Bergstraße verzeichnet niedrigste Arbeitslosenquote bei U25-Jährigen in ganz Hessen

Kennzahlen im SGB II für 2020 veröffentlicht / Corona-Pandemie schlägt sich auf die Arbeit der Kommunalen Jobcenter nieder

Kreis Bergstraße (kb). Die Corona-Pandemie hatte 2020 einen sehr großen Einfluss auf die Arbeit der Kommunalen Jobcenter. Nun liegen seit Kurzem die finalen Kennzahlen für das vergangene Jahr vor. Sie zeigen: Die Jobcenter konnten aufgrund der Pandemie deutlich weniger Menschen in Arbeit vermitteln. Dies hat auch zur Folge, dass mehr Menschen länger als sonst auf Arbeitslosengeld II (Hartz IV) angewiesen sind. Zudem werden hessenweit mehr Zu- als Abgänge in den Kommunalen Jobcentern verzeichnet.2020 gab es hessenweit mehr Zugänge als Abgänge im SGB II-Bereich. Umfangreiche Informationen hierzu bietet der IWAK SGB II-Report unter: https://bit.ly/3wwg28r

 

Die SGB II-Kennzahlen dienen den Jobcentern, um Erfolge zu messen, Ergebnisse mit anderen hessischen Jobcentern beziehungsweise dem Vorjahr zu vergleichen und Maßnahmen für die Zukunft strategisch zu steuern. Sie ermöglichen es den Verantwortlichen, sinnvolle Schwerpunkte der regionalen Arbeitsmarktpolitik festzulegen. Die 16 hessischen Kommunalen Jobcenter schließen jährlich Zielvereinbarungen mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) ab. Darin vereinbaren die jeweiligen Partner Zielwerte für bestimmte Kennzahlen, beispielsweise zur Integration von Arbeitsuchenden. In sogenannten Zielnachhaltedialogen reflektieren sie dann gemeinsam in einer konstruktiv-kritischen Atmosphäre die laufenden Fortschritte. Die gewohnte Zielsteuerung war in 2020 deutlich erschwert, denn die Corona-Pandemie hatte entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung im Bereich Arbeitslosengeld II.

Aber es gibt auch positive Nachrichten: „Im Kreis Bergstraße haben wir seit Jahren eine niedrige U25-Arbeitslosenquote. Zu unserer großen Freude konnten wir sie auch im vergangenen schwierigen Coronajahr niedrig halten“, hebt die Erste Kreisbeigeordnete und für das Kommunale Jobcenter des Kreises Bergstraße „Neue Wege“ zuständige Dezernentin Diana Stolz hervor. „Trotz der großen Herausforderungen in 2020 lag diese im Kreis Bergstraße im Vergleich mit allen anderen Hessischen Jobcentern am niedrigsten. Es zeigt, wie sehr uns die Vermittlung der jüngeren Generation am Herzen liegt und dass unsere zielgerichteten Maßnahmen auch in schwierigen Zeiten sowie unter belastenden Bedingungen greifen.“ Auch die Gesamtarbeitslosenquote im Kreis Bergstraße lag 2020 im Hessenvergleich unterhalb des Durchschnitts der Hessischen SGBII-Träger. Im Ranking für das letzte Jahr belegte „Neue Wege“ durchschnittlich Platz vier von insgesamt 26 Jobcentern.g war in 2020 deutlich erschwert, denn die Corona-Pandemie hatte entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung im Bereich Arbeitslosengeld II.

 

Auch im Hinblick auf die aktuellen Gesamt-Arbeitslosenzahlen zeigt sich der Erfolg der Arbeit von „Neue Wege“. So ist die Arbeitslosenquote für Mai im Kreis Bergstraße im Vergleich zum Vormonat von 4,0 Prozent auf 3,8 Prozent gefallen. Zudem liegt der Kreis Bergstraße auch im Mai mit einer Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent und 1,9 Prozent im SGB-II-Bereich wieder unter der südhessischen Durchschnittsquote von 5,0 Prozent beziehungsweise 2,9 Prozent im SGB-II-Bereich. „In Anbetracht der Dauer der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Maßnahmen, zur Einschränkung des Infektionsgeschehens war mit Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt zu rechnen. Wir können uns sehr glücklich schätzen, dass sich die Corona-Pandemie bis jetzt recht moderat auf die Arbeitslosenzahlen in unserer Region ausgewirkt hat“, betont Landrat Christian Engelhardt.

 

Wie die SGB II-Kennzahlen für 2020 zeigen, scheint es bislang gelungen zu sein, die Auswirkungen der Corona-Pandemie abzufedern. Dies liegt u.a. daran, dass die Jobcenter ihre Hilfs- und Beratungsangebote auch unter den erschwerten Bedingungen aufrechterhalten erhalten haben. Immer gemäß dem Credo #Stark.Sozial.VorOrt.

 

Die Ergebnisse der Arbeit der einzelnen Jobcenter sind bundesweit unter der Internet-Plattform www.sgb2.info einsehbar.