auf diesem Gebiet die entsprechende Unterstützung zu geben“, betont Diana Stolz, die Erste Kreisbeigeordnete des Kreises Bergstraße, die als Dezernentin für das kommunale Jobcenter zuständig ist. „So startet im Februar ein Kurs zur Erlangung der Grundkenntnisse auf dem Gebiet der Digitalisierung. Hier sehen wir auch künftig eine große Herausforderung, der wir gerade mit diesen Zusatzmitteln des Landes Hessen gerecht werden können.“

Lfd. Nr. 500/ 2021

Die Corona-Pandemie hat unser Land im Griff – Aufruf von Hubertus Heil

Mehr Infos unter: http://www.zusammengegencorona.de/impfen

 

 

 

Arbeitslosenquote im Kreis Bergstraße sinkt weiter

Weniger Arbeitslose und Langzeitarbeitslose im Kreis / Kennzahlen des Kreises Bergstraße deutlich unter Hessen- und Deutschland-Schnitt.

Kreis Bergstraße (kb). Im November waren im Landkreis Bergstraße 4.700 arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen damit um 185 Personen, also um 3,8 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (Bestand: 6.117) sank die Arbeitslosenzahl um 1.417 Personen (-23,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag bei 3,2 Prozent. Im Vorjahr waren es 4,1 Prozent. Dies ist die niedrigste Quote seit vielen Jahren. Zum Vergleich: Hessenweit liegt die Arbeitslosenquote derzeit bei 4,6 Prozent und damit deutlich höher. Deutschlandweit wird eine Quote von 5,1 Prozent verzeichnet.

Für Landrat Christian Engelhardt sind die Rekordzahlen ein guter Beleg für die sehr gute wirtschaftliche Struktur der Bergstraße, die von Vielfalt und einer guten Vernetzung in die Metropolregionen geprägt ist. „Die Bergsträßer Wirtschaft zeigt, dass sie durch Corona nicht niedergeworfen wurde. Viele Unternehmen suchen Fachkräfte – und finden Sie bei uns.“

Auch Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, die für das kommunale Jobcenter zuständig ist, freut sich über die positive Entwicklung. „Der positive Trend mit immer neuen Rekorden ist kein Selbstläufer. Mein Dank geht deshalb insbesondere an unsere Arbeitsmarktagentur ‚Neue Wege‘, die mit einer Vielzahl von Konzepten Menschen Wege in den Arbeitsmarkt öffnen.“

Neben den sehr guten Arbeitsmarktzahlen punktet der Kreis Bergstraße auch mit sehr guten Arbeitslosigkeitszahlen (ALO) im U25-Bereich: Der Arbeitsmarkt an der Bergstraße zeigt sich trotz vierter Coronawelle im November freundlich. Die ALO-Zahlen im SGB II-Bereich sind weiterhin rückläufig und liegen bei 1,7 % am Stichtag 30.11. Sie belegen die großen Anstrengungen des kommunalen Jobcenters Neue Wege den Betroffenen beratend, unterstützenden und gezielt vermittelnd zur Seite zu stehen. Besondere Erfolge erzielte das Jobcenter im Bereich U25. Mit einer Quote von nur 0,3% belegt es einen absoluten Spitzenplatz im hessischen Ranking und ist die niedrigste seit Juli 2017.

„Unsere Strategie mit maßgeschneiderten Fördermaßnahmen der Arbeitslosigkeit in unserer Region entgegen zu treten, zahlt sich immer wieder aus“, so die zuständige Dezernentin Diana Stolz. “Junge Menschen auf einen guten Weg zu bringen und gleichzeitig den Fachkräftemangel abzumildern sind zwei der wichtigen Zukunftsaufgaben.“

erstellt am 30.11.2021

BASS-Studium – Gutes tun in einem guten, sicheren Job!

Dual studieren bei den Kommunalen Jobcentern in Hessen / Arbeitslosenquote im Oktober im Kreis Bergstraße auf Allzeit-Tief / Auch SGBII-Zahlen des Kreises deutlich unterm Südhessen-Schnitt

Der BASS-Studierende Lars H. an seinem Arbeitsplatz bei Neue Wege.

Kreis Bergstraße (kb). Berufseinsteiger wägen sorgfältig ab, welche Faktoren bei ihrer Laufbahnwahl den Ausschlag geben: Eine sinnstiftende Tätigkeit, in einem professionellen und modernen Umfeld? Ein Höchstmaß an Sicherheit und Planbarkeit in Krisenzeiten? Exzellente Studienbedingungen, Gehalt vom ersten Tag an sowie eine Fülle weiterer Vorteile wie Betriebliches Gesundheitsmanagement? Wer die oben genannten Fragen mit Ja beantwortet, sollte sich über BASS informieren. Hinter BASS steckt der Bachelor Soziale Sicherung, Inklusion, Verwaltung. Ein Duales Studium, welches die hessischen Kommunalen Jobcenter 2011 gemeinsam mit dem Land Hessen und der Hochschule Fulda konzipiert haben, um langfristig den eigenen Nachwuchs auszubilden und zu sichern.

 

Die Aufgaben in der Sozialverwaltung sind abwechslungsreich, herausfordernd und für die betroffenen Menschen von existenzieller Tragweite. Es ist eine besondere Verantwortung, die junge Menschen mit dieser Berufswahl übernehmen. Es gilt, Wege aus der Arbeitslosigkeit gemeinsam zu planen und zu beschreiten. Im individuellen Beratungsprozess lösen die Fallmanagement-Profis vielfältige persönliche oder strukturelle Problemlagen und behalten dabei immer die Anforderungen des Arbeitsmarktes sowie die politischen Rahmenbedingungen im Blick.

 

Im Oktober 2021 startete bereits der elfte Jahrgang von BASS-Studierenden. Die mittlerweile über 230 erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen sind längst unentbehrliche Fachkräfte in den 16 hessischen Kommunalen Jobcentern. Es ist der besondere Spagat zwischen rechtskonformem und gewissenhaftem Verwaltungshandeln einerseits sowie empathischen und unbürokratischen Umgang mit Hilfebedürftigen andererseits, der dieses Berufsfeld auszeichnet.

 

Grundsätzlich ist der stark praxisorientierte Studiengang speziell auf die Bedürfnisse des Fallmanagements im SGB II zugeschnitten. Während der sieben Semester verbringen die Studierenden den Großteil ihrer Zeit vor Ort in den Kommunalen Jobcentern. Die Hochschule vermittelt theoretische Inhalte überwiegend online und einmal im Monat in Präsenz. Am Ende der Ausbildung winken der vielseitige Berufsabschluss Sozialverwaltungswirt:in.

 

Schon seit einigen Jahren bildet das Jobcenter Neue Wege Kreis Bergstraße regelmäßig junge Menschen erfolgreich in diesem Beruf aus. „Wir verknüpfen mit unserem Leitgedanken `Miteinander in die Zukunft` nicht nur das Angebot für eine fundierte Ausbildung, sondern auch die Möglichkeit der eigenen Akquise für unser Haus“, führt die Erste Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernentin Diana Stolz aus. „Gezielte Nachwuchsförderung mit einer engen Anbindung an unser Jobcenter, speziell für den Bereich Fallmanagement, bringt uns große Chancen, Mitarbeitende langfristig zugewinnen und zu binden.“

 

Lars H., einer der aktuellen BASS-Studierenden bei Neue Wege, ist begeistert: „Ich wollte etwas im Sozial-Bereich erlernen und wurde auf die Möglichkeit des Dualen Studiums bei Neue Wege aufmerksam. Ich bin im fünften Semester und konnte schon einen sehr guten Einblick in die Praxis vieler unterschiedlicher Arbeitsfelder, auch Jobcenter-übergreifend, gewinnen.“ Das Spannende ist für ihn die Mischung aus Verwaltung und Soziales. Hier bietet das kommunale Jobcenter aufgrund der modernen und digitalen Verwaltungsform einen zusätzlichen Anreiz für junge Leute. Nach Abschluss des Studiums bietet Neue Wege einen attraktiven Arbeitsplatz mit weiteren beruflichen Entwicklungsperspektiven.

 

Interessiert bei den Kommunalen Jobcentern beruflich einzusteigen? Informieren Sie sich bei unserem Kommunalen Jobcenter Neue Wege Kreis Bergstraße unter www.neue-wege.org oder unter www.kjc-hessen.de. Spezielle Ausschreibungen für neue BASS-Studiengänge gibt es ab April/Mai 2022 für den Start in 2023. #Stark.#Sozial.#VorOrt.

 

Dass die Verantwortlichen im Kreis Bergstraße einen tollen Job machen, belegen auch die aktuellen Arbeitsmarkt-Zahlen: So lag die Arbeitslosenquote im Kreis Bergstraße im Oktober bei einem Allzeit-Tief von 3,3 Prozent – die südhessische Durchschnittsquote hingegen bei 4,6 Prozent. Im Bereich SGBII liegt die Quote für den Kreis Bergstraße bei 1,8, für Südhessen bei 2,9.

 

Landrat Christian Engelhardt sieht sowohl in der Arbeit des Eigenbetriebs Neue Wege als auch vor allem in der starken und vielschichtigen mittelständischen Wirtschaftslandschaft des Kreises wichtige Erfolgsfaktoren für das überdurchschnittlich gute Abschneiden des Bergsträßer Arbeitsmarktes: „Die Entwicklung ist sehr erfreulich. Unsere Arbeitsmarktzahlen sind außergewöhnlich gut. Auch wenn es aufgrund von aktuellen Problemen zum Beispiel in der wichtigen Automobilindustrie nicht so ist, dass wir insgesamt entspannt auf die wirtschaftliche Entwicklung blicken können. Mein Augenmerk im Bereich lokale Wirtschaft liegt vor allem auf einer adäquaten Ausweitung des Fachkräftemarktes. Denn der Fachkräftemangel stellt eine zunehmend große Gefahr für die Zukunft unserer Unternehmen, aber auch für die Verwaltungen dar. Hier müssen wir konsequent gegensteuern.”

 

Nähere Informationen zum BASS-Studiengang gibt es hier: https://www.hs-fulda.de/sozialwesen/studium/studiengaenge/soziale-sicherung-inklusion-verwaltung-bass.

Arbeitslosenquote im Kreis Bergstraße auf Rekord-Tief

Weniger Arbeitslose und Langzeitarbeitslose im Kreis / Kennzahlen des Kreises Bergstraße deutlich unter Hessen- und Deutschland-Schnitt / Niedrigster Stand seit dem historischen Tiefstand Ende 2019

Kreis Bergstraße (kb). Im September waren im Landkreis Bergstraße 5.008 arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen damit um 298 Personen, also um 5,6 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (Bestand:6.733) sank die Arbeitslosenzahl um 1.725 Personen (-25,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag bei 3,4 Prozent. Im Vorjahr waren es 4,5 Prozent. Dies ist die niedrigste Quote seit Dezember 2019 (3,3). Zum Vergleich: Hessenweit liegt die Arbeitslosenquote derzeit bei 4,9 Prozent und damit deutlich höher. Deutschlandweit wird eine Quote von 5,4 Prozent verzeichnet.

 

Landrat Christian Engelhardt macht insbesondere zwei Faktoren für die zudem hohe Beschäftigungsquote verantwortlich: „Wir profitieren zum einen von der nach wie vor sehr guten gesamtwirtschaftlichen Lage. Zum anderen sind wir aber auch als Kreis eine starke Wachstumsregion und attraktiv für Unternehmen und Beschäftigte.“ Letzteres äußere sich auch in den steigenden Bevölkerungszahlen des Kreises. Dem Wirtschaftsstandort Bergstraße käme zudem seine geographische Lage zwischen zwei Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar zugute.

 

Doch nicht nur mit seinen niedrigen Arbeitslosenzahlen ist der Kreis Bergstraße führend. Auch die Entwicklung der Erwerbslosen-Zahlen im Bereich SGB-II ist äußerst positiv: So liegt die SGB-II-Quote im Kreis Bergstraße aktuell bei 1,8 Prozent. Für ganz Hessen wird aktuell eine Quote von 3,2 und für ganz Deutschland von 3,5 verzeichnet.

 

„Unser Eigenbetrieb ‚Neue Wege‘, der für die Vermittlung von SGB-II-Empfängern zuständig ist, entwickelt regelmäßig neue, innovative Maßnahmen, die die einzelnen Zielgruppen direkt in den Blick nehmen. Dies trägt erheblich zu einer überdurchschnittlich erfolgreichen Arbeit bei“, hebt die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, die für das kommunale Jobcenter zuständig ist, hervor. So habe Neue Wege erneut auch eine Verringerung der Anzahl der Bedarfsgemeinschaften für den Kreis zu verzeichnen. Diese liegt nun bei 6.970 und sank damit im Vergleich zum Vorjahresmonat um rund 3,9 Prozent (Berichtzeitraum Mai 2021).

 

Lfd. Nr. 457 / 2021

erstellt am 30.09.2021

Artikel versenden
Druckversion anzeigen

Bildungs- und Teilhabepaket: Dabei sein!

Gleich zum Schuljahresbeginn die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets nutzen

Bild: stock.adobe.com / Pixel-Shot

Kreis Bergstraße (kb). Kinder und Jugendliche sollen die Möglichkeit haben, bei allen Aktivitäten ihrer Freunde dabei sein zu können. Selbst dann, wenn das Geld in ihren Familien aufgrund eines geringen Einkommens knapp ist oder sie Sozialleistungen beziehen. Dies ist eines der wichtigsten Ziele des Bildungs- und Teilhabepakets des Bundes (kurz BuT). Wir möchten, dass möglichst viele Leistungsberechtigte um diese Unterstützung wissen und die Angebote für Bildung und gesellschaftliche Teilhabe nutzen“, betont die Erste Kreisbeigeordnete und für den Eigenbetrieb „Neue Wege“ zuständige Dezernentin, Diana Stolz. „Daher ist es uns ein Anliegen, alle Bürgerinnen und Bürger nochmals auf das Bildungs- und Teilhabepaket aufmerksam zu machen. Bitte scheuen Sie sich nicht und melden sich bei Bedarf bei unserem Team für Bildung und Teilhabe.“

 

Das BuT bietet zum Beispiel finanzielle Unterstützung bei Klassenfahrten, Nachhilfeunterricht oder beim Mittagessen in den Schulmensen. Auch die Kosten für eine Mitgliedschaft in einem Verein oder für die Teilnahme an einer Freizeit können übernommen werden. Das BuT soll dabei möglichst vielen Leistungsberechtigten die Chance bieten, Dinge zu tun, die ihnen sonst aus finanziellen Gründen vielleicht nicht möglich gewesen wären.

 

Die Leistungen des BuT umfassen die gesamten Ausgaben für das gemeinschaftliche Mittagessen in Schule, Kindertagesstätte oder bei Tageseltern – und das ohne Eigenanteil der Eltern. Ebenso werden bei Leistungsberechtigten in der Sekundarstufe 2 die Kosten für Fahrkarten im Rahmen der Schülerbeförderung übernommen. Für Aktivitäten im Bereich Sport und Kultur, Musikunterricht sowie Hobbykurse oder die Teilnahme an Freizeiten stehen 15 Euro pro Monat zur Verfügung. Dieser Betrag wird dabei pauschal ausgezahlt. Darüber hinaus erhalten Leistungsberechtigte einen Pauschalbetrag, der für die Beschaffung von Schulmaterial zum Beginn des Schuljahres gezahlt wird. Aktuell erhalten leistungsberechtigte Schülerinnen und Schüler Euro pro Kalenderjahr insgesamt rund 155 Euro: 103 Euro zum Beginn des ersten Halbjahres und 51,50 Euro für das zweite Halbjahr. Der Betrag für den persönlichen Schulbedarf wird jährlich mit dem gleichen Prozentwert wie der Regelbedarf erhöht.

 

Während der Corona-Pandemie sind bei vielen Kindern Lernrückstände aufgrund der erschwerten schulischen Bedingungen entstanden, die es aufzuholen gilt. Damit Kinder aus Familien mit geringem Einkommen trotzdem ihre Bildungsziele erreichen können, benötigen diese Kinder und ihre Familien besondere Unterstützung. Dafür hat die Bundesregierung in diesem Jahr das Programm „Aufholen nach Corona“ aufgelegt. Dieses Programm stärkt zum einen die bereits vorhandenen schulischen Angebote und erleichtert gleichzeitig den Zugang zur Lernförderung über das Bildungs- und Teilhabepaket. So brauchen Leistungsberechtigte bis zum 31.12.2023 keinen gesonderten Antrag stellen, sie müssen nur die entsprechenden Nachweise über die Notwendigkeit der außerschulischen Förderung vorlegen. Dabei sind die schulischen Angebote weiterhin vorrangig.

 

Damit möglichst viele leistungsberechtigte Personen das BuT nutzen und um das Angebot möglichst niederschwellig zu gestalten, wurde das Verfahren für die Leistungsbeantragung bereits 2019 vereinfacht. So müssen Eltern und Erziehungsberechtigte, die Leistungen nach SGB II, SGB XII oder dem AsylbLG erhalten, keinen gesonderten Antrag mehr stellen. Zudem können Leistungen auch noch zu einem späteren Zeitpunkt geltend gemacht werden – etwa dann, wenn zum Schuljahresbeginn noch nicht feststeht, welche Angebote die Kinder und Jugendlichen nutzen wollen oder welche Ausgaben anfallen.

 

Berechtigt für Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket sind Kinder und Jugendliche, die Sozialgeld (SGB II), Sozialhilfe (SGB XII) oder Asylbewerberleistungen (AsylbLG) erhalten beziehungsweise deren Familien den Kinderzuschlag oder das Wohngeld beziehen. Die Bearbeitung der Anträge für alle genannten Anspruchsberechtigten erfolgt im Kreis Bergstraße zentral beim Eigenbetrieb des Kreises „Neue Wege Kreis Bergstraße – Kommunales Jobcenter“. Für Rückfragen steht das Team Bildung und Teilhabe unter der Hotline: 06252/15-6051 gerne zur Verfügung. Auch auf der Internetseite www.bildungspaket.neue-wege.org finden Interessierte weitergehende Informationen, auch in mehreren Fremdsprachen. Hier stehen zudem alle nötigen Formulare zum Download bereit.

 

 

erstellt am 12.08.2021

Mehr Unterstützung bei Sprachkursen

Betriebskommission Neue Wege hat getagt / Neue Maßnahmen werden vorgestellt

Die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz (vorne Mitte) und die Betriebsleiterin des Jobcenters Dr. Melanie Marysko (vorne rechts) mit den Mitgliedern der Betriebskommission.

Kreis Bergstraße (kb). Kürzlich trafen sich die Mitglieder der Betriebskommission des Eigenbetriebes Neue Wege Kreis Bergstraße –Kommunales Jobcenter zu ihrer konstituierenden Sitzung nach der Kommunalwahl im März. Durch die Sitzung führte die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, die auch in der 19. Wahlzeit den Vorsitz innehat.

 

Bei dieser Sitzung konnte sich die neue Betriebsleiterin des Jobcenters Dr. Melanie Marysko dem Gremium erstmals persönlich vorstellen, da die Sitzung coronabedingt nun wieder in Präsenzform stattfinden konnte.

 

Die Betriebskommission überwacht die Betriebsleitung und entscheidet gemäß der Satzung unter anderem über den Einkauf aller arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumente. Außerdem empfiehlt sie dem Kreisausschuss und dem Kreistag den Jahresabschluss und den Wirtschaftsplan als vorbereitendes Beschlussgremium. Allen Mitgliedern wird bei den Sitzungen die Möglichkeit für Rückfragen eingeräumt, um sich im Detail über einzelne Fördermaßnahmen und andere vordringliche Aufgaben des Jobcenters zu informieren.

 

Zur Abstimmung kamen zuletzt zwei neue Maßnahmen: Sprachkursbegleitende Unterstützung an den Standorten Bensheim und Viernheim. Diese wurden in den letzten Monaten von Mitarbeitenden aus dem Fachbereich Förderinstrumente des kommunalen Jobcenters neu entwickelt. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Teilnehmende der Integrationskurse, der Kurse der Verordnung der berufsbezogenen Deutschsprachförderung (DeuFöV) und der sonstigen Sprachkurse aus dem Kreis Bergstraße zu unterstützen, um einen erfolgreichen Abschluss zu gewährleisten. Das Angebot richtet sich an Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Sprachniveaus, bei denen das Erreichen der Kursziele, ein guter Prüfungsabschluss oder die Einstufung in das nächst höhere Sprachlevel gefährdet sind. „Es ist wichtig, Menschen, die sich weiterbilden wollen, bestmöglich zu unterstützen“, so die für das kommunale Jobcenter zuständige Dezernentin Diana Stolz, „die sprachkursbegleitende Unterstützung in Bensheim und Viernheim sind hierfür tolle neue Maßnahmen. Ich bin stolz, dass Neue Wege nie stillsteht, sondern kontinuierlich daran arbeitet, das Angebot sinnvoll zu erweitern.“

 

Das Gremium stimmte sämtlichen weiteren Beschlussvorlagen zu, so dass alle Maßnahmen, die zur Verlängerung anstanden, reibungslos fortgeführt werden können.

erstellt am 12.08.2021