Arbeitsmarkt: "Neue Wege" zeichnet Unternehmen mit einem hohen Anteil älterer Mitarbeiter aus

Berichterstattung aus dem Bergsträßer Anzeiger vom 02.12.2009

Mehr als Hälfte der Beschäftigten ist über 50

Bergstraße. Das Bundesministerium Arbeit und Soziales brachte vor fünf Jahren unter dem Titel “Pro Arbeit 50 plus” einen Beschäftigungspakt auf den Weg, der sich speziell auf die Gruppe älterer Arbeitnehmer konzentriert. Seit Mitte des Jahres ist “Neue Wege” mit im Boot. Jetzt prämierten Rainer Burelbach, Leiter der Einrichtung, und Projektleiter Bernfried Schnell zusammen mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Thomas Metz drei Bergsträßer Betriebe, die zu einem hohen Anteil ältere Arbeitnehmer beschäftigen.

In der Firma Heinrich Krieger aus Neckarsteinach ist über die Hälfte der Belegschaft älter als 50 Jahre, ebenso bei Baumaschinen Odenwälder aus Mörlenbach und in der Verzinkerei Rhein-Main aus Groß-Rohrheim. Die Firma Krieger tritt zudem im Bundeswettbewerb an und ist damit eine von 62 Firmen, die sich in der nächsthöheren Stufe um eine Auszeichnung bewerben.

Für den Wettbewerb auf regionaler Ebene habe man Rainer Burelbach zufolge 480 Firmen angeschrieben; 280 meldeten ihre Beteiligung zurück. “Wir brauchen Sie vor Ort”, richtete Metz das Augenmerk auf die mittelständischen Unternehmen, die den Löwenanteil an Arbeitsplätzen im Kreis stellen. Metz bezeichnete die drei Firmen, die gerade älteren Erwerbstätigen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt bieten, als vorbildlich.

Standortqualität und -sicherung
Der Erste Kreisbeigeordnete unterstrich, dass gerade im Hinblick auf die Schaffung von Arbeitsplätzen der Kreis in mehrfacher Hinsicht gefordert sei: Er habe für Standortqualität und -sicherung zu sorgen. Als Bindeglied zwischen den beiden Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar sieht er die große Chance, für Unternehmen besonders attraktiv zu sein. “Firmen denken nicht in Gemarkungsgrenzen.”

In der Wirtschaftsförderung Kreis Bergstraße (WFB) erkennt der Beigeordnete einen wichtigen Partner der Unternehmen vor Ort. Mittlerweile sind alle 22 Städte und Gemeinden der Institution beigetreten, die Firmen berät und Neuansiedlungen vorantreibt. Ein wichtiger Standortfaktor ist Metz zufolge die Bildung, an die im digitalen Zeitalter ganz neue Anforderungen gestellt werden als noch von 20 Jahren. Metz verwies auf das Paket von 250 Millionen Euro, die der Kreis in die Schulsanierungen und -ausstattungen fließen ließ, um “fit für die Zukunft zu sein”.

“Neue Wege” stellt sich einer doppelten Aufgabe: Einerseits werden Leistungen gewährt, andererseits wird versucht, Menschen, die lange Zeit arbeitslos waren, in eine Beschäftigung zu bringen. Damit müsse sie unterschiedlichen Erwerbsbiografien Rechnung tragen. Einer engen Zusammenarbeit mit den Unternehmen vor Ort maß der Kreisbeigeordnete eine um so größere Bedeutung zu. moni

Unternhemen mit Weitblick BA 02.12.09.pdf

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